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17.05.2017

Feste in Neu-Isenburg

In Neu-Isenburg finden jedes Jahr viele, traditionsreiche Feste statt, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Menschen nach Neu-Isenburg anziehen. Die Isenburger treffen sich seit 1983 auf dem Altstadtfest im Alten Ort im Sommer oder seit 1989 im Winter auf dem Weihnachtsmarkt. Das Weinfest auf dem Rosenauplatz hat sich mittlerweile zum absoluten Straßenfestmagneten entwickelt und sich als  „vielfältigstes Weinfest Hessens" mit der Vorstellung von 15 Weinanbaugebieten aus ganz Europa inklusive Ständen der Isenburger Partnerstädte etabliert. Die Gravenbrucher und Zeppelinheimer könnten schwören, dass in ihrem Stadtteil die schönsten Feste gefeiert werden. Das Musikspektakel „Open Doors“ zieht jährlich über 30.000 Gäste nach Neu-Isenburg.

 

Wenn auch die Beliebtheit dieser Feste unstrittig ist und ihr unersetzlicher Beitrag zur Stadtbelebung, zur Imagebildung der Stadt und als Baustein eines funktionierenden Zusammenlebens und als Kulturgut, muss doch im Zuge der Haushaltskonsolidierung auch über die Kosten dieser Feste und möglichen Einsparmaßnahmen gesprochen werden. Wo soll der Rotstift angesetzt werden? Wo können Kosten eingespart werden? Als Entscheidungsgrundlage wurde nun der Stadtverordnetenversammlung ein umfangreicher Bericht über die „Feste und Aktivitäten zur Stadtbelebung - Strukturen-Finanzierungen-Perspektiven“ zur Kenntnis vorgelegt.

 

Theo Wershoven, Dezernent für Kultur und Sport: „Um es gleich vorweg zu sagen, es ist keine leichte Aufgabe bei diesem Budget Einsparpotentiale zu finden. Eine dauerhaft gute Durchführung der Feste ist mit diesen Haushaltsmitteln nur mit deutlichen Einschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht leistbar. Abzüglich der 10prozentigen Haushaltskürzung beträgt das Budget in 2017 für alle Feste zusammen 132.300 Euro, 50.000 Euro sollen durch Standgebühren erwirtschaftet werden. 67.500 Euro kostet die Veranstaltung des Open-Doors-Festivals, 64.800 Euro alle übrigen fünf Feste. Über die Hälfte aller Kosten sind Fremdkosten, die für die Gema, die Logistik, die Verkehrsüberwachung oder die Reinigung nach der Veranstaltung beispielsweise eingeplant werden müssen. Unser großer Dank gilt dem  Fachbereichsleiter Thomas Leber und seinem Team, dem es bislang mit viel Herzblut und einem limitierten Budget gelang, jährlich sechs tolle Straßenfeste auszurichten, Musiker einzukaufen, das Programm zusammenstellen und dafür zu werben.“

 

Hier die Kurz-Steckbriefe der Feste in Neu-Isenburg.

 

Das Altstadtfest

Die Idee: Nachdem der „Alte Ort", wie der älteste Teil Neu-Isenburgs genannt wird, sich mit seinen idyllischen Straßen, Gassen und Fachwerkhäusern in den 1980iger Jahren zu einem attraktiven Ort der  Begegnung entwickelt hatte, wurde am 07.08.1983 das erste Altstadtfest ins Leben gerufen. Zunächst feierte man einen Tag, in 1984 samstags und sonntags und ab 1985 begann das Fest bereits freitags Abend und endete sonntags Abend. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Programm, Inhalt und Ausstattung der Veranstaltung den Bedürfnissen der mitbeitreibenden Vereine und Ausstellern angepasst. Auch wurden im Laufe der Jahre mehrere Örtlichkeiten und unterschiedliche Aktionen bei der Durchführung des Festes getestet.

