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Einweihung Werner Franz Weg in Zeppelinheim

Der Werner-Franz-Weg wurde anlässlich des Stadtteilfestes in Zeppelinheim am Sonntag, 19. Juni, offiziell eingeweiht. Damit wurde zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder ein Weg mit Bezug zu den Zeppelinen bzw. Luftschiffern in der ehemaligen Luftschifffahrt-Siedlung benannt. Der Weg erinnert an Werner Franz, der zum Zeitpunkt seines Todes am 13. August 2014 das letzte überlebende Mitglied der Luftschiff Hindenburg Besatzung war. Annerose Franz, seine Frau, enthüllte gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein das Straßenschild. An der Einweihung nahmen auch ihre Tochter und die Enkelkinder von Werner Franz teil.

Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein, Ortsvorsteher Sebastian Stern und Jens Schenkenberger, Vorsitzender des Vereins für Zeppelin-Luftschifffahrt Zeppelinheim e.V., würdigten in ihren Ansprachen die besondere Lebensgeschichte von Werner Franz und sein großartiges Engagement für die Zeppelinluftschifffahrt. Anwesend war ebenfalls die Witwe Annerose Franz mit ihrer Tochter und ihren Enkelkindern.

Auf Vorschlag der Mitglieder des Vereins für Zeppelin-Luftschifffahrt Zeppelinheim e.V. und nach Beschluss des Magistrates und des Ortsbeirates Zeppelinheim wurde der Fußweg zwischen Kapitän-Lehmann-Straße und Flughafenstraße in „Werner-Franz-Weg“ benannt. Der Weg läuft direkt am Zeppelinmuseum und der städtischen Kita entlang. 

Werner Franz war als Kabinenjunge an Bord von LZ 129 „Hindenburg“ als es am 6. Mai 1937 in Lakehurst zum Unglück kam.

 Er überlebte das Unglück und war nach wie vor begeistert von der Zeppelin-Luftschifffahrt. Der Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte, konnte über viele Jahre beim Aufbau des Vereins und des Zeppelinmuseums auf seine Unterstützung zählen. Anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenmitglied zeichnete die Stadt Werner Franz im Jahr 2011 mit der Hugenottenmedaille aus.

Werner Franz hat zahlreiche Interviews mit Journalisten und Dokumentarfilmern über seine Erfahrungen als Kabinenjunge der Hindenburg gegeben. Kurz vor seinem Tod ist ein sehr gutes Kinderbuch über seine Zeppelinzeit entstanden „Mit dem Zeppelin nach New York: Die Geschichte vom Kabinenjungen Werner Franz“ von Stephan Martin Meyer und Thorwald Spangenberg. Das Buch wird auch im Museumsshop des Zeppelinmuseums verkauft.

Über Werner-Franz

Als 14-jähriger bekam Werner Franz eine Stelle als Kabinenjunge auf dem Luftschiff LZ 129 Hindenburg. Am Tag der Katastrophe war Werner Franz zum fünften Mal auf großer Fahrt mit dem Luftschiff. An Bord der „Hindenburg“ erlebte er am 6. Mai 1937 in Lakehurst das Unglück und konnte sich aus dem brennenden Luftschiff retten.

Ursprünglich war der Name von Werner Franz fälschlicherweise auf der offiziellen Liste der Vermissten im Wrack aufgeführt. Daher wurde er in vielen der ersten Zeitungsberichte entweder als vermisst oder als tot aufgeführt. Er ließ seinen Eltern daher sofort ein Telegramm schicken, in welchem er ihnen mitteilte, dass er am Leben und unverletzt sei. Zwei Tage später kehrte er mit anderen überlebenden Besatzungsmitgliedern per Schiff an Bord des Dampfers Europa nach Deutschland zurück.

Als Werner Franz vor einem Untersuchungsausschuss zum Unglück aussagen musste, waren seine ersten Worte: "Herr Oberstleutnant, wenn der nächste Zeppelin fertig ist, darf ich dann wieder mit ihm fliegen?". Seine Begeisterung für die Zeppeline blieb erhalten, auch wenn er die dramatischen Umstände des Absturzes sicherlich ein Leben lang verarbeiten musste.

Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Werner Franz Karriere als Mechaniker für Präzisionsinstrumente bei der Deutschen Bundespost. Aus seiner Liebe zum Eislaufsport entwickelte sich eine Nebenkarriere als professioneller Rollschuh- und Eislauftrainer. Er trainierte im Laufe der Jahre viele Schülerinnen und Schüler, darunter die olympische Silbermedaillengewinnerin Marika Kilius.

Werner Franz hat zahlreiche Interviews mit Journalisten und Dokumentarfilmern über seine Erfahrungen als Kabinenjunge der Hindenburg gegeben.