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News zum Corona-Virus

luca-App im Kreis Offenbach gestartet

Pressemitteilung des Kreis Offenbach

Wie der Kreis Offenbach mitteilt, ist ein praktischer Baustein für die Öffnungsperspektiven von Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsstätten während der Corona-Pandemie umgesetzt worden: Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach ist seit dieser Woche an die luca-App angeschlossen. Die dafür notwendige digitale Schnittstelle wurde eingerichtet. Die Anwendung ermöglicht eine digitale Kontaktnachverfolgung und kann damit einen wichtigen Beitrag zur schnelleren Unterbrechung von Infektionsketten leisten. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: In Restaurants, Theatern und Konzerthäusern kann luca beispielsweise die bisherigen Papierlisten mit den zu erhebenden Daten der anwesenden Gäste ersetzen, in Geschäften und Baumärkten Kontakte erfassen oder Besucherinnen und Besucher bei privaten Treffen und Feiern einchecken lassen. Sowohl für Privatpersonen als auch Betriebe ist die Nutzung kostenlos.

„Die Einführung ist nicht nur eine wertvolle Ergänzung zur aktuellen Test- und Impfstrategie, sondern zugleich auch für die am stärksten unter den Corona-Auswirkungen leidenden Branchen ein wichtiges Signal“, sagte Landrat Oliver Quilling. „Aktuell ist zwar noch nicht absehbar, wann der herrschende Lockdown beendet werden kann, aber sichere und zugleich leicht umsetzbare Konzepte legen schon jetzt den Grundstein für die Zeit danach.“

Bürgerinnen und Bürger können die kostenlose App auf ihr Smartphone laden und sich in wenigen Schritten mit ihren Adress- und Kontaktdaten registrieren. luca erzeugt daraus anschließend persönliche QR-Codes, die zum Beispiel beim Betreten und Verlassen von Gaststätten oder Veranstaltungsorten gescannt werden. Für Betreiber beziehungsweise Organisatoren übernimmt die Anwendung damit die Dokumentationspflicht der Anwesenden. Das aufwendige Ausfüllen, Sammeln und Aufbewahren von Papierlisten entfällt. Die in den QR-Codes enthaltenen Daten können an dieser Stelle auch nicht ausgelesen werden. Im Gegenteil: Während des Scanvorgangs werden die Datensätze ein zweites Mal verschlüsselt, auf einem sicheren Server gespeichert und spätestens nach 30 Tagen wieder gelöscht. Sollte jedoch in der Zwischenzeit bei einem Gast eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt werden, kann er in der luca-App seine Besuchshistorie mit dem zuständigen Gesundheitsamt teilen. Nach Kontaktaufnahme mit und Freigabe durch die darin aufgeführten Betriebe und Veranstalter kann ausschließlich das Gesundheitsamt die Daten der zeitgleich vor Ort gewesenen Personen entschlüsseln und sie kontaktieren. Nach dem gleichen Prinzip können die Nutzerinnen und Nutzer mit luca auch private Treffen oder Feiern erstellen und Freunde und Verwandte ein- und auschecken lassen. 

Der Anbieter „culture4life“ hatte sich mit der luca-App Ende März in einem zentralen Vergabeverfahren mehrerer Bundesländer durchgesetzt. Hessen erwarb daraufhin zunächst Einjahres-Lizenzen für die Gesundheitsämter aller Landkreise und kreisfreien Städte. Das hessische Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei über zwei Millionen Euro. „Nun kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Gastronomiebetriebe, Veranstalter und Geschäfte bei luca registrieren, damit es effektiv genutzt werden kann“, sagte Oliver Quilling abschließend.

Die luca-App steht zum kostenlosen Download im Google-Playstore und im AppStore sowie als Web App zur Verfügung. Ausführliche Informationen gibt es auf der Homepage www.luca-app.de. Für Betriebe und Veranstalter, die luca näher kennenlernen und für sich nutzen wollen, bietet culture4life regelmäßig Webinare und Live-Demos an. Direkte Kontaktmöglichkeiten bestehen per E-Mail an marketing(at)luca-app.de.