Leben
Kultur & Freizeit
Wirtschaft
Bürgerservice
Navigation
Leben und Wohnen
Online Anmeldeverfahren Kinderbetreuung Kinder & Jugend Schulen Senioren Integration Gesundheit Kirchen und Religionsgemeinschaften Klima und Energie Umwelt und Natur Stadt und Geschichte Bauen und Verkehr Verschenkbörse Ehrenamt
Navigation
Kultur und Freizeit
Kultur Veranstaltungskalender Hugenottenhalle Bürgerhaus Zeppelinheim Museen Kunst Stadtbibliothek Sehenswürdigkeiten Sport Vereine Gastronomie Hotels Shopping
Navigation
Bürgerservice
Stellenangebote Rathauspresse Adressen von A-Z Dienstleistungen von A-Z Verwaltung im Rathaus Online-Service Karriere und Ausbildung Bürgeramt Wahlen
Navigation
Bürgerservice
Europawahl 2019 Nächste Wahltermine Wahllokale WEB-APP Wahlen Ehrenamt in einem Wahlvorstand Wahlergebnisse aus Neu-Isenburg (Historie)
Navigation
Bürgerservice
Wahlergebnisse Europawahlen Wahlergebnisse Bundestagswahlen Wahlergebnisse Landtagswahlen Wahlergebnisse Kommunalwahlen Wahlergebnisse Bürgermeister/in Wahlergebnisse Ausländerbeirat
Kontakt
Standesamt Kommunalpolitik Haushalt Stadtwerke DLB GeWoBau Abfallkalender Postfinder Feuerwehr Flüchtlingshilfe Intranet Anmeldung

Stadt Neu-Isenburg baut Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Kwadaso/Ghana auf

Ausstellung über das Projekt ab 21. Februar im Rathaus

Abbildung 1 Traditional Leader and Municipal Chief Executive mit Josef Weidner und Dirk Wölfing

Abbildung 2 Das Projektteam

Seit Mai 2019 baut die Stadt Neu-Isenburg eine Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Kwadaso/Ghana auf. Mit einer Ausstellung soll vom Freitag, 21. Februar bis zum Donnerstag, 5. März, im Rathaus Neu-Isenburg über das Projekt informiert werden.  

Offiziell eröffnet Bürgermeister Herbert Hunkel die Ausstellung am Donnerstag, 27. Februar, um 9 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses, in Anwesenheit der Delegation aus Ghana. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. 

Über das Projekt Klimapartnerschaft

Die ungleichzeitige Entwicklung des Globalen Südens und des Globalen Nordens ist eine fundamentale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Entwicklungshilfe hat in der Vergangenheit viele Ansätze verfolgt. Eine große Zahl dieser Ansätze war – gerade in Afrika – nicht sehr nachhaltig erfolgreich. Isolierte Transfers von Geld und/oder Technik in grundsätzlich andere gesellschaftliche Strukturen beherbergten eine hohe Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Nachhaltige Verbesserungen der Lebensverhältnisse müssen die Strukturen der Gesellschaften, also die Art des Wirtschaftens und die unterschiedlichen Kulturen in beiden Teilen des Globus berücksichtigen. Das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Kulturen ist deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklungshilfe und eine geeignete Form, der ungleichzeitigen Entwicklung von Globalem Süden und Norden entgegenzuwirken. Das Entwicklungsministerium hat schon vor einigen Jahren aus dieser Tatsache die Schlussfolgerung gezogen, dass Entwicklungsarbeit von dem gegenseitigen Verständnis der Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Hälften des Globus begleitet werden muss. In der Folge hat das Ministerium Programme zur Entwicklung von kommunalen Partnerschaften entwickelt. Eines dieser Programme ist die Entwicklung von „Klimapartnerschaften“. Im Rahmen von kommunalen Partnerschaften sollen gemeinsame Projekte zum Thema Klimaschutz in beiden Gemeinden durchgeführt werden. Die Projekte werden weitgehend vom Entwicklungsministerium finanziert. Der Deutsche Städtetag unterstützt das Programm aktiv.

