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20 Jahre publikumsoffenes Stadtarchiv am 23. Februar

Das Stadtarchiv, das die Geschichte der Stadt Neu-Isenburg bewahrt, schreibt in diesem Jahr selbst Geschichte: Am 23. Februar 2001, vor 20 Jahren, öffnete das publikumsoffene Stadtarchiv, in der Beethovenstraße 55, zum ersten Mal seine Türen. Es war ein großer Moment für das neue Stadtarchiv-Team, für den damaligen Ersten Stadtrat Herbert Hunkel sowie die Bürgerinnen und Bürger Neu-Isenburgs: Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Akten im Keller des Rathauses archiviert. Jetzt endlich konnte das Archivgut nicht nur sicher, trocken und übersichtlich aufbewahrt werden, sondern es wurde auch den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht.

Bürgermeister Herbert Hunkel nutzt das 20jährige Jubiläum, um sich bei allen ehrenamtlichen Archivarinnen und Archivaren, den sogenannten Patinnen und Paten, zu bedanken: „In unzähligen Stunden haben sie Interessantes und Spannendes zur Zeitgeschichte entdeckt und aufgearbeitet. Sie unterstützen die Bürgerinnen und Bürger bei Recherchen für wissenschaftliche Arbeiten genauso wie bei der Erarbeitung von Dokumentationen oder Ausstellungen. Oder bei der privaten Ahnenforschung. Vielen Dank, dass sie das Stadtarchiv mit Leben füllen“.

Im Stadtarchiv werden historische Schätze und das Wissen vergangener und gegenwärtiger Zeiten archiviert und bewahrt, Dokumente werden nutz- und verstehbar - auch für nachfolgende Generationen gemacht. Historische und aktuelle Fotos spiegeln das Stadtbild im Wandel der Zeit. Es gibt Publikationen zu verschiedenen Themenbereichen wie zum Beispiel über 100 Jahrgänge des Neu-Isenburger Anzeigeblattes.

Wechselnde Ausstellungen im Stadtarchiv zeigen die Vielfalt der Stadt oder informieren über historische und gesellschaftliche Ereignisse. Themen waren in den vergangenen Jahren beispielsweise die Hugenotten, die Hessische Küche, der Alte Ort, die verschiedensten Straßen und Orte in Neu-Isenburg, Firmen und Vereine, Veranstaltungsorte und historisch Bedeutsames. 

Die Leitung des Stadtarchivs liegt von Anfang an in den bewährten Händen der Stadtarchivarin Claudia Lack. Sie wird unterstützt von den ehrenamtlichen Paten, die sowohl bei der Betreuung der Besucherinnen und Besucher, bei der Aufbereitung des Archivguts und der Vorbereitung von Ausstellungen sowie bei den Recherchen mitarbeiten. Patinnen und Paten der ersten Stunde waren beispielsweise Renate Koenen, Heidelore Kretschmann, Christel Passinger, Birgit Schäfer, Dr. Klaus Hammerschmied, Inge und Peter Voigt, Gabriele Trapold sowie Werner Stahl.

Das Stadtarchiv arbeitet außerdem eng mit dem Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur zusammen. 

Zusammen mit der Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus wurde über Frauenrechte und außergewöhnliche Isenburger*innen recherchiert, das Frauenwahlrecht thematisiert und über die Grenzen der Stadt hinweg mit der Jüdischen vhs, der Bildungsstätte Anne Frank und vielen anderen Institutionen zusammengearbeitet. Mit vielen Kooperationspartner*innen wurden Fachtage, Lesungen, Vorträge, Führungen und Informationsveranstaltungen durchgeführt, neue Menschen getroffen, kennengelernt und viel Wissen zutage gefördert und wieder der Öffentlichkeit zugeführt sowie ehemalige Zwangsarbeiter*innen begrüßt, Wissenschaftler*innen unterstützt und Publikationen begleitet.

Im Sommer 2012 fand das „Gedächtnis der Stadt“ ein neues Zuhause in geschichtsträchtigen Räumen. Das Stadtarchiv ist jetzt im Alten Stadthaus, Frankfurter Straße 53 bis 55 im ersten Stock, beheimatet.

Das aktuelle Team des Stadtarchiv 2021