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Stadt pflanzt Wildobstallee entlang des Triebweges

5.000 Euro aus der Umweltlotterie Hessen GENAU unterstützen Umsetzung des Projekts

Kurz nach dem Start der hessischen Umweltlotterie GENAU im Jahr 2016 hatte die Stadt Neu-Isenburg ein Projekt unter dem Arbeitstitel „Wildobstallee für Mensch und Tier“ eingereicht. Im April dieses Jahres war es dann soweit. Tatsächlich hatten Spieler der Umweltlotterie die Maßnahme als ihr Gewinnerprojekt ausgewählt und der Stadt wurden nach der freudigen Botschaft durch den Umweltprojektrat der Lotterie 5.000 Euro aufs Konto überwiesen. Nachdem jetzt eine geeignete Firma gefunden und mit den Arbeiten beauftragt wurde, soll es nun möglichst bald mit den Pflanzungen losgehen.

Jetzt im Herbst ist die beste Pflanzzeit, denn der Boden ist feucht genug und die Wurzeln haben Zeit, sich langsam zu entwickeln, ohne gleich Laub oder Blüten mitversorgen zu müssen. Die Pflanzung erfolgt einreihig zwischen Schindkautenweg und Reitsportverein auf dem breiten öffentlichen Grünstreifen, der den Triebweg auf der Nordseite begleitet.

Zufahrten zu einzelnen Grundstücken werden bei der Pflanzung natürlich berücksichtigt. Das Parken von KFZ auf dem unbefestigten Grünstreifen war jedoch schon vorher nicht zulässig und sollte nach der Pflanzung erst recht nicht mehr stattfinden.

Insgesamt sind zwanzig Gehölze aus dreizehn Arten vorgesehen, davon auch einige Großsträucher wie Holunder oder Haselnuss, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

Holzapfel        - Malus sylvestris                              

Wildbirne         - Pyrus pyraster

Vogelkirsche   - Prunus avium

Steinweichsel - Prunus mahaleb

Walnuss          - Juglans regia

Speierling        - Sorbus domestica

Eberesche      - Sorbus aucuparia

Kornelkirsche - Cornus mas

Mispel             - Mespilus germanica

Wildpflaume Zibarte   - Prunus domestica prisca

Haselnuss       - Corylus avellana

Schwarzer Holunder   - Sambucus nigra

Schwarze Maulbeere - Morus nigra

Die Pflanzgruben werden mit Material gefüllt, das für einen guten Start der Pflanzen sorgen soll. Alle Bäume werden mit Pfählen und einem direkten Stammschutz geschützt. Die dreijährige Anwuchspflege wird von der Firma übernommen. Danach haben sich die Gehölze hoffentlich erfolgreich etabliert und überstehen die klimatischen Anforderungen.

Das Wildobst benötigt keinen klassischen Obstbaumschnitt, wie es bei Kultursorten üblich und notwendig ist, um einen hohen Ertrag zu erzielen. Das ist auch nicht das Ziel der Pflanzung. Vielmehr geht es in erster Linie darum, Vögeln, Insekten und Kleinsäugern einen reich gedeckten Tisch zu bieten. Gleichzeitig erleben Spaziergänger hier künftig auf kurzer Strecke eine Vielzahl an heimischen Wildfrüchten, die auch gesammelt werden dürfen. Zwar sind Wildfrüchte in der Regel klein und herb im Geschmack, doch lassen sich daraus durchaus Marmeladen, Mus oder Chutneys kochen. Auch der ein oder andere „Uffgesetzte“ mit Wildfrüchten wie Kornelkirsche, Zibarte oder Vogelkirsche ist nicht zu verachten. Nur sollte man beim Pflücken vorsichtig sein, um die Gehölze nicht zu beschädigen. Bis es so weit ist, wird es aber noch einige Jahre dauern, denn für einen guten Fruchtbesatz müssen sich die Bäume und Sträucher erst noch etablieren und ordentlich wachsen.

Bürgermeister Hunkel freut sich: „Mit der Wildobstallee leisten wir als Kommune, die in diesem Jahr auch dem Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ beigetreten ist, einen kleinen Beitrag zur Förderung unserer Vogel- und Insektenwelt und steigern den Erlebniswert der Ostgemarkung für Erholungssuchende.“

Vielleicht regt das Beispiel der „Wildobstallee“ auch den ein oder anderen dazu an, im eigenen Garten mehr auf die Schönheit und den Nutzwert heimischer Wildgehölze zu setzen statt auf Thuja, Kirschlorbeer & Co. Das wäre dann ein weiterer Pluspunkt für die Neu-Isenburger Natur.