Leben
Kultur & Freizeit
Wirtschaft
Bürgerservice
Navigation
Leben und Wohnen
Online Anmeldeverfahren Kinderbetreuung Kinder & Jugend Schulen Senioren Integration Gesundheit Kirchen und Religionsgemeinschaften Klima und Energie Umwelt und Natur Stadt und Geschichte Bauen und Verkehr Verschenkbörse Ehrenamt
Navigation
Kultur und Freizeit
Kultur Veranstaltungskalender Hugenottenhalle Bürgerhaus Zeppelinheim Museen Kunst Stadtbibliothek Sehenswürdigkeiten & Stadtführungen Sport Vereine Gastronomie Hotels Shopping
Navigation
Bürgerservice
Stellenangebote Rathauspresse Adressen von A-Z Dienstleistungen von A-Z Verwaltung im Rathaus Online-Service Karriere und Ausbildung Bürgeramt Wahlen
Navigation
Bürgerservice
Ehrenamt in einem Wahlvorstand Wahlergebnisse Kommunalwahl 2021 Wahlergebnisse aus Neu-Isenburg (Historie)
Navigation
Bürgerservice
Wahlergebnisse Europawahlen Wahlergebnisse Bundestagswahlen Wahlergebnisse Landtagswahlen Wahlergebnisse Kommunalwahlen Wahlergebnisse Bürgermeister/in Wahlergebnisse Ausländerbeirat
Nächste Wahltermine Kontakt
Standesamt Kommunalpolitik Haushalt Stadtwerke DLB GeWoBau Abfallkalender Postfinder Feuerwehr Intranet Anmeldung

Vielfältige Angebote für Senioren und Seniorinnen in Neu-Isenburg

Die dritte Fortschreibung des Altenplans für den Kreis Offenbach „Die älterwerdende Gesellschaft“ (Oktober 2020) bietet eine umfangreiche Bestandsanalyse der Altenarbeit in den Kreiskommunen. Die Stadt Neu-Isenburg unterstützt die ältere Generation und deren Familien mit einem kreisweit vorbildlichen Angebot. In vielen Bereichen ist Neu-Isenburg führend.

„Das ist für uns kein Grund auszuruhen, sondern vielmehr Ansporn, noch besser zu werden. Wir überlegen nun in verschiedenen Handlungsfeldern konkret, wie wir die bestehenden Strukturen stärken und welche weiteren Projekte wir anstoßen. Mit neuen Konzepten wollen wir das selbstständige Leben im Alter ermöglichen. Dazu werden wir flexible Unterstützungsangebote für die Hilfe und Pflege zu Hause entwickeln und bestehende Wohnungen altersgerecht modernisieren. Auch sollen die Bedürfnisse älterer Menschen künftig bei der Stadtentwicklung noch stärker berücksichtigt werden.

Laut den aktuellen Zahlen des Einwohnermeldewesens (Stand: 30.12.2020) sind in Neu-Isenburg 10.646 Menschen älter als 65 Jahre. Laut den Prognosen des Kreis Offenbach werden in Neu-Isenburg im Jahr 2030 rund 12.145 Menschen älter als 60 Jahre sein, davon 9.002 (20,4 Prozent) Menschen in der Altersgruppe zwischen 60 und 80 Jahre. 3.143 (8,1 Prozent) werden älter als 80 Jahre sein.

Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenserwartung baut Neu-Isenburg die Infrastruktur für ältere Menschen in Bezug auf Wohnen, Pflege und Haushaltsdienste weiter aus.

Aus Studien ist bekannt, dass die meisten älteren Menschen in ihrer Häuslichkeit verbleiben möchten, auch beim Eintritt von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Um den älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eignen vier Wänden so lange wie möglich zu ermöglichen, gibt es in Neu-Isenburg sieben ambulante Pflegedienste sowie vier Einrichtungen die Haushaltsdienste und Alltagshilfen anbieten.

Hinzu kommen Angebote zur Unterstützung im Alltag wie das Projekt Pause für demenzielle Erkrankte und ihre pflegenden Angehörigen oder ein Hausbesuchskreis sowie ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige und das Angebot der Hospizgruppe Neu-Isenburg des Malteser Hilfsdienst e.V.

Darüber hinaus bietet die Seniorenarbeit in Neu-Isenburg ein offenes, wohnortnahes Angebot für ältere Menschen in allen Stadteilen.

Handlungsfeld Wohnen im Alter

Neu-Isenburg weist mit sieben Betreuten Wohnanlagen das größte Angebot im Kreis Offenbach aus. Seit 2010 sind in Neu-Isenburg zwei neue Wohnanlagen eröffnet worden. Im Haus an der Königsheide werden vier Wohngruppen für demenziell Erkrankte angeboten. Insgesamt können hier 48 Personen wohnen. In den Bereichen Stationäre Pflege werden 351 Vollstationäre Pflegeplätze und 31 Kurzzeitpflegeplätze angeboten.

In den Altenwohnanlagen (Wohnanlagen, in denen ausschließlich Altenwohnungen vermietet werden) bietet die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU 147 Wohnungen an, 20 das Gemeinnützige Siedlungswerk Frankfurt (GSW). In den Betreuten Wohnanlagen, in denen Mieterinnen und Mieter in eigenen abgeschlossenen Wohnungen leben und ihren Haushalt selbstständig führen, ist von 176 Wohnungen die GEWOBAU der Träger und von 62 Wohnungen das Gemeinnützige Siedlungswerk Frankfurt (GSW). Insgesamt gibt es in den Altenwohnanlagen und Betreuten Wohnanlagen 405 Wohnungen (Stand 2019).

