Bebauung und Nachhaltigkeit

Um die ehrgeizigen Klima-Ziele erreichen zu können, spielen die Art der Bebauung, die Bereitstellung von Energie und die Umstellung der Energieerzeugung von fossilen auf erneuerbare Energien (z.B. Wärmenetz, Blockheizkraftwerk) sowie die Senkung des Energieverbrauchs oder die Einsparung von Energie und die Installation von Sonnenenergie-Anlagen eine wichtige Rolle, denn bei Neubauten und Sanierung von Bestandsgebäuden besteht ein erhebliches energetisches Einsparpotenzial. Auf Gebäude entfallen knapp 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland. Beim Bauen und Sanieren ist Folgendes zu beachten:

Neubauten

Seit dem 1. Mai 2014 gilt für Gebäude die [Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)]. Ab dem 1. Januar 2016 wurden die energetischen  Standards der EnEV 2014 für Neubauten, sowohl für Wohn- als auch für Nichtwohngebäude, noch einmal verschärft. Darüber hinaus muss bei Neu- und Umbauten sowie beim Sanieren neben der ENEV 2014 sehr häufig auch das [Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011)] berücksichtigt werden.

Die aktuell gültigen energetischen Anforderungen sind ein Zwischenschritt hin zum so genannten "Niedrigstenergiegebäude", das ab dem Jahr 2021 europaweit als Neubaustandard gelten soll. Diese Häuser benötigen nur noch sehr wenig Energie, die wiederum möglichst regenerativ erzeugt wird.

Weitere Energiestandards sind die so genannten "KfW-Energieeffizienzhäuser". Sie werden durch die Förderprogramme des Bundes definiert und über die KfW-Förderbank mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten unterstützt. Die dem Begriff KfW-Effizienzhaus angehängte Zahl gibt den Primärenergiebedarf des Gebäudes als prozentualen Anteil zu einem theoretischen Vergleichsgebäude aus der Energiesparverordnung an. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz und desto höher die KfW-Förderung. Im Neubau ist derzeit eine Förderung für die KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 40 oder 40 Plus möglich. Dabei entspricht das KfW-Effizienzhaus 55 in etwa einem sogenannten "Drei Liter-Haus"; das KfW-Effizienzhaus 40 ist vergleichbar mit einem Passivhaus.

Sanierung von Bestandsgebäuden

Bei der weitaus größeren Zahl bestehender Gebäude, die den bundesweiten Energiebedarf auf Jahrzehnte viel stärker bestimmen als Neubauten, finden sich  in den o. g. Verordnungen einige Austausch- und Nachrüstpflichten. Diese müssen grundsätzlich zu einem bestimmten Termin erfüllt werden. Andererseits bestehen so genannte "bedingte Anforderungen", die nur zu beachten sind, wenn das Gebäude ohnehin modernisiert wird.

Hinweis:  https://www.verbraucherzentrale.de/enev

Modernisierung, energetische Sanierung, Erneuerung Heizung, Pumpen
Broschüre: Energetische Gebäudesanierung und Werterhaltung in Neu-Isenburg
Faltblatt: Klimaschutz in Neu-Isenburg

www.kfw.de/
KfW Förderung - Fördermittel & Zuschüsse

Nachhaltige Stadtentwicklung

Die nachhaltige Stadtentwicklung, die neben den aktuellen Erfordernissen vor allem auch die Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigt, gewinnt immer mehr an Bedeutung und rückt für die kommunale Stadtplanung weiter in den Mittelpunkt.

Die hessische Stadtentwicklungspolitik zielt auf eine nachhaltige und integrierte Entwicklung der Städte und Gemeinden als Wohnstandorte mit besonderer Lebensqualität. Die bestehenden Strukturen – mit teilweise historischen Innenstädten und Ortskernen – sollen so entwickelt werden, dass ihr Charakter erhalten bleibt und sie neuen Anforderungen gerecht werden. Heute muss nachhaltige  Stadtentwicklung auch die Probleme des Klimawandels berücksichtigen und durch geeignete Maßnahmen wie z. B. abmildern.

Die Stadt Neu-Isenburg hat sich zur Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ beworben. Die Bewerbung umfasst das Entwicklungsgebiet „Vom Alten Ort“ zur „Neuen Welt“. Ziele des integrierten städtebaulichen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes sind, die Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung und die Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt zu fördern und auszubauen.

Der Fachbereich Stadtentwicklung und Bauberatung (FB 61) beschäftigt sich sowohl mit der öffentlichen und privaten Bautätgkeit als auch mit der Planung und Gestaltung des öffentlichen Raumes. Stadtplanerische Mittel sind dabei die Bauleitplanung, also das Aufstellen von Bebauungsplänen und Satzungen, die Beratung der Bürger, die Prüfung von Vorhaben im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens sowie die Planung des Straßen- und Radverkehrs.

Ansprechpartner

Frau Petra Gerland
Fachbereichsleiterin
Stadtentwicklung und Bauberatung

Hugenottenallee 53
63263 Neu-Isenburg
Telefon: 06102 - 241616
E-Mail: petra.gerland@stadt-neu-isenburg.de

Frau Monika Berelson
Stadt

Hugenottenallee 53
63263 Neu-Isenburg
Telefon: 06102 - 241-613
Fax: 06102 - 241-861
E-Mail: monika.berelson@stadt-neu-isenburg.de