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09.08.2017

Zur Situation von Roma im Rhein-Main-Gebiet

Filmvorführung und anschließendes Gespräch am 14. September in der Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus

Im Rahmen der 16. Neu-Isenburger Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit wird am 14. September, um 19:30 Uhr, ein Film mit anschließendem Gespräch über die Situation von Roma im Rhein-Main-Gebiet gezeigt. Gäste sind der Geschäftsführer des Fördervereins Roma e.V. Frankfurt am Main, Joachim Brenner, Cornelia Rühlig, Vorsitzende der Margit-Horváth-Stiftung und Elena Gunici, Mitwirkende im Film. Die Veranstaltung findet Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus, Zeppelinstraße 10, Neu-Isenburg, statt. Der Eintritt ist frei.

 

Über den Film:

Roma, die in Frankfurt leben, beschreiben in dem Film ganz unterschiedliche Aspekte des eigenen Alltagslebens: z. B. ihr Aufwachsen als Kinder von KZ-Überlebenden, die in der Nachkriegszeit erneut an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und keine Wohnung bekommen. Obdachlose erklären, warum sie aus Rumänien nach Frankfurt kamen und wie sie nun durch Betteln oder Billigstlohnarbeit versuchen, ihre Familie zu ernähren. Jugendliche, die zeitweise in osteuropäischen Ländern und zeitweise in Frankfurt aufwuchsen, erzählen von den Besonderheiten ihrer Bildungsgeschichte. Sie sprechen alle von ihrer Hoffnung, ein „normales" Leben aufbauen zu können und erleben tagtäglich, dass man ihnen mehr misstraut als anderen - wenn deutlich wird, dass sie Roma sind. Noch immer gibt es eine Vielzahl tiefsitzender Vorurteile über „die" Roma. Doch damit beschäftigt sich dieser Film nur indirekt. Der Ansatz des Filmes ist ein anderer: Statt stets zu wissen, wie „die" Roma sind oder stets zu verneinen, dass dem eben gerade nicht so ist, lässt der Film die Menschen sprechen, die mit diesen ethnischen Etiketten konfrontiert werden: Die Roma erzählen selbst ihre Geschichte. Zudem zeigt der Film einzelne Interviews mit Vertreter_innen der Institutionen, die tagtäglich mit Roma arbeiten: der Frankfurter Förderverein Roma e.V., die Kita Schaworalle oder auch das Diakoniezentrum Weser5. Joachim Brenner, der Geschäftsführer des Fördervereins „Roma in Frankfurt“ berichtet über die Arbeit des Vereins. Cornelia Rühlig, Vorsitzende der Margit-Horváth-Stiftung und für die Produktion des Films verantwortlich, sowie Elena Gunici, die im Film mitgewirkt hat, sprechen über den Film.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz, der Bertha Pappenheim-Initiative, der Margit-Horváth-Stiftung, dem Stadtarchiv und dem Magistrat der Stadt Neu-Isenburg.