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Feierlichkeiten im kleinen Kreis zum 25-jährigen Jubiläum der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim

Engagierte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter wurden geehrt

 

Am 25. November konnte im kleineren Kreis das 25-jährige Jubiläum der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim begangen werden. Dies ist zahlreichen engagierten Neu-Isenburgerinnen und Neu-Isenburger zu verdanken, die sich für den Erhalt des Gebäudes einsetzten und gemeinsam mit der Stadt ein Konzept für die weitere Nutzung erarbeiteten.

Anfang der 1990er Jahre begann in Neu-Isenburg eine Diskussion zur künftigen Nutzung des Gebäudes in der Zeppelinstraße 10. Bei einer Nutzung des Areals sollte einerseits die großartige Arbeit und das Andenken Bertha Pappenheims gewürdigt werden. Dabei sollte an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert und eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust ermöglicht werden. Gleichzeitig sollte ein Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und für Toleranz und Mitmenschlichkeit gesetzt werden. Andererseits sollte das verbliebene Haus im Sinne Bertha Pappenheims für die Kindererziehung genutzt werden. So wie es bereits in den Jahrzehnten zuvor geschehen war: Bis 1983 war hier die Friedrich-Fröbel-Schule und danach bis 1993 der Waldorfkindergarten und -schulverein beheimatet. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, von denen sich 1992 Teile zur Bertha-Pappenheim-Initiative zusammengeschlossen hatten, wurde ein Nutzungskonzept entwickelt, mit dem allen Aspekten Rechnung getragen werden konnte. Dieses Konzept fand im September 1994 eine große Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.

Im Laufe der letzten 25 Jahre hat sich die Seminar- und Gedenkstätte als Veranstaltungsort einen Namen, weit über die Grenzen Neu-Isenburgs hinaus, gemacht. Zu Gast waren unter anderem Valentin Senger, Trude Simonsohn und Rabbi Pappenheim, einem Großneffen von Bertha Pappenheim. Auch Michel Friedmann und Hilde Domin waren eingeladen. Unzählige interessante Vorträge, spannende, manchmal auch nachdenklich stimmende Lesungen sowie besondere Musik bildeten das Repertoire der Veranstaltungen der Seminar- und Gedenkstätte.

Den Initiatorinnen und Initiatoren wurde am 25. November 2021 daher von der Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und dem Bürgermeister Herbert Hunkel ein großer Dank für ihren Einsatz ausgesprochen. Die Veranstaltung begann auf dem Grundstück der Zeppelinstraße 10, wo gemeinsam ein Haselnussbaum gepflanzt wurden als Anlehnung an das berühmte Rezept der Haselnusstorte von Bertha Pappenheim

Die Idee, einen Baum zu pflanzen, basierte auf einem Brief, den der Bürgermeister vor fast 20 Jahren von Helga Heubach erhielt. Sie schlug vor anlässlich des 80. Geburtstages von Tamar Grizim über den Jüdischen Nationalfond Bäume zu stiften, wofür die Gratulantin eine Gedenkurkunde erhielte. In dem Brief führte sie dazu aus, dass diese Tradition auch im Isenburger Heim üblich gewesen sei und in Israel bei den Senioren sehr beliebt. Eine Freundin von Iska Stamm, der Mutter von Tamar, sei hoch zufrieden, als sie mit 95 Jahren alle Baum-Urkunden zusammenzählte und ihren Freunden – auch Tamar – berichtete: „Für mich sind bisher 200 Bäume gepflanzt worden“. Nun steht auch ein Baum für Bertha Pappenheim in Neu-Isenburg.

Die Veranstaltung wurde im Anschluss im Plenarsaal fortgesetzt. Hier wurde den Initiatorinnen und Initiatoren neben dem Druck eines Briefes von Bertha Pappenheim und einem Dankesbrief selbst noch ein kleiner Haselnussbaum überreicht und dazu ein kleines Stück der Haselnusstorte, die im Café des Jüdischen Museums Frankfurt für den Anlass nach dem Originalrezept gebacken wurde. Unter den Personen, die an diesem Abend geehrt wurden waren Ursula Grau, Hans-Jürgen Ehrenforth, Thomas Hüller sowie die Ehepaare Jutta und Matthias Loesch, Maria Sator-Marx und Günther Marx sowie Christa und Dr. Hannes Ziller. Leider konnten Dr. Noemi Staszewski und Dr. Heidi Fogel nicht an der Veranstaltung teilnehmen, denen ein besonderer Dank gebührt, weil sie fast 15 Jahre ein ansprechendes und vielfältiges Programm für die Seminar- und Gedenkstätte gestaltet haben. Auch Mechthild Fürst-Diery war an diesem Abend verhindert.

Der Abend bot allen Anwesenden die Gelegenheit, sich an die Ursprünge und Entwicklungen der Seminar- und Gedenkstätte zu erinnern, die bis heute ein lebendiger Ort für Bildung und Begegnung ist, sodass man gespannt bleiben darf, was die kommenden 25 Jahre bringen werden.