Seniorengerechte Wohnungen mit Belegungsrechten der Stadt

Der Bedarf an Wohnraum für Ältere ist steigend - bei einem gleichzeitig angespannten Wohnungsmarkt im Rhein-Main-Gebiet. Deswegen ist seit vielen Jahrzehnten die soziale Wohnraumförderung ein fester Bestandteil der Neu-Isenburg Stadtentwicklung – gerade im Bereich der Wohnungen für Seniorinnen und Senioren.

Derzeit verfügt die GEWOBAU über 236 seniorengerechte Wohnungen für alle Einkommensschichten. Die Stadt hat ein Belegungsrecht für die 236 Wohnungen. Im Jahr 2020 sind die Belegungsrechte für 41 Wohnungen in der Freiherr-vom-Stein-Straße 16 verlängert worden. Des Weiteren ist bereits eine Vereinbarung über die Verlängerung von Belegungsrechten für 18 Wohnungen in der Meisenstraße 24 für das Jahr 2022 abgeschlossen worden. In insgesamt fünf der Wohnanlagen hat die Stadt eine Stadtteilberatungsstelle. Im Neubaugebiet Birkengewann sind insgesamt 161 Mietwohnungen errichtet worden, die weitestgehend barrierefrei sind und somit auch für Senioren geeignet.

Ausblick:

Auf dem ehemaligen städtischen Grundstück „An den Schulwiesen 4“, hinter der Senioreneinrichtung Haus „Am Erlenbach“, werden in den kommenden Jahren 25 seniorengerechte Wohnungen errichtet. Die freifinanzierten Wohnungen werden von der Werkmann GmbH als Bauträger gebaut. Die Belegungsrechte hat jedoch die Stadt Neu-Isenburg. Ebenfalls sollen auf dem Grundstück der Evangelischen Kirche Gravenbruch 52 freifinanzierte, seniorengerechte Wohnungen mit Serviceangebot entstehen.

Angebote zur Unterstützung

Zehn dezentrale Stadtteilberatungsstellen

Seit nunmehr fast 24 Jahren bietet die städtische Altenförderung ihre Angebote in dezentral eingerichteten Stadtteilberatungsstellen für ältere Menschen und deren Angehörige an. Im Jahr 1997 wurde damit begonnen die anfänglich ausschließlich im Haus Bäck angebotene Altenförderung nach und nach auf zehn dezentral eingerichtete Stadtteilberatungsstellen auszudehnen. Insbesondere das Ziel des wohnortnahen Angebotes wird hierdurch erreicht. Für die älteren Menschen entfallen lange Wege, um diese kommunalen Fachstellen für die Altenarbeit aufzusuchen.

Ihre erneute Bewährungsprobe haben die Mitarbeiterinnen bei der Organisation der Impftermine und Impftaxis bestanden. Insgesamt wurden bisher 500 Impftermine und 340 Fahrten organisiert.

Netzwerk Lebensqualität im Alter

Das Netzwerk Lebensqualität im Alter wurde zur Zukunftsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neu-Isenburg gegründet und möchte den Menschen beim Älterwerden und im Alter zu Seite stehen. Ziel des Netzwerks ist es, die Dienste und Angebote für ältere und auch für demenziell erkrankte Menschen in der Stadt Neu-Isenburg auf einander abzustimmen und zu vernetzen. Um dies zu erreichen treffen sich regelmäßig in Neu-Isenburg tätige Pflegefachkräfte, Haus- und Fachärzte, Heimleitungen der stationären Einrichtungen, Therapeuten und Therapeutinnen, Betreuerinnen und Betreuer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Mitglieder aus Kirchengemeinden, Vereinen, Institutionen und Krankenkassen zum gemeinsamen Austausch und Qualifizierung.  

Stiftung Altenhilfe

Die gemeinnützige Stiftung Altenhilfe wurde 1990 von der Stadt und dem Lions Club gegründet. Die Stiftungsgelder werden eingesetzt, um älteren Menschen in Neu-Isenburg so lange wie möglich ein selbständiges Leben Zuhause zu ermöglichen. In den vergangenen Jahren hat sich die Stiftung auf die Finanzierung folgender Maßnahmen konzentriert: Mit 20.000 Euro finanziert sie jährlich einen Helferkreis für Besuchsdienste bei einsamen, älteren und hilfebedürftigen Senioren. Fünf Helferinnen, die auf 450-Euro-Basis angestellt sind, suchen ältere Menschen auf, die psychisch beeinträchtigt sind, an schweren körperlichen Einschränkungen leiden oder isoliert leben. Sie organisieren mit den Betroffenen gemeinsam den Haushalt, gehen mit Ihnen einkaufen, erledigen Behördengänge, begleiten sie zum Arzt. Außerdem hat die Stiftung einen Mercedes Vito als Behindertentransporter mit Hebebühne angeschafft, um beispielsweise ältere Menschen zum betreuten Mittagstisch in das Haus Dr. Bäck zu fahren oder ihnen die Teilnahme in der Demenzgruppe dort oder in der Wohnanlage Freiherr-vom-Stein-Straße zu ermöglichen. Im September 2018 haben Ursula Döbert, Fachbereich Soziales, und der Neu-Isenburger Arzt Dr. Klaus Birck, Lions Club und Stiftung Altenhilfe, gemeinsam den neuen Helferkreis für Demenzkranke vorgestellt. Viele an Demenz Erkrankte werden 24 Stunden zuhause oder in stationären Einrichtungen gepflegt, betreut und versorgt. Für dieses Projekt, das den Titel „Niemanden vergessen“ trägt, stellt die Stiftung jährlich 10.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Einzelfallhilfen, im Wesentlichen für Zuzahlungen zu Medikamenten oder für die Anschaffungen von Brillen.

Stiftung Altenhilfe: Spendenkonto 4205600 bei der Volksbank Dreieich eG, Bankleitzahl 50592200