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Testfeld Fahrradstraße

Infoveranstaltung mit großer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

 

Um das Testfeld Fahrradstraße zu erkunden, trafen sich am Donnerstag, 15. Juli, rund 50 Bürgerinnen und Bürger in der Bahnhofstraße/Ecke Luisenstraße. „Die Ergebnisse dieser Veranstaltung werden ausgewertet, in eine Planung umgesetzt und dann den Gremien sowie in einer weiteren Veranstaltung den Bürger*innen nochmals vorgestellt“, verspricht Bürgermeister Herbert Hunkel.

In seiner Eröffnungsrede betonte Bürgermeister Herbert Hunkel: „Der Radverkehr ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Um die Nahmobilität zu fördern, setzt die Stadt dabei auch auf den Ausbau einer fahrradfreundlichen Infrastruktur.

Was das wichtigste Merkmal von Fahrradstraßen ist, nämlich der Vorrang der Radfahrenden gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden, und was dies für die verschiedenen Nutzergruppen bedeutet, erklärte Herr Professor Follmann von der Hochschule Darmstadt. Gemeinsam mit seinen Studierenden ging es dann für einen Teil der versammelten Gruppe aufs Fahrrad, um die Luisenstraße und die Ludwigstraße gemeinsam zu erkunden. Eine zweite und dritte Gruppe liefen jeweils die halbe Strecke zu Fuß ab. Dabei markierten die Studierenden der Hochschule, wie die Fahrradstraße in der Praxis aussehen könnte. So wies ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen zwischen Fahrbahn und Parkstreifen auf die „Dooring-Zone“ hin, wo Autofahrer*innen durch unbedachtes Öffnen der Seitentür leicht Radelnde zu Fall bringen können. Der Sicherheitsstreifen würde Fahradfahrer*innen dazu bringen, mittiger auf der Straße zu fahren „Die Fahrradstraße ist ein Lernprojekt und eine Umgewöhnung für Autofahrer, Fahrradfahrende und Fußgänger*innen. Sie bietet viel Potenzial für alle Verkehrsteilnehmer*innen sich einen sicheren und respektvollen Umgang im Straßenverkehr anzueignen“ merkt Ullrich Lemke an, der in Offenbach die erfolgreiche Einführung von Fahrradstraßen begleitet hat.

An der Kreuzung Ludwigstraße /Gartenstraße schlug Professor Follmann, als Option zur Verkehrsberuhigung, einen Kreisverkehr vor. Ein teilnehmender Anwohner bestätigte aus seinem Fenster heraus, dass Radfahrende an dieser Stelle von ortsfremdem Durchgangsverkehr oder überhöhter Geschwindigkeit an dieser Stelle betroffen sind. Hier müsse dringend eine Lösung gefunden werden.

Gemeinsam traf man sich dann gegen 19:30 Uhr am Stand, um die Ergebnisse zu besprechen. Die Anwohner interessierte unter anderem die Parkplatzfrage. Professor Follmann erklärte, dass in der Luisen- und Ludwigstraße  nur wenig Parkraum für die Einrichtung einer Fahrradstraße entfallen würde. Wichtig für die Sicherheit der Radfahrenden sei das Freihalten von Kurvenbereichen und das Schaffen von Sichtfeldern an Einmündungen. Engstellen hingegen werden auf kurzen Abschnitten als unproblematisch gesehen, sollen aber in der Testphase genau beobachtet werden.

Die Vorteile der Ludwig-/Luisenstraße als Fahrradstraße wurden positiv hervorgehoben. Sie bietet eine sichere Alternative zur vielbefahrenen Frankfurter Straße. Die Strecke kann flüssig befahren werden, weil dort keine Ampeln sind. Die Verbindung der beiden Fahrradstraßenabschnitte durch die größtenteils für den Radverkehr freigegebene Bahnhofstraße wurde von vielen als Chance für eine Belebung der Fußgängerzone gesehen, da diese von Nord und Süd so gut erreichbar wäre. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass Radfahrende im Verkehrsmittelvergleich zwar pro Einkauf weniger Geld pro Einkauf ausgeben, dafür aber die Geschäfte häufiger passieren und mehr kleine Einkäufe tätigen, was sie für den Einzelhandel zu den attraktiveren Kunden macht. Das Schlendern in der Fußgängerzone wird von Radfahrenden nicht gestört, denn hier hat der Fußverkehr Vorrang und es gilt der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Einige Teilnehmer regten weitere Lösungen für den Radverkehr an, um die Schulen verkehrsgerecht und sicher mit dem Fahrrad erreichen zu können (Ost-West-Verbindung). Hierfür liegen bereits erste Untersuchungen vor, jedoch sollen die Ergebnisse aus der Nord-Süd-Verbindung dann auch in die Planungen für die Ost-West-Achse einfließen und vorab mit den dortigen Anwohner*innen diskutiert werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde ein Stimmungsbild erhoben: Insgesamt wurde die Veranstaltung von allen Beteiligten gelobt, was sich auch in den zahlreichen Bewertungen zeigte. Beteiligung, Fragen und Meinungsäußerungen waren bei den Begehungen und Befahrungen rege. Auf die Bedenken konnte durch das breit aufgestellte Expertenteam aus Professor Follmann und der studentischen Projektgruppe der Hochschule Darmstadt, der Initiative BIKE Offenbach und der für den Radverkehr zuständigen Mitarbeiterin der Stadt Karin Rohde aufgenommen und diskutiert werden.