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Alle Generationen unter mehreren Dächern – Wohnen im Quartier IV

Es fehlen verbindliche Interessenten für ein weiteres Mehrgenerationen-Projekt in Neu-Isenburg

Mit der Mehrgenerationen-Wohnanlage im Quartier IV hat die Stadt Neu-Isenburg bereits 1990 ein Konzept umgesetzt, das zukunftsweisend ist. Die Mehrgenerationen-Wohnanlage mit 30 Familien-Wohnungen und 40 barrierefreien Wohnungen gilt noch heute als Vorzeigeobjekt. Delegationen aus der ganzen Welt kommen, zuletzt 2017 eine aus Taiwan, um sich Ideen zu holen, wie Alt und Jung zusammenleben können.

„Gerne würden wir weitere gemeinschaftliche Wohnprojekte in dieser Art umsetzen“, so Bürgermeister Herbert Hunkel, „allerdings fehlen uns hierfür verbindliche Interessensbekundungen von Isenburgern.“

Interessenten können sich bei Cornelia Mateos, Fachbereichsleiterin Soziales, Wohnungswesen, Rentenstelle, Integration, melden. Tel.: 06102/ 241 501, Fax: 06102/ 241 850, Mail: conny.mateos(at)stadt-neu-isenburg.de

Bereits 2012 wurde versucht, das Projekt „Gemeinschaftliche Wohnprojekte im Alter“ auf die Beine zu stellen.

Nach einer Auftaktveranstaltung zu der namhafte Referenten eingeladen waren, wie Dr. Harald Mollberg (Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.), der über das Thema „Beginn, Aufbau und Finanzierung von Wohnprojekten“ berichtete oder Gerlinde Wehner (Leitstelle Älter werden, Kreis Offenbach), die gemeinschaftliche Wohnprojekte und Initiativen im Kreis Offenbach vorstellte sowie Egbert Haug-Zapp, Bewohner des Hauses Ginkgo, der über das Zusammenleben im Ginkgo Haus erzählte, gab es eine flankierende Ausstellung „zusammen planen – gemeinsam wohnen“ des Forums Gemeinschaftliches Wohnen e.V., die anschaulich zeigte, wie man im Alter selbstständig, aber nicht allein, wohnen kann. Am Ende der Veranstaltung fanden sich 18 Bürgerinnen und Bürger, die sich als Gruppe öfters trafen, um gemeinschaftlich Ideen zu entwickeln, wie sie im Alter gemeinsam leben möchten.

Nach anfänglichem großem Interesse, scheiterte es allerdings daran, dass kurz vor der Umsetzung, keiner bereit war, sich dafür festzulegen und verbindlich zuzusagen.

Und so bleibt die Wohnanlage im Quartier IV bis auf weiteres das Einzige Projekt dieser Art in Neu-Isenburg.

Was sind Mehrgenerationen-Häuser oder gemeinschaftliche Wohnprojekte?

Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind selbstorganisierte Hausgemeinschaften, ausgestattet mit barrierefreien Wohnungen verschiedener Größen (1, 2, oder 3 Zimmerwohnungen) und Gemeinschaftsräumen. Interessenten an solchen Wohnprojekten finden sich als Gruppe zusammen, planen und entwickeln gemeinsam ein Konzept, wie sie im Alter zusammen in einer Hausgemeinschaft leben möchten.

Im Vordergrund steht die Intention, die eigenen Fähigkeiten einzusetzen, um selbstbestimmt und selbstverantwortlich bis ins hohe Alter mit gegenseitiger Unterstützung und bei Bedarf mit familiärer und ehrenamtlicher Unterstützung sowie externer professioneller Hilfe der ambulanten Pflegedienste in einer barrierefreien Wohnung leben zu können. Die Bürger, die Interesse an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zeigen, möchten eine Lebensweise führen, die herausführt aus der Anonymität und Vereinsamung, die das Altern als selbstverständlich begreift.

Das Quartier IV

Das „Betreute Wohnen Quartier IV“ ist eine von insgesamt sechs Wohnanlagen in Neu-Isenburg, die ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen. Sie liegt in der Innenstadt von Neu-Isenburg, in zentraler Lage, mit guter Anbindung und vielen Einkaufsmöglichkeiten. Sie wurde 1990 auf dem ehemaligen Gelände der „Frankfurter Würstchen“ Wurstfabrik errichtet, als erste Einrichtung der Stadt, die betreutes Wohnen ermöglichte. 1993 wurde die Anlage und das Konzept von der Wüstenroth-Stiftung prämiert, weil sich hier „Selbstständigkeit durch Betreutes Wohnen“ gut verwirklichen lässt.

