Alexander Prinz von Isenburg besuchte am Montag das „Haus zum Löwen“

Hoheitlicher Besuch im Stadtmuseum

Familiengeschichte und Stadtgeschichte gehen in Neu-Isenburg Hand in Hand, wurde doch Neu-Isenburg 1699 von einem Vorfahren des Prinzen gegründet. Graf Johann Philipp zu Ysenburg und Büdingen hatte ein Stück seines Landes hugenottischen Flüchtlingen als Siedlungsland zur Verfügung gestellt. Mit der Siedlungsgründung verbunden, waren viele Privilegien wie die Befreiung von Steuern u.v.a. Wie sich Neu-Isenburg in den darauffolgenden 300 Jahren entwickelte, davon konnte sich Alexander Prinz von Isenburg ein Bild machen. Bürgermeister Herbert Hunkel führte ihn durch eine wohlhabende Stadt und der Prinz war sich sicher: „Mein Vorfahr wäre sehr stolz auf Neu-Isenburg, würde er die Stadt heute besuchen“.

Anlass des Besuches ist der anstehende 300. Todestag von Graf Johann Philipp, der am 21. September mit einer großen Ausstellung und einem umfangreichen Begleitprogramm im Stadtmuseum begangen wird. Bürgermeister Herbert Hunkel lobt die herzlichen und freundschaftlichen Beziehungen zum Hause Isenburg in Birstein: „Wir freuen uns auf die Ausstellung und wir freuen wir uns, dass Erbprinz Alexander Prinz von Isenburg die Ausstellung eröffnet. Es ist schön, dass wir auch seine Eltern, Fürst Franz Alexander und Fürstin Christine von Isenburg, zu diesem Anlass in Neu-Isenburg begrüßen dürfen.“

Lebendige Geschichtsvermittlung ist das Ziel von Museumsleiter Christian Kunz. Die Vorlagen für Kostümführungen und Theaterprojekte bezieht er aus dem Konsistorienbuch. Hier notierten die Pfarrer von 1706 bis 1737 alle wichtigen Ereignisse in der jungen Gemeinde.

Dem Rundgang im Stadtmuseum schloss sich auch Kulturdezernent Theo Wershoven an. Er zeigte sich besonders begeistert von den vielen Geschichten, die der Prinz und Museumsleiter Christian Kunz zu erzählen hatten. Mit Blick auf die alten Kohlebügeleisen stellte Wershoven fest: „Gesundheitlich gefährlich und körperlich anstrengend, das hat sich glücklicherweise heute geändert.“ In der Wäscherei würde Christian Kunz gerne eine große Dampfmangel aufstellen, aber leider fehlt dazu der Platz. Dies konnte der Prinz unterstreichen: „Auch bei uns in Birstein steht eine alte holzbefeuerte Mangel. Ein Riesenmonster das zum Glätten der langen Tischdecken genutzt wurde. Wir hatten überlegt, die Mangel abzubauen, aber sie ist so schwer, dass sie stehen bleiben muss.“ Bürgermeister Herbert Hunkel und Alexander Prinz von Isenburg sehen viele Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit. „Ich habe da eine Idee…“ war häufig zu hören. Viele Projekte dürfen erwartet werden.