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Flaggentag der Mayors for Peace 2020 – Bürgermeister für Frieden

Neu-Isenburg mahnt jährlich am 8. Juli zur atomaren Abrüstung

Rund 300 Städte des weltweiten Netzwerkes Mayors for Peace haben am vergangenen Freitag, 8. Juli, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen gesetzt. Auch vor dem Neu-Isenburger Rathaus wurde die Flagge der „Mayors for Peace – Bürgermeister für Frieden“ gehisst. „Der Einsatz gegen Atomwaffen ist ein Baustein für den Weg in eine friedlichere Welt. Wir zeigen nicht nur Flagge gegen Atomwaffen, sondern setzen uns in der Tradition unserer hugenottischen Stadtgründer jeden Tag für ein solidarisches Miteinander ein“ so Bürgermeister Herbert Hunkel.

Ziel der "Bürgermeister für den Frieden" ist es, zu einem dauerhaften Weltfrieden beizutragen. Die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger soll weltweit gefördert werden, um gemeinsam die Probleme wie Hunger, Armut, die Notlage der Flüchtlinge, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung zu lösen.

In diesem Jahr wurde ein Doppeljubiläum gefeiert: Vor 25. Jahren, am 8. Juli 1996, wurde das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen), veröffentlicht. Der IGH stellte fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung (besteht), in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen. Vor zehn Jahren, 2017, wurde der Flaggentag der Mayors for Peace in Deutschland eingeführt.

Atomwaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, Infrastruktur und hohe Einwohner*innenzahlen herausgehobene Ziele. Das Bündnis der Mayors for Peace setzt sich für das Recht der Bevölkerung auf ein Leben frei von dieser Bedrohung ein.
Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen.  Die Mayors for Peace setzen sich daher für den 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons) ein und fordern weltweit die Regierungen auf, diesem Vertrag beizutreten. In diesem Vertrag werden Atomwaffen ausdrücklich geächtet.
Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung in Deutschland unterstützt das völkerrechtliche Verbot von Atomwaffen, deren Lagerung und Modernisierung auf deutschem Boden.