Die Anlage besteht aus drei zwei- bis dreistöckigen Gebäuden, einer Tiefgarage, Nutzgärten, Grünfläche mit Freisitz, Kinderspielplatz sowie dem „Treff“ als städtischem Begegnungs- und Kommunikationszentrum. 27 Wohnungen (á 47 qm) sind für Einpersonen- und 13 Wohnungen (á 54qm bzw. 67 qm) für Zweipersonenhaushalte konzipiert. Das Interesse am Betreuten Wohnen ist nach wie vor hoch. 2018 standen auf der Bewerberliste für eine Ein-Personen-Wohnung 58 Bewerberinnen und Bewerber.

Am 5.12.2018 lebten 45 Menschen im Betreuten Wohnen. Das Durchschnittsalter lag bei 75 Jahren. Der jüngste Bewohner ist 54 Jahre, der älteste 97 Jahre. Das Verhältnis von Männer zu Frauen betrug 11 zu 34. Sieben Bewohner und Bewohnerinnen (16 %) haben einen Migrationshintergrund. 17 der Bewohnerinnen und Bewohner hatten Pflegeeinstufungen.

Das Team im Quartier IV

Das Quartier IV ist mit der Diplom Sozialarbeiterin Gundula Saurer besetzt. 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen dazu bei, die zahlreichen Angebote im offenen Treff zu realisieren.

Die Aufgaben gliedern sich in die Bereiche Betreutes Wohnen, Stadtteilberatung und offener Treff.

Der Pflegebedarf im Betreuten Wohnen

Der Pflegebedarf wird durch viele Pflegedienste, bei freier Wahl der Anbieter, gemäß SGBXI gedeckt. Die Pflegebedürftigkeit bringt jedoch weiteren Hilfebedarf mit sich wie Haushaltshilfe, Essensversorgung, Einkäufe, Besorgungen (z.B. Rezepte holen etc.), Begleitung, Hilfe bei der Mobilität, Fahrdienst, Botengänge, Alltagshilfen, administrative Unterstützung, Beratung und psychosoziale Betreuung. Unterstützungsbedarf besteht auch bei Menschen, die keine Pflegeeinstufung erhalten. Alle Bewohnerinnen und Bewohner haben 2013 das Hilfe-, Beratungs- und Leistungsangebot des Betreuten Wohnens in unterschiedlichem Umfang - von mehrmals täglich bis vierteljährlich, in Anspruch genommen.

Zusätzlich wird psychosoziale Beratung angeboten, werden Betreuungsleistungen vermittelt und bei Wohnungsangelegenheiten geholfen. Der Bedarf an hauswirtschaftlicher Versorgung ist bei den Bewohnern steigend.

Stadtteilberatung im Quartier IV

Neu-Isenburg verfügt über ein flächendeckendes Netz an dezentralen Beratungsstellen für ältere Menschen und deren Angehörige. Das Einzugsgebiet für das Quartier IV reicht von der Carl-Ulrich-Straße bis zur Bahnhofstraße, Ludwigstraße, Offenbacher Straße und der Herzogstraße zur Friedhofstraße.

In diesem Stadtteilbezirk leben ca. 1000 über 60 jährige Menschen, davon sind 72 laufende Fälle. Ca. 45 Beratungen werden dort wöchentlich durchgeführt.

Der Schwerpunkt der Beratungsarbeit lag 2018 bei der pflegerischen Versorgung in schwierigen Lebenslagen. Das bedeutet, dass Pflegebedürftigkeit einherging mit Vereinsamung, Alkohol- bzw. Medikamentenmissbrauch, Depression, Demenz, psychische Erkrankung, Verwahrlosung und/ oder Verschuldung. Häufige Anfragen bezogen sich auf die Vermittlung von Kurzzeitpflege bzw. Dauerpflegeplätzen, die Finanzierung von ambulanter und stationärer Pflege, hauswirtschaftliche Versorgung und der Betreuung dementiell erkrankter Menschen.

Festzustellen ist, dass sich mehr Menschen Gedanken über ihre Zukunft machen und für das Alter vorsorgen wollen. Gefragt waren insbesondere Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Wohnformen im Alter oder aktives Altern.

Offener Treff im Quartier IV

Der Treff im Quartier IV als städtisches Kommunikations- und Begegnungszentrum hat zum Ziel, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und ein aktives Altern zu ermöglichen. Viele Veranstaltungen werden in Kooperation mit anderen Institutionen wie zum Beispiel der Volkshochschule, Islamischen Gemeinde Neu-Isenburg, dem Integrationsbüro, der Stabsstelle Ehrenamt und der Brüder-Grimm-Schule durchgeführt.

Das vielfältige Programm umfasst zum Beispiel Gesundheitsförderung wie Seniorengymnastik oder Yoga, gesellige Treffen zum Kartenspiel, Singkreis oder Bildungsangebote von Italienisch- bis hin zu Computerkursen umfasste. Auch das monatliche Frauenfrühstück mit Themen zu Fairtrade, Energieberatung und vielem mehr, ist immer gut besucht.