Rad-Direktverbindung Frankfurt-Darmstadt

Aktuelle Planung

Um die Attraktivität des Radverkehrs im Rhein-Main-Gebiet zu fördern, soll eine Rad-Direktverbindung von Frankfurt nach Darmstadt als Pilotprojekt realisiert werden. Ein Blick über die Grenzen nach Holland und den Niederlanden zeigt, dass diese breiten Fahrradschnellwege eine echte Alternative zum Auto, auch für Berufspendler, bieten.

Neu-Isenburg und sechs weitere Kommunen sowie die Regionalparkgesellschaft sind an diesem Projekt beteiligt. In einer Machbarkeitsstudie wurde der Streckenverlauf ermittelt. Bevorzugt wird eine siedlungsnahe Variante, die weniger Eingriffe in Natur und Landschaft erfordert. Diesem Votum schloss sich auch die Stadtverordnetenversammlung Neu-Isenburg an, zumal im Laufe der Umsetzung trotzdem noch Nachbesserungen möglich sind, die auch den Streckenverlauf vor Ort betreffen. Die Antragstellung erfolgt an Hessen Mobil über die Regionalpark Südwest GmbH, die mit dem Verfahren beauftragt wurde.

Der Neu-Isenburger Teilabschnitt verläuft im Wesentlichen aus Frankfurt kommend über die Kurt-Schumacher-Straße, quert die Carl-Ullrich-Straße mit Hilfe der vorhandenen Unterführung Fischer-Lucius und führt dann über Eisenbahn-, Sand- und Dornhofschneise nach Dreieich.

Bereits im Sommer 2018 soll mit dem ersten von insgesamt fünf Ausbauabschnitten begonnen werden (Egelsbach, Erzhausen, Darmstadt-Wixhausen). Die Teil-Route, die durch Neu-Isenburg führt, ist für den dritten Bauabschnitt vorgesehen.

Zuvor muss eine konkrete Planung und Kostenschätzung für diesen Abschnitt erstellt und als Gesamtkonzept den Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Im nächsten Schritt wird dann die Förderung beim Land Hessen beantragt und die Maßnahme kann umgesetzt werden.

 „Bis zum Jahr 2025 wollen wir den Anteil des Radverkehrs von derzeit 10 Prozent auf 20 bis 25 Prozent in Neu-Isenburg erhöhen. Eine Maßnahme ist dabei der Ausbau des Radverkehrsnetzes, als wichtige Verkehrsmaßnahme, um die Schadstoffthematik durch den individuellen Fahrzeugverkehr in Kommunen und das Erreichen von Klimaschutzzielen zu erreichen“, erläutern Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt die Ziele der Stadt Neu-Isenburg, die im Radverkehrskonzept der Stadt festgeschrieben sind.