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Programmkino anlässlich der 20. Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit

Das Cineplace wird im September als Programmkino öffnen und wertvolle Filmbeiträge präsentieren: Insgesamt acht Filme schaffen Zugänge zu komplexen Thematiken und schaffen Einblicke in die Betroffenenperspektiven. Angesprochen werden Themen, wie Krieg, Flucht, Migration, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung, die die Hintergründe und Einblicke in Lebensrealitäten von Betroffenen zeigen.

Damit wird im Rahmen der 20. Neu-Isenburger Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit ein bildungspolitisches und kulturelles Programm angeboten, das für ein respektvolles Miteinander sensibilisieren und zur Vermittlung zwischen den Menschen beitragen soll.  

Die Filmreihe wurde in Kooperation zwischen der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz und dem Integrationsbüro organisiert und wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Neu-Isenburg.

Der Eintritt zu allen Filmen ist frei. Bis auf den Film „Truus‘ Children“ werden alle Filme im Cineplace, Beethovenstraße 89a, gezeigt. Eine Anmeldung ist erforderlich über das Integrationsbüro unter integrationsbuero(at)stadt-neu-isenburg.de oder telefonisch 06102 241 -763. Wenn nicht anders angegeben ist die Anzahl der Plätze im Cineplace auf maximal 24 begrenzt. Die Plätze werden nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

Auftakt der Filmreihe ist der Film „Truus' Children – Ein Filmprojekt und ein Stück Zeitgeschichte des Heims des Jüdischen Frauenbunds in Neu-Isenburg“, am Dienstag, 31. August, um 19:00 Uhr (siehe dazu auch die Pressemitteilung 477 vom 18. August). Der Film wird unter der Schirmherrschaft von Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner, gemeinsam mit verschiedenen Mitgliedern des Magistrats der Stadt Neu-Isenburg und in Kooperation mit dem GHK – Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur e.V. Neu-Isenburg –, im Theo-Wershoven-Saal der Hugenottenhalle, Frankfurter Str. 152, gezeigt.

Die holländischen Filmemacherinnen Pamela Sturhoofd und Jessica van Tijn haben einen Film über Truus Wijsmuller realisiert, die zwischen 1938 und 1940 tausende jüdische Kinder rettete, indem sie von Holland aus Kindertransporte in sichere Länder organisierte. Die Suche der Dokumentarfilmerinnen nach Überlebenden der von Truus organisierten Kindertransporte hat sie auch nach Neu-Isenburg in das ehemalige Heim des Jüdischen Frauenbunds geführt. Daher soll dieser für die Stadtgeschichte wichtige Film, der bereits im November 2019 in Teilausschnitten gezeigt werden konnte, nun final und deutsch untertitelt öffentlich einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Projekt soll die Erinnerung an die Bewohner*innen des Heims Isenburg aufrechterhalten werden und das Bewusstsein für die Verantwortung, sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen, erzeugt werden. Der Abend endet mit einem anschließenden Gespräch mit den beiden Filmemacherinnen, Pamela Sturhoofd und Jessica van Tijn. Der Film kann dank der Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie Leben! gezeigt werden.

Weiter geht es am Mittwoch, 1. September, um 19:30 Uhr, mit „I am not your Negro“, von Raoul Peck. Der Dokumentarfilm gilt als ein Meisterwerk des jüngeren politischen Kinos, viele sprechen sogar von dem besten Dokumentarfilm, der 2016 produziert wurde. Er spannt den Bogen von der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 60er Jahre bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung der Jetztzeit. Der Film ist einerseits eine eindrückliche Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte und versteht es andererseits über eine kraftvolle visuelle Sprache die Aktualität von Themen wie institutionellem oder Alltagsrassismus herauszustellen (#Ferguson, #BlackLivesMatter).

Ein weiterer Höhepunkt der Reihe ist die Doppelfilmnacht am Freitag, 3. September, um 19:30 Uhr, mit anschließender Diskussion. Es werden die Dokumentarfilme „Ankommen“ und „Wir sind jetzt hier“ gezeigt. „Ankommen“ ist ein Neu-Isenburger Filmprojekt aus dem Jahr 2018. Der Film portraitiert mehrere Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und lässt sie von ihrem Ankommen in Neu-Isenburg erzählen. Das Pendant dazu ist der Film „Wir sind jetzt hier“, der ausschließlich männliche Protagonisten zu Wort kommen lässt, die von ihrem persönlichen Ankommen vor dem Hintergrund einer unfreiwilligen Migration (Flucht) berichten. Die Filmemacher*innen Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck lassen die sieben Männer, die allein aus Syrien oder Afghanistan, aus Somalia, Eritrea oder dem Irak nach Deutschland kamen, über ihre eigenen Erfahrungen berichten. Zum moderierten Austausch mit den Protagonist*innen und den Zuschauenden wurde Ahmed Abdikarim aus Hamburg eingeladen.

Brisant geht es weiter, wenn am darauffolgenden Freitag, 10.September, der Film „Kabul City in the Wind“, um 19:30 Uhr, gezeigt wird. In seinem Debütfilm komponiert Aboozar Amini sensibel beobachtete Situationen und ebenso ästhetische wie schmerzhafte Impressionen aus dem afghanischen Alltag zu einer filmischen Sinfonie. Vor den aktuellen, dramatischen Ereignissen in Afghanistan soll gemeinsam ein Weg aus der Sprachlosigkeit und Erschütterung gefunden werden.

In dem Spielfilm „Geh und lebe“, am Sonntag, 5. September, 19:30 Uhr, Dokumentarfilm: „Geh und Lebe“ erzählt von den „Privilegien der Migration“ und daraus resultierenden Identitäts-Konflikten. 1984 in einem Flüchtlingslager im Sudan: Eine katholisch getaufte Mutter gibt in ihrer Verzweiflung den neunjährigen Sohn als jüdisches Waisenkind aus, damit ihn eine Hilfsorganisation nach Israel bringt.

Der Dokumentarfilm „Der zweite Anschlag“, am Mittwoch, 8. September, um 19.30 Uhr, dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen: Osman Tasköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Er erlebte die Stigmatisierung und die Attacken aus Politik und Medien als zweiten Anschlag auf seine Familie. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte und Mai Phuong Kollath wohnte selbst in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde.

In dem Dokumentarfilm: „Für Sama“, der am Mittwoch, 15. September, 19:30 Uhr, gezeigt wird, zeigt die Syrerin Waad al-Kateab in einem radikal persönlichen Film das tägliche Grauen im belagerten Aleppo. Sie beweist, was ein Dokumentarfilm leisten kann. Auch in diesem Film wird die Betroffenenperspektive gezeigt. Eine junge Mutter, ein Neugeborenes und der Lebensalltag in Aleppo.

Die Filmreihe endet am Montag, 20. September, 10:30 Uhr, mit dem berührenden Dokumentarfilm „Nicht ohne uns!“, der den Schulweg von 16 Kindern weltweit portraitiert. Es ist ein berührender Film über die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe. 16 Kinder, 15 Länder, 5 Kontinente, 1 Stimme. So unterschiedlich ihr Lebensumfeld, so unterschiedlich ihre Persönlichkeiten auch sind, so sehr ähneln sich ihre Ängste, Hoffnungen und Träume und die eindrückliche Mahnung unsere (Um-)Welt zu erhalten. Es werden 15 Plätze nach Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

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