Die Entwicklung des Handlungskonzeptes dauert zwei Jahre und wird durch die Einrichtungen des Entwicklungsministeriums „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ sowie „Engagement Global“ finanziell und mit Wissen und Erfahrung unterstützt. In den zwei Jahren werden Begegnungen der Partnergemeinden und gemeinsame Treffen der Kommunen im Globalen Süden und Globalen Norden sowie internationale Treffen durchgeführt. Ziel dieser Treffen ist die Erarbeitung von gemeinsamen Klimaprojekten in beiden Partnerkommunen. Im Rahmen der gemeinsamen Durchführung von Klimaschutzprojekten soll das gegenseitige Verständnis aufgebaut werden. Am Ende des Jahres werden Anträge zur Finanzierung von konkreten Klimaprojekten gestellt.

Über das Projekt Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Kwadaso/Ghana

Neu-Isenburg stellt sich bewusst in die Tradition der Hugenotten, engagiert sich für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten und lebt Weltoffenheit und Partnerschaft. Das Programm „Klimapartnerschaften“ ist eine gute Möglichkeit, diese Ziele weiter zu vertiefen. Durch Neu-Isenburger Bürger ist ein Kontakt zu einer Kommune im Distrikt Kwadaso in Ghana entstanden. Ein Deutsch-Ghanaischer Freundeskreis hat dort ein

Schulprojekt durchgeführt. Ghana ist ein für die Entwicklung von kommunalen Partnerschaften empfohlenes Land, weil es dort keine gewalttätigen Auseinandersetzungen gibt und die Strukturen des Staates die erforderliche Stabilität aufweisen.

Im Mai 2019 startete das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung in Münster. Als Partnerkommune wurde die „Kwadaso Municipality“, eine Nachbarkommune von Kumasi, der Hauptstadt des Ashanti-Landes in Ghana ausgewählt. Die Delegationen aus Kwadaso und Neu-Isenburg haben sich auf der Auftaktveranstaltung zum ersten Mal getroffen. Anschließend hat die Delegation aus Kwadaso Neu-Isenburg besucht. An der Delegation hat auch der Bürgermeister von Kwadaso (Richmond Agyenim Boateng) und ein Vertreter der „traditionellen Führung“ (Nana Bobee) teilgenommen. In Neu-Isenburg wurden die Dienstleistungsbetriebe, die Wasserwerke, die von den Stadtwerken betriebene Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude des Friedhofs und der Weltladen besucht. Diese Veranstaltungen dienten dem Ziel, sich kennenzulernen. Vom 29. September bis 6. Oktober fand der Rückbesuch in Kwadaso statt. Die Delegation aus Neu-Isenburg unter Leitung von Stadtrat Dirk Wölfing besuchte die „Kwadaso Municipality“. Ziel dieses Besuchs war, gemeinsame Projektideen zu entwickeln. Das Besuchsprogramm war dementsprechend aufbereitet. Die Delegation wurde herzlich von dem traditionellen Führer (dem Nana) und dem Bürgermeister und den Stadtverordneten der Gemeinde Kwadaso empfangen. Das Besuchsprogramm umfasste: Das Forschungsinstitut über Bodenbeschaffenheit und Landwirtschaft, verschiedene Schulen, eine Mülldeponie, eine Müllverarbeitungseinrichtung, frisch aufgeforstete Gebiete und Wasserwerke. Am Freitag wurde zum Abschluss ein Workshop durchgeführt. In dem Workshop wurden die Projektideen definiert, die im Jahr 2020 ausgearbeitet werden sollen.

Weiteres Vorgehen

Das Handlungsprogramm soll im Frühjahr 2021 fertiggestellt sein. Vom 23. Februar bis zum 1. März 2020 ist ein weiterer Besuch der Delegation aus Kwadaso geplant. Erwartet werden Stephen Lurimuah (Verwaltungsbeamter), Karikari Osei Wusu (Bürger – Lehrer) und Kantanka Sarfo Agyapong (Stadtverordnetenvorsteher). Die Delegation aus Neu-Isenburg wird ein weiteres Mal im Herbst 2020 nach Kwadaso reisen. Die Kosten aller Reisen werden vom Entwicklungsministerium getragen.