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Begebenheiten und Geschichten über die legendäre Neu-Isenburger Hebamme Margareta Müller erwünscht

In der „Neuen Welt“ (ehemals Stadtquartier Süd) wird im historischen Backsteingebäude der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung in der Schleussnerstraße 6 die Kita Margareta Müller geplant. Bis voraussichtlich zum Herbst des Jahres 2024 soll hier in sieben Betreuungsgruppen, Platz für 136 Kinder geschaffen werden. Die Stadt wird die Räume langfristig von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU anmieten. Der Name der Einrichtung stand bereits zu Beginn der Planungen fest: Sie soll nach der Neu-Isenburger Hebamme Margareta Müller (1913 bis 1958) benannt werden. Als radelnde, ausgebildete und beeidigte Hebamme hat sie in Neu-Isenburg in 2.800 Fällen Geburtshilfe geleistet.

Viele Geschichten werden über die forsche Hebamme erzählt, wie sie beispielsweise die amerikanischen Soldaten aufforderte, eine zweite Hebamme aus Dreieich abzuholen, weil sie weitere Geburtshelferinnen in Neu-Isenburg benötigte. Alle Begebenheiten oder Anekdoten sollen nun gesammelt und in einer Broschüre veröffentlicht werden.

Deswegen startet Bürgermeister Herbert einen Aufruf: „Wer kann sich noch an Begebenheiten erinnern oder kennt Geschichten über Neu-Isenburgs berühmteste Hebamme? Wir möchten gerne eine Broschüre erstellen, die lebendig und nahbar über das Leben und Wirken Margareta Müllers berichtet. Vielleicht können wir ergänzend zu den Erinnerungen und Aufzeichnungen der Urenkelin Beatrice Ploch, neue Schätze heben.“

Die Beiträge sollten möglichst schriftlich, gerne auch als Email, an das Stadtarchiv gesendet werden:   

Frankfurter Straße 53-55, 1. Stock, 63263 Neu-Isenburg, Telefon: 06102 - 249911, Telefon: 06102 - 241-456 E-Mail:  claudia.lack@stadt-neu-isenburg.de

Über Margareta Müller (Quelle: Stadtarchiv/Frauenkalender)

Margareta Müller, geb. Gaußmann, wurde am 5. Oktober 1887 in Egelsbach geboren. Sie starb am 24. Juni 1965 in Neu-Isenburg. Sie war von 1913 bis 1958 beeidigte Hebamme in Neu-Isenburg.  

Als junge Mutter absolviert Margareta Müller 1912/1913 an der Großherzoglichen Hebammen-Lehranstalt ihre Ausbildung: drei Monate Theorie und ein Vierteljahr Praxis - 99 Geburten in Mainz und Umgebung. 575 Mark und 5 Pfennige hat sie die Ausbildung gekostet. Wie sich bald zeigt eine lohnende Investition. Am 1. April 1913 tritt Margareta Müller ihren Dienst an. 45 Jahre ist sie in Neu-Isenburg als beeidigte Hebamme tätig, leistet in 2800 Fällen Geburtshilfe und berät Mütter im Auftrag des Kreisgesundheitsamtes. Täglich legt die Hebamm' Müller mit Schürze und Koffer viele Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Angehörige von Gebärenden folgen ihr. Ausgangspunkt ist eine kleine Schiefertafel an ihrer Haustüre. Dort vermerkt sie ihr erstes Ziel des Tages. Über mangelnde Wertschätzung kann sich die Hebamme nicht beschweren. Zu ihrer öffentlichen Verabschiedung am 26. März 1958 kommen zahlreiche Ehrengäste ins Stadthaus bedanken sich, loben ihre "immerwährende Hilfsbereitschaft" und würdigen ihr berufliches Können. Aber Margareta Müller hat nur einen Wunsch, und den kann ihr niemand erfüllen: Sie möchte weiter als Hebamme arbeiten. Stadtrat Ochs bringt es auf den Punkt: das Gesetz zwinge sie jetzt in den Ruhestand zu treten.