Pressemitteilungen

15.03.2017

Umwelteinsatz der Feuerwehr

Gewässerverunreinigung im Luderbach durch eine Polymerdispersion

Zu einem recht zeitaufwendigen Einsatz wurden Feuerwehrleute aus Neu-Isenburg und Frankfurt am Dienstagabend, 14. März, gerufen. Passanten hatten in einem Bachlauf nördlich der Bansastraße eine weiße, milchige Verunreinigung bemerkt. Wie sich im Verlauf herausstellte, handelte es sich glücklicherweise nicht um Gefahrgut. Allerdings gilt die so genannte „Anmachflüssigkeit“ als schwach wassergefährdend, weshalb umgehend Maßnahmen ergriffen wurden um eine weitere Ausbreitung der Substanz bestmöglich zu verhindern.

Als die ersten Helfer um kurz vor 18 Uhr vor Ort eintrafen, wurde direkt damit begonnen nach der Herkunft der Verschmutzung zu suchen. Parallel wurden die Kollegen der Berufsfeuerwehr Frankfurt mit einem „Umweltfahrzeug“ gerufen, da sich der Bachlauf der Gemarkung der Stadt  Frankfurt befindet. Im Bereich der Straßenbahn-Endhaltestelle (soweit hatte sich die milchige Substanz bereits ausgebreitet) wurde mit Sandsäcken der Bach an zwei Stellen aufgestaut. Hierdurch sollte  verhindert werden, dass der „Jacobiweiher“ im Frankfurter Stadtwald kontaminiert wird.

Zwischenzeitliche Messungen und Erkundungen ergaben, dass der pH-neutrale Stoff offenbar über eine Hebeanlage in einer Tiefgarage im Gewerbegebiet Ost in die Kanalisation gelaufen ist. Es handelte sich demnach um eine Art Mörtel- / Betondispersion. Die Hebeanlage wurde daraufhin außer Betrieb genommen. Der Kanal wurde vom Dienstleistungsbetrieb abgedichtet. Durch Kanalspülungen und dem Einsatz von „Saugwagen“ sollten die Reste der Substanz abgesaugt werden.

 

Für die Feuerwehr Neu-Isenburg war der Einsatz dann zunächst gegen Mitternacht beendet. Von der FFNI waren bis dahin acht Fahrzeuge und rund 30 Feuerwehrleute im Einsatz.

Aktuell (15.03.2017, 10:45 Uhr) ist die Feuerwehr erneut im Einsatz. Es werden weitere Sandsack-Barrieren in den Bachlauf eingebracht. Im Bereich des Zuflusses zum Jakobi-Weiher wird zudem mit Unterstützung des THW durchgesickertes Bachwasser abgepumpt.

 

Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den Umweltbehörden.

Die Polizei und die „Untere Wasserbehörde“ werden nun versuchen, den genauen Verursacher zu ermitteln.