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Bezeichnung:
Hilfsmittel für gesetzlich Unfallversicherte
Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Benötigen Sie aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit Hilfsmittel, übernimmt die Unfallversicherung die Kosten. Nur von den Unfallversicherungsträgern bevollmächtigte Ärztinnen und Ärzte, die sogenannten Durchgangsärztinnen und -ärzte, können Hilfsmittel verordnen. Ausnahme: Seh- und Hörhilfen. Hier sind die jeweiligen Fachärzte zuständig.

Hilfsmittel sind zum Beispiel:

  • Prothesen,
  • orthopädische Hilfsmittel inklusive Anpassung, wie Orthesen, Schienen, Bandagen und ähnliches.

Es werden auch die Kosten für Instandhaltung oder Ersatz getragen, ebenso für die Ausbildung im Gebrauch der Hilfsmittel.

Zuzahlungen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung dabei grundsätzlich nicht zu leisten. Es gelten jedoch für einige Hilfsmittel Festbeträge. Wird etwas Teureres verschrieben oder Sie selbst bevorzugen ein anderes Modell, müssen Sie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin auf die Übernahme der Mehrkosten hingewiesen werden.

Kann das Ziel der Heilbehandlung mit einem "Festbetragsmittel" nicht erreicht werden (ärztliche Begründung erforderlich) übernimmt der zuständige Unfallversicherungsträger die tatsächlichen Kosten.

Unfallversicherungsträger sind:

  • Gewerbliche Berufsgenossenschaften, nach Branchen gegliedert
  • Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Gemeinde-Unfallversicherungsverbände, Landesunfallkassen, Feuerwehr-Unfallkassen)
  • Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften

Teaser

Bei Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit übernimmt die Unfallversicherung statt der Krankenversicherung die Kosten für Hilfsmittel nach vorgegebenen Festbeträgen. Wird der Festbetrag überschritten, zahlen Sie die Mehrkosten. 

Verfahrensablauf

Ein Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen führt, muss der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse vom Unternehmen gemeldet werden.

Die Betroffenen müssen eine Durchgangsärztin/einen Durchgangsarzt aufsuchen. Diese sind besonders qualifiziert für die Behandlung von Unfallverletzten.

Zuständige Stelle

Die Zuständigkeit liegt bei den Unfallversicherungsträgern.

Voraussetzungen

  • Der zuständige Unfallversicherungsträger muss den gesundheitlichen Schaden als Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit anerkannt haben.
  • Das Hilfsmittel muss von einem Durchgangsarzt/einer Durchgangsärtzin verordnet worden sein.

Welche Gebühren fallen an?

Der Unfallversicherungsträger trägt die Kosten, allerdings nur bis zur Höhe eines gegebenenfalls festgesetzten Festbetrages. Wird ein teureres Arznei- oder Verbandmittel verordnet, muss der Arzt/die Ärztin Sie auf die Mehrkosten hinweisen. Diese müssen Sie selbst tragen.

Fachlich freigegeben durch

Niedersächsichses Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Fachlich freigegeben am

23.07.2020
Zuständig für:
Neu-Isenburg
Leistung:
Hilfsmittel für gesetzlich Unfallversicherte
Keine Treffer