Stadtklima und Klimawandel

Auch wenn es gelingen würde, die globale Erwärmung auf 1,5-2° zu begrenzen, wird ein lokaler Klimawandel, der sich auch bei uns auswirken wird, nicht zu verhindern sein. Deshalb müssen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel stärker zusammen betrachtet werden. Für 2017 wird das Thema Anpassung an den Klimawandel auch inhaltlicher Schwerpunkt des integrierten Klimaschutzkonzeptes sein. Im Rahmen dieses Prozesses werden die jeweils zu erwartenden regionalen Klimaveränderungen vorgestellt. So wird deutlich in welchen Bereichen kommunaler Handlungsbedarf besteht.

Das Stadtklima weist gegenüber den klimatischen Gegebenheiten des Umlandes einige Besonderheiten auf.. Hauptmerkmal ist eine höhere Durchschnittstemperatur, die in erster Linie aus der dichten Bebauung resultiert. Aber auch der hohe Versiegelungsgrad, ein geringerer Vegetationsbestand sowie eine höhere Zahl von Emissionsquellen spielen eine wichtige Rolle. Hitzeperioden führen zu einer besonderen Belastung und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bewohner. Aber auch die Vegetation ist betroffen; insbesondere Stadtbäume, die ohnehin meist wenig Wurzelraum und Zugang zu Wasser haben, leiden an Trockenstress. Für die Stadtbewohner ist es umso wichtiger, kühle Aufenthaltsorte in erreichbarer Nähe zu haben, z.B. Parks mit großem Baumbestand, schattige Arkaden, größere Wasserflächen oder ein nahegelegener Wald. Allgemein gilt: Viel Grün wirkt gegen Überhitzung und gilt als eine der wichtigsten Maßnahme zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.