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05.07.2017

YUKAtel plant „Sonnenhaus“ in Neu-Isenburg

Kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus in der Offenbacher Straße

Die Firma YUKAtel GmbH, ein international ausgerichtetes Unternehmen im Bereich Mobilfunk, plant ein "Sonnenhaus" in der Offenbacher Straße. Der städtebauliche Vertrag wurde von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt. Damit sich das Bauvorhaben verträglich zwischen der Fröbelschule und dem DLB einfügt, wurde der Offenlagebeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 84 a "Nordöstliche Offenbacher Straße "Teilbereich A" gefasst. Der Entwurf liegt vom 19. Juni bis zum 21. Juli 2017 im Rathaus öffentlich aus.

Die Firma YUKAtel, mit Sitz in Offenbach, wird den Geschäftssitz nach Neu-Isenburg verlegen, um die Firmenrepräsentanz zu optimieren. Das stark wachsende Unternehmen mit derzeit über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat einen Umsatz von über 501 Millionen/Jahr. Yusuf Karatas und Dipl.-Ing. (Bau) Alexander Kohlhepp, als Vertreter des Bauherrn, und der Architekt Axel Gaus, GAUSARCHITEKTEN Berlin, stellten heute auf der Magistratspressekonferenz das Konzept für das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus vor.

Vorgesehen ist eine Neubebauung als Wohnhaus und Geschäftshaus für den Bereich der administrativen Verwaltung für bis zu 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben einer spektakulären Architektur ist vor allem das Energieversorgungskonzept des "Sonnenhauses" bemerkenswert. Beheizung, Kühlung, Belüftung und die Versorgung mit Warmwasser werden zum überwiegenden Teil mit regenerativen Energiequellen versorgt. Damit wird bereits der Standard übertroffen, den die EU für alle Neubauten ab 2020 beschlossen hat. Angestrebt wird zunächst ein KfW 40 Standard, um mit moderater Anlagentechnik den Sonnenhausstandard zu erreichen. Als Wärmeerzeuger soll eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen, die auch für Kühlzwecke mitgenutzt werden kann. Im Wesentlichen soll das großzügig verglaste Gebäude jedoch über Erdwärmekörbe die Betondecken kühlen. Der Clou hierbei ist, dass in der Heizperiode die Wärmekörbe als Energiequelle genutzt und die Betondecken als Heizflächen mitgenutzt werden. Eine thermische Solaranlage erzeugt mittels Vakuumröhrenkollektoren heißes Wasser, das für Warmwasser und Heizung genutzt wird. Durch eine besondere Anlagentechnik wird die Wärmepumpe durch die Solaranlage entlastet. Dies führt zu einem besonders effizienten Wärmepumpenbetrieb. Konzipiert wurde die Anlagentechnik von dem Ingenieurbüro EUKON aus Krefeld, welche bereits große Erfahrung bei der Umsetzung von innovativen Energiekonzepten vorweisen kann. Alexander Kohlhepp vermutet, dass in dieser Verbindung eines Wohn- und Geschäftshauses in ganz Deutschland das neue Sonnenhaus in der Offenbacher Straße ein Novum sei. Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: "Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, sowohl die Belange des Natur- und Umweltschutzes als auch der Nachbarn zu berücksichtigen. Wir verfolgen gespannt die Umsetzung des zukunftsweisenden Energiekonzeptes." Baubeschreibung Das Wohn- und Geschäftshaus besteht zu gleichen Anteilen aus einem gewerblich zu nutzenden, dreigeschossigen Gebäuderiegel, der zur östlichen Grundstücksgrenze gewandt ist und einem ebenfalls dreigeschossigen Wohnbauteil mit aufgesetztem Staffelgeschoss, der sich zur westlichen Seite öffnet. Beide Bauteile sind über einen gemeinsamen Keller verbunden, der vorwiegend als Archiv bzw. Lager des gewerblichen Bauteiles und als gemeinsamer Technikraum dient. Darüber hinaus befinden sich 3 KFZ Stellplätze im Untergeschoss. Oberirdisch werden die beiden Bauteile Wohnen und Gewerbe durch einen leicht zurückgesetzten Baukörper, welcher der Erschließung dient, verbunden. Durch die Höhen und Tiefenstaffelung der drei oberirdischen Bauteile wird eine klare Geometrie von drei Bauteilen mit unterschiedlicher Funktion erzeugt. Die Architektur bildet die Funktionen des Baukörpers, nach außen gut erkennbar, ab. Die Fassaden des Gebäudes sind als vorgehangene und hinterlüftete Metallfassaden geplant. Zur Belichtung der beiden Hauptbauteile Gewerbe und Wohnen werden großzügige Glasfassaden als Pfosten / Riegel Fassaden konzipiert. Der gewerbliche Bauteil erhält diese Belichtungsflächen hauptsächlich in südlicher und nördlicher Richtung, während sich der Wohnbauteil in drei Richtungen nach Norden, nach Westen und nach Süden öffnet. Durch die Anordnung der Bauteile sowie den Wechsel zwischen transparenten und geschlossenen Gebäudeabschnitten ist eine klare Trennung der beiden Bauteile Wohnen und Gewerbe gewährleistet. Die Außenanlagen erhalten einen parkähnlichen Charakter mit nicht- oder nur teilversiegelten Flächen und dichtem Baumbestand. Durch die mittige Lage und die transparente Gestaltung fügt sich das Hauptgebäude als Solitär harmonisch ein. Auf den Dachflächen werden extensive Begrünungen angelegt. Im Bereich der Stellplatzflächen liegt ein Nebengebäude, welches zur Lagerung von Gartengeräten, Abfällen aus beiden Gebäudenutzungen und zum Abstellen von Fahrrädern genutzt wird. Ein weiteres Gebäude befindet sich im nördlichen Teil als Erweiterung des gewerblich genutzten Gebäudeteils und dient als Besprechungsraum, zu Schulungszwecken oder für Firmenveranstaltungen. Werbeanlagen am Gebäude sind nicht vorgesehen. Entlang der südlichen Grundstückszufahrt ist eine Werbefläche vorgesehen, die sich in die Materialität einer ca. zwei Meter hohen Einfriedung integriert.