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11.10.2017

Ein starkes Team für Neu-Isenburg – Das Bürgeramt

Bürgeramt feiert am 11. Oktober 20jähriges Jubiläum

Mit einem kleinen Empfang feiert das Neu-Isenburger Bürgeramt am heutigen Mittwoch sein 20jähriges Bestehen. Bürgermeister Herbert Hunkel, der als "geistiger Vater" dieser Einrichtung gilt, ließ es sich nicht nehmen, einen Vormittag selbst das Team des Bürgeramtes bei der Arbeit zu unterstützen.

"Die öffentliche Verwaltung muss als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger da sein" - mit dieser kühnen Idee und gegen viele Widerstände initiierte der damalige Hauptamtsleiter Herbert Hunkel vor 20 Jahren die Gründung des Bürgeramtes. Unter dem Blickwinkel der Kundenorientierung hat die Stadt alle Verwaltungsabläufe auf den Prüfstand gestellt. Besonders stark nachgefragte Leistungen der Verwaltung oder Dienstleistungen, die innerhalb von 10 Minuten zu erledigen waren, wurden in einer Servicestelle gebündelt und zu bürgerfreundlichen Öffnungszeiten angeboten. Nach langen Vorarbeiten ist am 11. Oktober 1997 das "Bürgeramt" aus der Taufe gehoben worden.

Lange bevor das Schlagwort "Verwaltungsmodernisierung" auftauchte, hat die Stadt mit der Gründung des Bürgeramtes eine Vorreiterrolle übernommen. Das Bürgeramt ist das Aushängeschild der Verwaltung. Kompetent, engagiert, zuverlässig und verantwortungsbewusst, immer für die Kunden da - und das sechs Tage in der Woche, montags bis freitags von 7:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr, insgesamt 58 Stunden.

Seit Juli 1999 erfasst das Bürgeramt die Zahlen der Kunden. Bis einschließlich 2010 nahmen im Durchschnitt 34.500 Kunden im Jahr den Service des Bürgeramtes in Anspruch. Spitzenjahr war 2001 mit 36.000 Kunden. Seitdem keine Steuerkarten mehr ausgegeben werden, reduzierten sich die Zahlen auf durchschnittlich 30.000 Kunden jährlich. In 20 Jahren haben ca. 700.000 Menschen die Leistungen des Bürgeramtes in Anspruch genommen. Hinzu kommen rund 200 tägliche Anrufe.

Ohne lange Wartezeiten oder Terminvereinbarungen können die Isenburger mit einem einzigen Besuch hier vieles erledigen: von Dienstleistungen rund um das Meldewesen über KFZ-Scheine bis hin zur Ausgabe der "Gelben Säcke". Das spart Wege und Wartezeiten.

Stempel drauf und fertig? Das gilt schon lange nicht mehr. Ein überwiegender Teil der Tätigkeit des Bürgeramtes umfasst das Meldewesen. Im Laufe der Zeit haben sich die Aufgaben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgeramtes geändert und sind sehr komplex geworden. Ständige Fortbildungen sind für das Bürgeramtsteam unerlässlich. Beispielsweise hat sich seit der Einführung des biometrischen Reisepasses (2007) die Bearbeitungszeit verdreifacht. 1997 wurde der Antrag ausgedruckt, die Angaben anhand des vorgelegten Dokumentes und von Urkunden geprüft; der Bürger unterschrieb und von den Sachbearbeitern wurde das Passbild aufgeklebt. Heute werden Fingerabdrücke abgenommen, zusätzliche Beiblätter zur Staatsangehörigkeit ausgefüllt, die Staatsangehörigkeit bei Mehrstaatlern geprüft und die Schreibweise des Namens nach europäischer Norm mit diakritischen Zeichen anhand von Urkunden verglichen. Wo früher einfach der ungültige Personalausweis gegen den gültigen Ausweis ausgehändigt wurde, ist der Kunde heute über die Möglichkeit der Online-Funktion des Personalausweises zu informieren und über den Erhalt des PIN-Briefes zu befragen. Aus Sicherheitsgründen ist nach Aushändigung eine neue PIN durch den Bürger zu setzen. Dies alles ist auf Beiblättern zu dokumentieren.

Eine große logistische Herausforderung meisterte das Bürgeramtsteam im August 2015, als in der Rathenaustraße die Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Gießen eingerichtet wurde und gut 1.000 Personen innerhalb von wenigen Tagen melderechtlich erfasst werden mussten.