  

Der Weihnachtsmarkt

Der erste Weihnachtsmarkt fand 1989 im Hof der Bäckerei Freund in der

Pfarrgasse mit Ponyreiten für die Kinder statt. In der Folge plädierten Verantwortliche der IG für einen Weihnachtsmarkt im Alten Ort, der weniger auf Kommerz und mehr auf den weihnachtlichen Gedanken setzt. Ab 1990 fand der 2. Weihnachtsmarkt etwas vergrößert auf dem Marktplatz im Alten Ort statt. Als fester Termin wurde in diesem Jahr das 2. Adventswochenende vereinbart. Bis 1995 wurden keine Standgebühren für die Teilnahme am Weihnachtsmarkt erhoben. Gestattungsgebühren mussten von kommerziellen Betreibern beim Ordnungsamt entrichtet werden. Stände mit dem Verkauf für einen wohltätigen Zweck waren von der Zahlung der Gebühr befreit.

 

Stadtteilfest Zeppelinheim

Das Stadtteilfest Zeppelinheim wurde am 20. August 1983 ins Leben gerufen. Mit dabei waren die evangelische und katholische Kirche, der in Zeppelinheim ansässige Sportverein TUS Zeppelinheim mit seinen Fußball-Tischtennis-,Badminton-, Handball- und Tennis-Abteilungen und die Zeppelinkameradschaft. Von Beginn an verstand sich das Stadtteilfest als eine Gemeinschaftsveranstaltung unter engagierter Beteiligung der Zeppelinheimer Bürgerschaft. Anfangs wurde die Bewirtung und das Unterhaltungsprogramm des Festes vom Turn-und Sportverein Zeppelinheim auch unter Mitwirkung von Vereinen aus der Kernstadt verantwortet. Später beteiligte sich auch die Stadt sowohl organisatorisch als auch finanziell an der Veranstaltung, die im Laufe der Jahre zeitlich ausgedehnt wurde und folglich auch ein erweitertes Musikprogramm erforderte.

 

Stadtteilfest Gravenbruch

Das Stadtteilfest ist aus einem alle zwei Jahre stattfindenden Schulfest der Ludwig-Uhland-Schule entstanden, das sich bei den Gravenbrucher Bevölkerung großer Beliebtheit erfreute. Erstmals wurde es im Sommer 1984 gefeiert. Nach guten Erfahrungen mit dem damals noch jungen Altstadtfestes in Neu-Isenburg kam in der Gravenbrucher Bevölkerung der Wunsch auf, das dortige Schulfest zu erweitern und als „Stadtteilfest auf dem Dreiherrnsteinplatz" für alle Gravenbrucher ins Leben zu rufen. Ziel war damals, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in der jungen Satellitenstadt zu fördern und das Zusammenwachsen durch Begegnungen mit Menschen der Kernstadt zu intensivieren. Das Statteilfest wurde in den letzten Jahren teilweise zeitlich und auch räumlich erweitert, das Programm wurde unter Berücksichtigung der Wünsche der Standbetreiber und der Bevölkerung ebenfalls geändert und neu gestaltet.

  

Das Weinfest

Im August 1992 fand das 1. Weinfest auf dem Areal zwischen der Hugenottenhalle und dem Isenburg Zentrum statt, dem Rosenauplatz statt. Organisiert wurde das erste Weinfest von Dieter Staak/DS interMedia in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt. Gleich zu Beginn galt es, als „Vielfältigstes Weinfest Hessens" mit der Vorstellung von 15 Weinanbaugebiete aus ganz Europa. Es verlief so erfolgreich und wurde von den Bürgerinnen aus Neu-Isenburg und des Umlandes so gut angenommen, dass man entschied, es zu wiederholen.

 

Musikspektakel - Open Doors

Die Idee: Innenstadtbelebung und Neu-Isenburg über die Grenzen hinaus, bekannter zu machen. Weiterhin allen musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern, sowie den Besuchern aus dem Umland die Möglichkeit zu geben, die vorhandenen unterschiedlichen Musikstile kennenzulernen. Das Open Doors gehört zu den Veranstaltungen, die überregionale Bedeutung entwickelt haben. An dem Veranstaltungswochenende steht Neu-Isenburg im Mittelpunkt der Rhein-Main-Region. Erstmals wurde das Open Doors Festival am 8.5.1993 veranstaltet.