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Exkursion zur Stadtbahn nach Karlsruhe –

„Nicht der Fahrgast steigt um, sondern die Bahn kommt zu den Menschen“

Auf Einladung von Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH, fuhren am Dienstag, 26. Juni, rund 30 Bürgerinnen und Bürger nach Karlsruhe, um sich vor Ort einen Eindruck von einem 2-System Stadtbahnnetz zu verschaffen.   Karlsruhe ist für viele Stadtplaner Vorzeigestadt für nachhaltige Mobilität. Bereits in den 1980er und 90er Jahren wurde hier die Idee geboren, das gut ausgebaute innerstädtische Straßenbahnnetz mit den vorhandenen  Eisenbahnstrecken in der Region zu verbinden. „Nicht der Fahrgast steigt um, sondern die Bahn kommt zu den Menschen“, wie es Ascan Egerer, der technische Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) formulierte, der die Isenburger Gruppe den ganzen Tag begleitete. Heute wird durch dieses Stadtbahnnetz die gesamte Region Mittlerer Oberrhein erfolgreich erschlossen und Verbindungen in die Nachbarregionen geschaffen. Die Fahrgastzahlen haben auf ausgewählten Streckenabschnitten die Prognosen um das zehnfache übertroffen. Deswegen wäre ein Bussystem in Karlsruhe auch nicht denkbar. Mittlerweile beträgt das gesamte Streckennetz 730 Kilometer. Auf den Strecken wurden zusätzliche Haltestellen geschaffen. Dies war ohne großen finanziellen Aufwand möglich, da sich die Fahrkartenautomaten in den Stadtbahnen befinden. Seit 2013 fahren in Karlsruhe 30 Stadtbahnen. Die Einstiegsbereiche sind mittelflurig ausgelegt, sodass Personen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, bequem ein- und aussteigen können. Die Haltestellen werden weiter barrierefrei ausgebaut. Der Einstiegsbereich wird multifunktional ausgelegt, so dass mehr Platz für Kinder, Rollstühle oder Fahrräder vorhanden sein wird.

178 Millionen Menschen nutzen den ÖPNV im Netz der Karlsruher Bahnen. Bis zu 50.000 Fahrgäste werden in der Stunde befördert, PKW schaffen auf der gleichen Fläche und in der gleichen Zeit nur eine Kapazität von 2.000 Menschen – und dies bei deutlich höheren Lärm- und Treibhausemissionen.

Was die Besucher aus Neu-Isenburg besonders interessierte, war natürlich die Lärmbelastung. Gleich am Anfang stand deshalb auch die Lauschprobe an der Durlacher Allee auf dem Programm. Viele Teilnehmer stellten fest, dass der Lärm von den vorbeifahrenden Autos deutlich stärker zu hören war, als die Bahnen, die vorbeifuhren, die Niederflurbahnen aber auch die 2-System Fahrzeuge, wie sie auch bei der RTW zum Einsatz kommen werden.

Weiter ginge es in einem klimatisierten 2-System-Fahrzeug zum Betriebshof der BhW in der Wikinger Straße. Gefahren wurde über Rasengleise oder auf Schottergleisen, vorbei an grünen Alleen, breiten Fuß- und Fahrradwegen. Großes Staunen gab es, als der freundliche Mitarbeiter der AVG erklärte, dass sogar eine Toilette in der Bahn sei.

Im Betriebshof wurde unter der fachkundigen Führung eines Betriebsleiters von den Isenburgern insbesondere die Technik inspiziert, denn die Karlsruher 2-System Fahrzeuge sind deshalb so laufruhig, weil hier die konventionellen Drehgestelle eine Luftfeder bieten und somit für eine besondere Laufruhe innen und außen sorgen. Die Bahnen werden regelmäßig gewartet und ausgetauscht. Die Beschleunigungs- und Bremsleistungen orientieren sich an den strengen Verordnungen über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen. Die Zweisystemtechnik ermöglicht einen vom Fahrgast unbemerkten Übergang von den Spannungsversorgungssystemen von 15 kV für die Eisenbahnstrecken  zu 750 V für Straßenbahnstrecken. 

Nach einer kurzen Stärkung wurde von  Ascan Egerer, dem technischen Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG das Stadtbahn-System in Karlsruhe und das Fahrzeugkonzept in einem Vortrag erläutert und Thorsten Erlenkötter, Gesamtprojektleiter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe stellte das VDV Tram Train Kooperationsprojekt vor, dass ein Kooperationsprojekt verschiedener Verkehrsbetriebe ist, zu denen auch die Regionaltangente West gehört, um durch höhere Stückzahlen in der Beschaffung die Kosten für die 2-Systemfahrzeuge zu senken.

Zum Abschluss wurden auch die Fragen der Isenburger beantwortet. Beispielsweise ob der ÖPNV in Karlsruhe statt mit Bahnen auch mit Bussen machbar wäre? Hier antwortete Egerer mit einem deutlichen Nein. Oder wie die Akzeptanz der Bewohner für neue Strecken gewesen sei? Wie sich der Bahnlärm im Vergleich zu Straßenlärm verhält? Die Verantwortlichen des KVB haben sich bereit erklärt, zu einer Infoveranstaltung im Rahmen der Planungswerkstatt auch nach Neu-Isenburg zu kommen.