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Neu-Isenburg erinnert an Trude Simonsohn

Vergangenen Donnerstag, 6. Januar 2022, verstarb Trude Simonsohn im Alter von 100 Jahren in Frankfurt am Main

Am 25. März 1921 kam Trude Simonsohn in Olmütz (Mähren/Tschechien) als Kind einer jüdischen Familie zur Welt. Im Alter von 21 Jahren wurde sie nach dem Einmarsch der Wehrmacht alleine in das Ghetto Theresienstadt gebracht, während ihre Mutter in Auschwitz, der Vater in Dachau ermordet wurden. Im Herbst 1944 wurde Trude Simonsohn nach Auschwitz-Birkenau verlegt, am 9. Mai 1945 von der Roten Armee aus einem Außenlager des KZs Groß-Rosen befreit. 10 Jahre später zog Trude Simonsohn mit ihrem Mann, den sie im Ghetto Theresienstadt kennengelernt hatte, nach Frankfurt am Main. Hier übernahm sie in der Jüdischen Gemeinde die Verantwortung für Sozialarbeit und Erziehungsberatung, bevor sie von 1989 bis 2001 Gemeinderatsvorsitzende war. Ab 1975 leistete sie mit ihren Berichten als Zeitzeugin an Schulen, Jugendbegegnungsstätten, Vereinen und Institutionen Erinnerungsarbeit und berichtete dort über ihre Erfahrungen unter dem NS-Regime. Unermüdlich setzte sie sich gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ein und wurde für ihren Einsatz mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. 1993 erhielt sie beispielsweise die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main, die Stadt, die sie am 16. Oktober 2016 zur ersten Ehrenbürgerin ernannt.

Trude Simonsohn in Neu-Isenburg

Erst vor Kurzem wurde auch in Neu-Isenburg Trude Simonsohn gedacht. Zum 25-jährigen Jubiläum der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim, das am 25. November 2021 gefeiert wurde, wurde in der Rückschau an den Besuch von Trude Simonsohn in Neu-Isenburg gedacht. Im Laufe der 25 Jahren und den vielen Gästen, die von der Seminar- und Gedenkstätte eingeladen wurden, gehörte der Besuch von ihr als Zeitzeugin und Mahnerin mit zu den bedeutendsten. Im Jahr 2013 war sie anlässlich der Gedenkveranstaltung des 10. Novembers zu Gast. Die Abendveranstaltung war ein Gespräch zwischen ihr und Elisabeth Abendroth, Sozialwissenschaftlerin und Autorin. Gemeinsam habe sie die Erinnerungen der damals 90-jährigen Trude Simonsohn in einem Buch festgehalten. „Noch ein Glück: Erinnerungen“ lautete der Titel des Buches, dass gleichzeitig Rückschau, aber auch ein Blick nach vorn war.

Bürgermeister Herbert Hunkel: „Ich kann mich noch gut an ihre Besuche in Neu-Isenburg erinnern. Sie war eine großartige Persönlichkeit und eine beeindruckende Zeitzeugin, die an die Schrecken der Nazizeit erinnerte. Insbesondere auch ihre Bereitschaft in Schulen zu kommen und dort mit Jugendlichen über den Holocaust und.  Ihre eigene Lebensgeschichte zu sprechen, war sehr beeindruckend. Wir werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.“

Weiterführende Informationen

https://neu-isenburg.de/buergerservice/rathauspresse/pressemitteilungen/pressemitteilung/
gedenkveranstaltung-zur-pogromnacht-am-sonntag-den-10-november-2013/

https://neu-isenburg.de/buergerservice/rathauspresse/pressemitteilungen/pressemitteilung/
seminar-und-gedenkstaette-bertha-pappenheim/

https://neu-isenburg.de/buergerservice/rathauspresse/pressemitteilungen/pressemitteilung/
feierlichkeiten-im-kleinen-kreis-zum-25-jaehrigen-jubilaeum-der-seminar-und-gedenkstaette-
bertha-pappe/