Pressemitteilungen

08.03.2017

Sachstand Radverkehrskonzept

Im April 2015 wurde in Neu-Isenburg das Radverkehrskonzept beschlossen, um die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in der Stadt zu verbessern, die Radinfrastruktur auszubauen und die Attraktivität des Radverkehrs als umweltfreundliche Alternative zu erhöhen.

Danach soll bis zum Jahr 2025 der Anteil des Radverkehrs von derzeit 10 bis 15 Prozent auf 20 bis 25 Prozent erhöht werden: „Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, das nur gemeinsam gelingen kann. Wir wollen dies mit den Bürgerinnen und Bürger erreichen sowie der fachlichen Unterstützung der Beauftragten für Radverkehr, Yvonne Lammersdorf, Prof. Dr.-Ing Jürgen Follmann und seinen Studenten der Hochschule Darmstadt sowie den Mitgliedern der AG Radverkehr“, sagen Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

 

Der Stadtverordnetenversammlung wurde nun ein Sachstand der Umsetzung vorgelegt.

 

Sichtbarkeit des Radverkehrs im Straßenverkehr

Ein wesentliches Element des Radverkehrskonzeptes ist die Sichtbarkeit der Radfahrenden im Straßenverkehr. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und entsprechend der geänderten Straßenverkehrsordnung wurde in Neu-Isenburg soweit wie möglich der Radverkehr auf die Fahrbahn geführt und Schutzstreifen markiert. Diese befinden sich in der Kurt-Schumacher-Straße, der Friedensallee, der Herzogstraße und in der Flughafenstraße in Zeppelinheim. Die Radverkehrsführung in der Hugenottenallee soll in der AG Radverkehr diskutiert werden.

 

Ebenso erstellt die Hochschule Darmstadt derzeit eine Machbarkeitsstudie für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen in der Friedhofstraße. Erste Ideen sind bereits in der AG Radverkehr diskutiert und vorgestellt worden. Angedacht ist ein Schutzstreifen stadtauswärts bis zur Herzogstraße mit einem überbreiten Fahrstreifen auf dem zwei  PKW nebeneinander fahren können.

Für die Frankfurter Straße liegen Ideenwerkstätten vor. Auf der Basis dieser Ideenwerkstätten prüft die Stadt derzeit die Radverkehrsführung in der Frankfurter Straße

 

Radwegverbindungen

Um den Radverkehr nach Gravenbruch sicherer zu führen wird im Frühjahr 2017 ein Schutzstreifen im Gravenbruchring markiert. Eine 24- Stunden-Beleuchtung an der A661-Unterführung im Gravenbruchring wurde bereits installiert.

 

Auch die Radwegverbindung nach Zeppelinheim soll verbessert werden. Langfristig plant Hessen Mobil hier den Bau eines Zwei-Richtungsradweges auf der Ostseite der B44 als Lückenschluss zwischen Mörfelden und der Anschlussstelle Gehespitz. Die Voruntersuchungen dazu sollen 2018 beginnen.

Der Radweg von Neu-Isenburg aus entlang der L3317 Richtung Gut Neuhof wird ebenfalls im Frühjahr durch Hessen Mobil fertiggestellt.  

 

Langfristig sollen die Netzlücken bei den Hauptrouten geschlossen werden. Die Umsetzung erfolgt ab 2019. Zu den langfristigen Maßnahmen zählen überörtliche Radwegverbindungen wie z.B. nach Dietzenbach, Götzenhain und Sprendlingen sowie die Anbindung an den Flughafen. In der Zuständigkeit von Hessen Mobil liegt auch der Radweg nach Heusenstamm. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Frühjahr 2017 erwartet.

Die Regionalpark RheinMain GmbH plant zur Zeit eine Rad-Direktverbindung von Frankfurt nach Darmstadt. Wegen einer verbesserten Radanbindung an den Flughafen Frankfurt steht die Stadt Neu-Isenburg mit dem Ministerium und Hessen Mobil in Kontakt.

 

Ob die Verlängerung des Radweges in der Offenbacher Straße bis zur Friedhofstraße/L3117 möglich ist soll ebenfalls geprüft werden.

 

Mehr Kreisverkehre

Die Entbehrlichkeit von bestehenden Lichtsignalanlagen und deren Ersatz durch Kreisverkehrslösungen wird derzeit geprüft. Minikreisverkehre sind in vielen Fällen sicherer und kostengünstiger als Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen. Ein Minikreisverkehr am Knotenpunkt Offenbacher Straße/Am Trieb wird bis Ende 2019 errichtet.

 

Attraktivität des Radverkehrs erhöhen

In Neu-Isenburg wurden Fahrradabstellanlagen vor öffentlichen Einrichtungen und ein innerstädtisches Wegweisungssystem installiert, als Maßnahmen, um die Attraktivität des Radverkehrs weiter zu steigern. Gerade für Berufspendler, die Zug- und Radfahren kombinieren, soll das Angebot an abschließbaren und wettergeschützten Fahrradboxen an der Straßenbahnendhaltestelle und am S-Bahnhof Neu-Isenburg ausgebaut werden. Vorgesehen sind an der Straßenbahnendhaltestelle sieben Doppelstockboxen und am S-Bahnhof acht Standardboxen Die Boxen sind groß genug, um Fahrradhelm, Regenkleidung oder die Packtaschen sicher unter zu stellen. Zurzeit verfügt die Stadt über 20 Minigaragen fürs Fahrrad an der West- und Ostseite des S-Bahnhofs Neu-Isenburg, die für fünf Euro im Monat beim Bürgeramt gemietet werden können. (Weitere Informationen unter Telefon 241-100).

 

In der Bahnhofstraße befinden sich zwei überdachte Fahrradabstellanlagen mit je 24 Fahrradstellplätzen. Die Stadt Neu-Isenburg hat eine dritte Überdachung mit 24 Stellplätzen im Jahr 2016 errichtet.

 

Einbindung der Bürgerinnen und Bürger

Bereits 2017 im Rahmen des Stadtradelns in Neu-Isenburg will die Stadt mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, sich in einem Workshop grundsätzlich mit dem Thema Fahrradstraßen beschäftigen. Welche Voraussetzungen sind erforderlich? Wo gibt es schon gute Beispiele, die besichtigt werden können? Käme das auch für Neu-Isenburg in Frage?

 

Zukünftige Planungen berücksichtigen Radverkehr als umweltfreundliche Mobilitätsalternative

Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: Die Zukunft der Mobilität liegt in der Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.“ Bei allen Planungen zur Stadtentwicklung wie zum Beispiel im Stadtquartier Süd oder aktuell im Wohngebiet Birkengewann werden die Belange des Radverkehrs berücksichtigt.