Pressemitteilungen

20.04.2016

Bürgerschaftliches Engagement steigend

Fast die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger engagiert sich

Die neusten Ergebnisse des Freiwilligensurvey 2014 liegen vor. Der Deutsche Freiwilligensurvey (FWS) ist eine repräsentative Befragung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, die sich an Personen ab 14 Jahren richtet. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Immer mehr Menschen engagieren sich freiwillig. „Im Jahr 2014 sind 43,6 Prozent der Wohnbevölkerung ab 14 Jahren freiwillig engagiert – das entspricht 30,9 Millionen Menschen. In den letzten fünfzehn Jahren ist die Engagementquote um insgesamt knapp 10 Prozentpunkte angestiegen, heißt es in der Untersuchung. Die Zunahme führt der Freiwilligensurvey auf „gesellschaftliche Veränderungen, wie beispielsweise die Bildungsexpansion oder die gestiegene Thematisierung des freiwilligen Engagements in Politik und Öffentlichkeit“ und nicht zuletzt auf die Arbeit lokaler Infrastruktureinrichtungen, wie Freiwilligenagenturen, zurück.

Bürgermeister Herbert Hunkel: „Auch in Neu-Isenburg können wir diese Entwicklung sehen. Das freiwillige Engagement in Vereinen, Fördervereinen, Initiativen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften ist vielfältig und trägt zum Gemeinwohl bei. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erlebte Neu-Isenburg mit der Einrichtung der Erstaufnahme in der Rathenaustrasse. Auf der Facebook Seite „Refugees welcome in Neu-Isenburg“ registrierten sich innerhalb nur einer Woche 1.700 Menschen, um die Hilfe zu koordinieren.“

Ein für Freiwilligenagenturen besonders interessantes Ergebnis: „Informations- und Kontaktstellen werden von etwa jeder zehnten engagierten Person als ein Anstoß für ihr freiwilliges Engagement angegeben. Im Zeitvergleich sind Informations- und Kontaktstellen wichtiger geworden, 1999 wurden diese nur von jeder dreißigsten engagierten Person als Anstoß benannt.“ (Quelle: Freiwilliges Engagement in Deutschland. Zentrale Ergebnisse des Deutschen Freiwilligensurveys 2014. Hrsg. vom BMFSFJ. Berlin 2016, S.1 und S. 7).

 

Diesen Zusammenhang haben die Verantwortlichen in Neu-Isenburg bereits früh erkannt und 2011 die Stabsstelle zur Förderung des Ehrenamtes in Neu-Isenburg eingerichtet, mit Claudia Lack als Leiterin und Ehrenamtskoordinatorin. „Wir können das Engagement der Bürgerinnen und Bürger nicht einfordern, wir können wohl aber die Rahmenbedingungen verbessern und die Freiwilligen direkt und wirkungsvoll unterstützen und sie von bürokratischen Aufgaben entlasten“, berichtet Bürgermeister Herbert Hunkel über die Beweggründe.

 

Wer sich bürgerschaftlich engagieren möchte und ein passendes Angebot sucht, kann sich bei Claudia Lack beraten lassen. Kontakt: Stabsstelle zur Förderung des Ehrenamtes im Rathaus in Verbindung setzen, Telefon: 06102-241-456 oder E-mail: ehren.amt(at)stadt-neu-isenburg.de.

 

Details zum Freiwilligensurvey 2014 sind auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: http://www.bmfsfj.de. zu finden.