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Stadt Neu-Isenburg unterstützt den Kinderschutzbundes Westkreis Offenbach mit rund 35.000 Euro jährlich

Die Stadt Neu-Isenburg unterstützt finanziell die Arbeit des Kinderschutzbundes im Westkreis Offenbach. Im Haushalt 2020 stehen 35.000 Euro zur Verfügung. 

Mit der Corona-Krise schloss die Geschäftsstelle in Langen und die Beratungsstellen für den Publikumsverkehr; die Betreuten Umgänge wurden zunächst ausgesetzt. Dem Verein ist es gelungen, mit Anstrengung und Engagement durch diese schweren Wochen zu gehen. Arbeitsprozesse wurden per Videokonferenz erledigt, Beratungen wurden telefonisch, per Mail oder per Video weiterhin angeboten und es fanden sogar teilweise Betreute Umgänge per Video statt.

In 2019 nahmen 457 Rat suchende Familien, Kinder und Jugendliche, sowie Paare und Einzelpersonen die Hilfe und fachliche Unterstützung in Anspruch. 768 Kinder und Jugendliche wurden beraten. Davon waren 154 Kinder und Jugendliche direkt am Beratungsprozess beteiligt. Dabei ist besonders die Beteiligung von Kinder zwischen 4 und 10 Jahren gestiegen. 48 Kinder und Jugendliche erhielten eine therapeutische Einzelsitzung. Diese sind meist eine Ergänzung zur Familienberatung. Bei Jugendlichen ist, abhängig von der Thematik, eine parallele Familienberatung nicht immer notwendig.

Ein weiterer Aufgabenbereich neben der Familienberatung ist die fachliche Unterstützung von Fachkräften anderer Institutionen wie Kindertagesstätten, Schulen und anderen pädagogischen Bereichen. Typische Themenbereiche des pädagogischen Alltags wie z.B. Prävention oder Umgang mit Medien werden von den Fachkräften individuell auf das jeweilige Arbeitsfeld zugeschnitten. Desgleichen unterstützt der Verein Fachkräfte in den Veranstaltungen zum Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oder kindliche Sexualentwicklung in der Erarbeitung von Standards und Handlungsleitlinien.

Alle Mitarbeiter sind als Kinderschutzfachkraft (gemäß § 8a SGB VIII) ausgebildet und zertifiziert und können von Institutionen als „erfahrene Fachkraft“ angefragt werden. Neben der direkten Arbeit mit einzelnen Familien in der Beratung, erreicht der Verein so über Elternabende, Fachveranstaltungen, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit mehr als 400 Interessierte und Ratsuchende. Im Berichtsjahr haben wieder 16 thematische Elternabende, 3 „Sprungbretter“ und 3 einrichtungsbezogene Fachtage, stattgefunden.

Zusätzlich waren Sie am kreisweiten Präventionsprojekt „Trau dich“ beteiligt und begleiteten in Kooperation mit Pro Familia den Elternabend und die Lehrerschulung. An Schüler und Schülerinnen direkt gerichtet war die jährliche Teilnahme beim Markt der Möglichkeiten in der Max-Eyth-Schule in Dreieich. Zu erwähnen sind noch einige Projekte und Aktionen: - Die Schrei- und Schlafsprechstunde hat sich zu einer festen Institution in Neu-Isenburg entwickelt. Jede Woche kommen zwischen drei und fünf Familien. Die meisten Familien kommen mit Schlafproblemen. Klare Situationen, klare Ansagen und Konsequenz helfen, oft, den Müttern und Vätern Sicherheit zu geben. Meistens wird schon nach einer Woche von Besserung berichtet. Schreiproblematiken brauchen oft etwas länger. - Die „Bewegte Sprache“ ist konzipiert für Kinder im vorletzten Kindergartenjahr mit besonderem Förderbedarf. Tragfähige Beziehungen, die Erfahrung von Bewegung und ein gutes Körpergefühl sind wichtige Grundlagen für die Sprachentwicklung. Die Förderung der sprachlichen und der motorischen Entwicklung wird daher miteinander verknüpft und erweitert durch die Stärkung der Persönlichkeit, die Befähigung zum Aufbau von Beziehungen und den respektvollen Umgang miteinander.

 Die „Bewegte Sprache“ gehört zu den festen Angeboten in den Familienzentren Gartenstraße und Kurt-Schumacher-Straße. Es fanden in beiden Einrichtungen insgesamt vier Kurse mit 32 Kindern statt. Wie auch in den vergangenen acht Jahren erfahren die Kurse weiterhin großen Zuspruch von Seiten der Kinder, Eltern und auch Fachkräfte in den Einrichtungen.

In dem Projekt „Fit Füreinander“ erleben und erlernen Kinder, Konflikte fair und wertschätzend zu lösen. Zielgruppe sind Grundschüler der 3. Klasse, ihre Eltern und ihre Lehrer. Es geht darum, den Schülern praktische Kompetenzen im Umgang mit Emotionen, Interessen und Konflikten zu vermitteln und ihr Gefühl von Verantwortung für die Gemeinschaft zu stärken.

Beim Betreuten Umgang arbeitet der Verein ausschließlich mit Trennungs- und Scheidungsfamilien zusammen, die Unterstützung bei der Regelung und Umsetzung des Umgangs mit den Kindern benötigen. Es gibt unterschiedliche Gründe die dazu führen könnten. Die Kinder erhalten die Möglichkeit mit Begleitung einer Fachkraft, den Elternteil bei dem sie nicht leben, in den Räumen des Vereins zu sehen. Zudem arbeitetet der Verein mit den Eltern daran, sie auf dem Weg in die „Verselbständigung“, zu begleiten.

In Langen, Rodgau und Rödermark wurden für „Finger weg“ neue Beratungsstellen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt eingerichtet. Für dieses kreisweite Angebot wird die Finanzierung vom Kreis Offenbach durch die kommunalisierten Landesmittel des Landes Hessen bereitgestellt. Sexueller Missbrauch hat langfristige Folgen für Jungen und Mädchen. Schnelle und kompetente Beratung und Unterstützung sind daher wichtig.