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Einsatzaufkommen auf konstant hohem Niveau

Freiwillige Feuerwehren in Neu-Isenburg legen Jahresbericht 2018 vor

Die Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehren Neu-Isenburg und Zeppelinheim sind in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen und haben im Jahr 2018 mit 628 Einsätzen einen neuen Spitzenwert erreicht.  Genau 292 Mal rückten die Neu-Isenburger Feuerwehrleute im vergangenen Jahr zur Brandbekämpfung aus, 336 Mal waren technische Hilfeleistungen gefragt. Der Jahresbericht 2018 liegt jetzt der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnisnahme vor.

Neu-Isenburg wächst – das gilt sowohl für die Zahl der Einwohner als auch für die Arbeitsplätze. Damit steigt auch die Anzahl der zu schützenden Menschen. Berechnet man den sogenannten Einpendlerüberhang, also die Differenz der Menschen, die nicht in Neu-Isenburg wohnen aber hier arbeiten zu denen, die in der Hugenottenstadt wohnen aber außerhalb arbeiten, ergibt sich ein positiver Saldo von knapp 16.000. Hinzu kommen etwa 10.000 Besucher des Isenburg Zentrums, die von außerhalb kommen. Addiert man diese Zahl zur Einwohnerzahl (39.167) ist die Freiwillige Feuerwehr statistisch tagsüber für den Schutz von über 65.000 Menschen verantwortlich. Im Vergleich waren es 2006 noch rund 43.220 Personen, die sich tagsüber in Neu-Isenburg aufhielten. Mit der Entwicklung des Baugebietes Birkengewann, des Stadtquartier Süd und des Gebietes am Kalbskopf wird die Einwohnerzahl genauso wie die Zahl der Arbeitsplätze weiter wachsen. Eine Herausforderung, der sich die Feuerwehr frühzeitig und gerne stellt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Feuerwehren ist in Neu-Isenburg der Personalbestand weitestgehend stabil, aktuell gibt es keine Nachwuchsprobleme. „In Neu-Isenburg ist es, die große Zahl sehr erfahrener Feuerwehrleute, die personelle Kontinuität und die hohe technische Ausstattung, die die Qualität unserer Feuerwehren sichert,“  so Bürgermeister Herbert Hunkel, „diese gute technische und räumliche Ausstattung der Feuerwehr weckt und fördert das Interesse an der Feuerwehr und wirkt sich motivierend auf die Einsatzkräfte aus, so dass diese auch dauerhaft bleiben.“ „Zudem regt eine moderne und zeitgemäß aufgestellte Feuerwehr auch das Interesse junger Menschen an“, ergänzt Stefan Werner, Stadtbrandinspektor.

Dennoch stellt sich die Feuerwehr mit ihrem 2018 neu erstellten Bedarfs- und Entwicklungsplan auf steigende Zahlen bei Einwohnern und Arbeitsplätzen ein. „Insbesondere tagsüber können die gesetzlichen Hilfsfristen mit den bisher 9,5 hauptamtlichen Stellen und den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, die erst von ihren örtlichen Arbeitsplätzen anrücken müssen oder zum Teil außerhalb von Neu-Isenburg arbeiten und tagsüber gar nicht verfügbar sind, nicht ausreichend eingehalten werden. Die Stadt hat gleich reagiert und im Stellenplan 2019 fünf weitere Stellen für hauptamtliche Kräfte zur Verfügung gestellt. So kann eine hauptamtliche besetzte Staffel im Ernstfall unverzüglich ausrücken“, erklärt der Feuerwehrchef weiter.

Einige außergewöhnliche Einsätze in Neu-Isenburg und auf den angrenzenden Autobahnen galt es auch 2018 bewältigen. Gleich zu Beginn des Jahres, am 05. Januar, konnte eine Frau nach einem wohl schon länger schwelenden Wohnungsbrand in der Hugenottenallee leider nur noch tot geborgen werden. Eine stark säurehaltige Flüssigkeit, die in einem privaten Kellerabteil in einem Hochhaus aus einem beschädigten Gefäß ausgetreten war, hielt die Neu-Isenburger Feuerwehrleute für einige Stunden auf Trab. Es galt die Flüssigkeit mit Bindemittel aufzunehmen, fachgerecht zu entsorgen und den Keller zu lüften. Spektakulär war der Böschungsbrand an der A 3, der sich im Hitzesommer 2018 auf einer Länge von etwa einem Kilometer ausgebreitet hatte und dessen Bekämpfung außer den Wehren aus Neu-Isenburg und Zeppelinheim noch die Unterstützung drei weiterer Feuerwehren forderte. Glück im Unglück hatten die Insassen mehrerer Autos, die an einem Stauende von einem LKW aufeinander geschoben und regelrecht gestapelt wurden. Bis auf einen PKW-Insassen, der von der Feuerwehr mit der Hydraulikschere aus seinem Wagen befreit wurde, konnten sich alle weitgehend unverletzt selbst aus ihren Fahrzeugen retten.

Bürgermeister Herbert Hunkel: „Nicht nur diese besonderen Einsätze zeigen die große Leistungsfähigkeit der Neu-Isenburger Feuerwehren vor der ich großen Respekt habe. Die hohe Zahl der Einsätze fordert ein großes Engagement und die Bereitschaft viel Zeit aufzubringen, um anderen Menschen in Notlagen zu helfen. Dazu kommen auch noch die Zeiten, die für Ausbildung, Materialpflege und Brandsicherheitsdienste aufgebracht werden müssen, eben damit der hohe Standard bei den Hilfeleistungen stets gewährleistet werden kann. Wir sind froh, dass wir in Neu-Isenburg so starke Wehren mit so großartigen Helferinnen und Helfer haben, die jedem von uns ein gutes Stück Sicherheit garantieren. Dafür bedanke ich mich bei allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Neu-Isenburg und Zeppelinheim.“

Insgesamt hatte die Feuerwehr Neu-Isenburg 2018 149 aktive Mitglieder (116 Kernstadt, 33 in Zeppelinheim), darunter 10 Hauptberufliche. Damit ist die Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte nicht nur konstant, sondern sogar gestiegen. Mit der Jugendfeuerwehr für Kinder ab dem 10. Lebensjahr mit 26 Mitglieder (21 in Neu-Isenburg und 5 in Zeppelinheim) und der Kinderfeuerwehr die „Löschdrachen“ in Zeppelinheim, die Kinder ab dem 6. Lebensjahr aufnehmen, zur Zeit sind dort 18 Kinder, sichert sich die Feuerwehr ihren Nachwuchs.