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Weidsches Kuchenfest und Gedenken am Kurt-Häßner-Platz

Anlässlich des Weidschen Kuchenfestes reiste Bürgermeister Herbert Hunkel am 4. September in die Neu-Isenburger Partnerstadt Weida. Da dort die Corona-7-Tage-Inzidenz bei 10 liegt, wurde ein kleines Fest durchgeführt. Allerdings nicht in der gewohnten Form, sondern dezentral und zeitlich eingeschränkt. Statt einer großen Bühne gab es viele kleine Stände, auf mehrere Orte in Weida verteilt, auf der Osterburg, „Auf der Wies´n“ am Bürgerhaus oder „Hinter dem Rathaus/Kurt-Häßner-Platz“. Dort legte Bürgermeister Herbert Hunkel auch ein Blumengebinde nieder, zum Gedenken an den Ehrenbürger der Stadt Weida und Träger der Neu-Isenburger Hugenottenmedaille. Er verstarb am 27. März 2020, im Alter von 82 Jahren. Wegen der Corona-Pandemie fand die offizielle Einweihung des Kurt-Häßner-Platzes im kleinen Kreis statt – ohne die Gäste aus der Partnerstadt.


Kurt Häßner hat die Städtepartnerschaft zwischen Weida und Neu-Isenburg von der ersten Begegnung an begleitet und einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung der wunderbaren Freundschaft zwischen den beiden Städten gelegt. Mit seiner herzlichen Gastfreundschaft und seinem großen Wissen als Heimatforscher hat er viele Neu-Isenburger auf Stadtführungen durch Weida geleitet. Kurt Häßner stand im regen Austausch mit dem Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur und kam oft gemeinsamen Projekten nach Neu-Isenburg. Das große städtepartnerschaftliche Engagement von Kurt Häßner hat die Stadt Neu-Isenburg im Dezember 2012 mit der Verleihung der Hugenottenmedaille gewürdigt.

Inschrift der Gedenktafel
Kurt Häßner
(1937 – 2020)
Ehrenbürger der Stadt Weida
Träger der Hugenottenmedaille der Partnerstadt Neu-Isenburg

Nach der Schulausbildung wandte sich Kurt Häßner der Landwirtschaft zu, wurde Rinderzuchtmeister und arbeitete in landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften. Später wechselte er in die Kommunalverwaltung und kümmerte sich um die örtliche Versorgungswirtschaft. Nach der politischen Wende in der DDR war er im Bauamt der Stadtverwaltung Weida tätig. Kurt Häßner wurde 1990 einer der ersten Stadtverordneten und mehrmals in den Stadtrat wiedergewählt.

Als Vorsitzender des Friedhofsbeirates waren ihm die Gestaltung des Friedhofs nicht nur als Begräbnisstätte und Ort der Stille, sondern auch als „Grüne Lunge“ und die Erhaltung der Friedhofskapelle ein Herzensanliegen.

Kurt Häßner hat sich besonders für Heimatgeschichte interessiert und mehrere Publikationen der Erforschung der früher in Weida lebenden Familien und Einzelpersönlichkeiten gewidmet. Zusammen mit seiner Frau Gudrun leistete er wichtige Beiträge zur Stadtchronik. Seine Bücher und Vorträge machten ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Kulturförderung war ihm ebenso wichtig wie der Baumschutz und die Entwicklung der Osterburg, insbesondere der Erhalt und Ausbau des dortigen Museums für die Vermittlung der Stadtgeschichte und der Kenntnisse über das Vogtland. Die Stammburg der Vögte zu einem modernen Wissensschloss auszubauen war sein Traum. Stets verstand er sich als Hüter und Bewahrer archäologischer und kultureller Werte.

Der leidenschaftliche Heimatforscher und Autor mehrerer heimatgeschichtlicher Veröffent­lichungen hat sich über Jahrzehnte hinweg um die Stadt Weida verdient gemacht. Auch Weidas hessische Partnerstadt Neu-Isenburg schätzte ihn als gefragten Lokalhistoriker.

In Würdigung seiner Leistungen wurden ihm die „Ehrenmedaille der Stadt Weida“ und die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Als Erinnerung an das Engagement für seine Heimatstadt wurde dieser Platz nach Kurt Häßner benannt.