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08.11.2017

Wege aus der Wegwerfgesellschaft: Gib Dingen ein zweites Leben

Die DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR ist mit den Städten Dreieich und Neu-Isenburg Teil der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2017.

Vom 18. bis 26. November 2017 findet Europas größte Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung statt - die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Tausende öffentlicher Aktionen zeigen dann bereits zum achten Mal europaweit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf.

 

Der DLB beteiligt sich an der Aktion und organisiert in Zusammenarbeit mit den gemeinnützigen Fahrradwerkstätten der Städte Dreieich und Neu-Isenburg  in der Woche vom 18. bis 25. November eine Fahrradsammelaktion auf den Wertstoffhöfen.

 

Bürgerinnen und Bürger, die Ihren ausgedienten Fahrrädern ein zweites Leben schenken möchten, können diese vom 18. bis 25. November am Wertstoffhof in Dreieich (Roststädter Str. 15, Dreieich) oder am Wertstoffhof Neu-Isenburg (Offenbacher Str. 174, Neu-Isenburg) jeweils zu den Öffnungszeiten abgeben.

 

 „Wir unterstützen die Kampagne, um für einen nachhaltigen Umgang mit Produkten zu werben. Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Jeder einzelne kann etwas tun, darauf wollen wir mit unseren Aktionen aufmerksam machen.“, sagt Petra Klink, Vorstand DLB. Das diesjährige Motto lautet „Gib Dingen ein zweites Leben!“. Für Deutschland ist dies ein wichtiges Thema, denn auch hierzulande wandern zu viele Dinge in den Müll, die eigentlich dort noch gar nicht hingehören. Ob Handy  oder Waschmaschine, Spielzeug  oder  Kleidungsstück: Es lohnt  sich, nach Alternativen zum Wegwerfen zu suchen. Reparieren und Wiederverwenden heißt die Devise!

Seit vielen Jahren beteiligt sich der DLB am Internet Verschenk und Tauschmarkt, in dem kostenlos Inserate mit Gesuchen und Angeboten verschiedenster Gegenstände geschaltet werden können. Die Teilnahme an der europäischen Woche der Abfallvermeidung ist ein weiterer Baustein um die Wiederverwendung in den Fokus zu rücken.

 

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden die Fahrradwerkstätten mit einzubeziehen“ sagt Petra Klink. In Dreieich handelt es sich um ein Jugendprojekt – Seit Anfang 2016 betreibt die Kinder- und Jugendförderung Dreieich im JuZ Sprendlingen eine Fahrradwerkstatt. Immer freitags zwischen 17:00 und 20:00 Uhr können Jugendliche in dieser Werkstatt unter Anleitung der Pädagogen und Pädagoginnen des Jugendzentrums Fahrräder warten und reparieren. Das Angebot wird rege genutzt und oft bringen die Jugendlichen genug handwerkliches Geschick mit, um nicht nur eigenständig ihre Räder zu warten, sondern auch um andere Jugendliche bei Reparaturen zu unterstützen. So wird das Bewusstsein für Wiederverwendung und Reparatur gestärkt, und evtl. auch auf andere Bereiche angewandt. Weiterhin engagiert sich ein Team des Vereins Sprendlingen Nord seit langen Jahren in einer Fahrradwerkstatt, in der alte Fahrräder alleine oder gemeinsam mit dem Eigentümer instandgesetzt werden. Die reparierten Fahrräder werden bedürftigen Menschen insbesondere Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

 

In Neu-Isenburg richtete die Flüchtlingshilfe mit Unterstützung des ADFC Neu-Isenburg einen Raum in der Hugenottenallee 88 ein, in dem seitdem einmal pro Woche instandgesetzte Alträder an Flüchtlinge ausgegeben und defekte Fahrräder repariert werden. Seit diesem Zeitpunkt wurden in der Werkstatt ca. 270 Fahrräder hergerichtet und ausgegeben. Auch 2017 und 2018 werden in der Werkstatt Fahrräder repariert und ausgegeben. Die Öffnungszeiten sind im Rahmen des Repair Cafes (jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat, von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr). Beim Repair Cafe unterstützt die Werkstatt auch jedermann/frau bei Fahrradreparaturen. In den Sommermonaten März – Okt. Ist die Werkstatt zusätzlich jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, von 13:00 Uhr – 15:00 Uhr geöffnet.

 

Auf der Website www.wochederabfallvermeidung.de sind  alle Beiträge aus Deutschland in einer Aktionskarte zusammengefasst. Die Aktionswoche wird seit 2009 durch die Europäische Union gefördert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Aktivitäten für Deutschland. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bau mit Mitteln zur Unterstützung der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.