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Arbeitsgruppe Radverkehr

Gemeinsam die Bedingungen für den Radverkehr verbessern 

Die AG Radverkehr ist eine von der Stadt Neu-Isenburg einberufene Arbeitsgruppe, in der, unter Vorsitz von Yvonne Lammersdorf, der Stadtverordneten für das Radverkehrskonzept, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, den Radfahr- und Umweltverbänden, der Polizei sowie Bürgerinnen und Bürgern kontinuierlich daran gearbeitet wird, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern.

„Gemeinsam erarbeiten wir Lösungen, um den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen in Neu-Isenburg zu erhöhen. In einem frühen Stadium werden alle Akteure in die Überlegungen und Planungen eingebunden und die Maßnahmen abgestimmt. Wichtig ist für uns der Austausch, gerade auch mit den sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern, die eine Ortskenntnis aus einer anderen Perspektive einbringen“, so Bürgermeister Herbert Hunkel, der ebenfalls an der AG Radverkehr teilnimmt sowie Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

Um den Radverkehr zu fördern hat die Stadt Neu-Isenburg ein eigenes Budget: In 2021 stehen 50.000 Euro für Planungsleistungen und 140.000 Euro für die Umsetzung von Maßnahmen zur Verfügung. Darüber hinaus werden Haushaltsmittel für von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Einzelprojekte bereitgestellt. Dies betrifft derzeit den Neu-Isenburger Abschnitt der Radschnellverbindung (für den 1,86 Mio. Euro bereitstehen) sowie die Beteiligung am BIKE-Offenbach Projekt (für das in diesem Jahr mit Kosten in Höhe von 47.000 Euro zu rechnen ist). Für beide Projekte übernimmt das Land bzw. der Bund einen Förderanteil in Höhe von 70 Prozent der Kosten.

In der Regel trifft sich die AG Radverkehr drei bis viermal jährlich. Wegen der Corona-Pandemie mussten die persönlichen Treffen im Rathaus im vergangenen Jahr reduziert werden.

Aktuelle Prüf- und Arbeitsaufträge der AG Radverkehr

Aktuell beschäftigt sich die AG Radverkehr mit der Einrichtung von Fahrradstraßen auf der Ost/West-Achse, wobei verschiedene Ausbauvarianten diskutiert werden.

Auch für die Radschnellverbindung Frankfurt-Darmstadt wird nach optimalen Lösungen auf den Neu-Isenburger Teilabschnitten gesucht. Derzeit werden noch verschiedene, vom Planungsbüro erarbeitete Varianten, für den innerörtlichen Bereich der Kurt-Schumacher-Straße erörtert. Die Vor- und Nachteile bzgl. der Verkehrssicherheit, des Aufwands, aber auch des Erhalts von Park- und Grünflächen spielen beim Variantenvergleich eine Rolle. Es wird sowohl eine einseitige als auch eine beidseitige Führung mit Radfahrstreifen und Fahrradstraßen geprüft.

Der Ausbau des außerörtlichen Streckenabschnitts besteht in erster Linie in einer Verbreiterung des vorhandenen Waldwegs, der mit den Forstbehörden abzustimmen ist. Im nächsten Schritt kann dann auch hier mit der Planung begonnen werden.

Ein weiteres Thema der AG Radverkehr betrifft die Sicherheit der Radfahrenden. Im Jahr 2019 wurden 44 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrenden im gesamten Stadtgebiet erfasst – es wurden jedoch keine Unfallschwerpunkte festgestellt (Quelle: Elektronische Unfalltypensteckkarte (EUSKa)). Als häufigste Unfallursache wurde die Missachtung von Verkehrsregeln sowohl von Auto- als auch Radfahrenden identifiziert. Nach Ansicht der AG Radverkehr kann jedoch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auch durch die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur erhöht werden.

Die Ergänzung und Erneuerung von Fahrradabstellanlagen wird ebenfalls von der AG Radverkehr unterstützt. Anregungen für geeignete Standorte oder Bedarfe können so in den Maßnahmenkatalog aufgenommen und umgesetzt werden.

Für den Knotenpunkt Stoltzestraße/ Hugenottenallee wird in der AG Radverkehr diskutiert, wie insbesondere die Querung über die Hugenottenallee für Rad- und Fußverkehr verbessert werden kann. Es besteht Einigkeit, dass hierfür die Sichtfelder in den Einmündungsbereichen vergrößert werden müssen sowie die Fläche im Knotenpunkt zoniert werden muss.

Radschnellverbindung Frankfurt-Darmstadt