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Kampagne Städte gegen die Todesstrafe – Aktionstag am 30. November

Am 30. November 2020 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der XIX. Internationale Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe” statt im Einsatz für eine universale Abschaffung der Todesstrafe.

Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für die Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. Seit der Kampagnengründung 2002 unterstützen 2309 Städte die Aktion, davon fast 300 in Deutschland. Seit 2010, auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, gehört auch die Stadt Neu-Isenburg dazu. 

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten, unterstützen viele im persönlichen Einsatz und sind weltweit im Einsatz für eine Humanisierung der Haftbedingungen in Gefängnissen insbesondere in Afrika.

Weitere Informationen über Claudia Lack, Beauftragte zur Förderung des Ehrenamtes, Hugenottenallee 53, Zimmer B 1.04, 63263 Neu-Isenburg, Telefon: 06102-241-456, E-mail: claudia.lack(at)stadt-neu-isenburg.de oder unter www.santegidio.org bzw. http://nodeathpenalty.santegidio.org/en .

Aktuelles:

Im Dezember 2020 wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal über eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe hoffentlich mit noch größerer Mehrheit als zuletzt abstimmen (2018 stimmten schon 123 Länder für ein Hinrichtungsmoratorium, so viele wie nie zuvor).

Vieles hat sich in den vergangenen Jahren zum Positiven verändert. Mittlerweile ist die Zahl der Länder auf 142 gestiegen, die die Todesstrafe per Gesetz abgeschafft haben oder in der Praxis nicht mehr anwenden. Europa ist in dieser Zeit zum ersten Kontinent der Erde ohne Todesstrafe geworden (mit Ausnahme von Weißrussland). Diese Tendenz hin zur Abschaffung setzt sich vor allem auch in Afrika fort, wo immer mehr Länder diese Strafe abschaffen. Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik hat angekündigt, den Weg der Abschaffung in seinem Land einzuschlagen. Im September hat Kasachstan das „Zweite Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ unterzeichnet und ist damit die Verpflichtung eingegangen, die Todesstrafe abzuschaffen. In den USA haben auch die Bundesstaaten Kalifornien und New Hampshire die Todesstrafe abgeschafft; somit ist die Zahl der Bundesstaaten ohne Todesstrafe auf 21 gestiegen.

In den vergangenen Monaten zeigt sich zudem trotz der Pandemie in überraschender Weise ein vermehrtes Interesse der Zivilgesellschaft für die Abschaffung der Todesstrafe: zahlreiche Personen haben sich bei Sant’Egidio gemeldet, um eine Brieffreundschaft mit einem Todeskandidaten zu beginnen. Tausende Bürger weltweit haben sich für den Lebensschutz einiger Verurteilter eingesetzt und Appelle zur Aussetzung der Hinrichtungen unterschrieben.

Leider bleiben aber besorgniserregende Nachrichten nicht aus. Insbesondere aus den Krisengebieten des Nahen Ostens sind im Zusammenhang mit dem Terrorismus steigende Vollstreckungszahlen zu registrieren. In den USA wurden auf Bundesebene erstmals seit 2003 wieder Menschen hingerichtet. Auch in europäischen Ländern werden wiederholt Stimmen laut, die eine Wiedereinführung der Todesstrafe gerade angesichts von Terrorakten fordern. Daher bleibt die Bedeutung dieses globalen Einsatzes für eine Kultur des Lebens bestehen und dringend erforderlich.