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Baum- und Gehölzschnittmaßnahmen vor dem 1. März durchführen

Baumfällungen und Gehölzschnitt – Was muss beachtet werden?

Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken, Gebüsche oder andere Gehölze laut § 39 V Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt n werden, um die heimischen Brutvogelarten und Baumhöhlen nutzende Fledermäuse während der Zeit ihres Brutgeschäfts weitgehend vor Störungen zu schützen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass größere Gehölzarbeiten in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar vorgenommen werden können. Doch auch in diesem Zeitraum sind Bestimmungen des Artenschutzes und örtlicher Satzungen wie Baumschutzsatzungen - in Neu-Isenburg das Baumschutzkataster -sowie Festsetzungen über das Grün in Bebauungsplänen einzuhalten.

Das pauschale Verbot gilt nicht

für Bäume, die im Wald, auf Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Flächen stehen,

schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des jährlichen Zuwachses der Pflanzen oder zur 
Gesunderhaltung von Bäumen (z. B. Obstbaumschnitt),

Eingriffe im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht, wenn Gefahr im Verzug ist,

sowie die Beseitigung von geringfügigem Gehölzaufwuchs bei zulässigen Bauvorhaben

Im Einzelnen gilt:

Genehmigungen für Eingriffe an Bäumen sind immer einzuholen, wenn es in der Gemeinde eine
Baumschutzsatzung gibt. In Neu-Isenburg sind alle geschützten Bäume über ein Baumschutzkataster
erfasst. Fällanträge müssen beim DLB Dreieich-Neu-Isenburg AöR gestellt werden.

In einem Bebauungsplan festgesetzte Bäume und Gehölzflächen dürfen ebenfalls nicht beseitigt werden.
Hier sind Ersatzpflanzungen erforderlich.

Auch wenn der Baum oder die Hecke zu einem geschützten Landschaftsbestandteil oder geschützten
Biotop gehört, handelt es sich um einen genehmigungspflichtigen Eingriff. Der Antrag ist dann bei der
Unteren Naturschutzbehörde zu stellen.

Insbesondere ist § 44 Absatz 1, Ziffern 1und 3 des BNatschG ganzjährig zu beachten Hier heißt es wörtlich: "Es ist verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören".
Aus diesem Artenschutz-Paragraphen ergibt sich, dass vor jedem Eingriff, egal ob Schnitt, Fällung oder Rodung immer erst die Frage geklärt werden muss, ob wildlebende Tiere der besonders geschützten Arten betroffen sind. Ist ein Vogelnest beispielsweise besetzt, darf es nicht zerstört werden. Sind Nester jedoch dauerhaft verlassen, das ist zwischen 1. Oktober und Ende Februar in der Regel der Fall, können die Nester beseitigt werden. Das gilt nicht für Nester, die mehrfach genutzt werden wie z. B. Greifvogelhorste, Höhlennester oder Schwalbennester.

Baumhöhlen sind aber auch Lebensraum weiterer geschützter Tierarten wie Hornissen, Fledermäuse und Schläfer. Manche überwintern auch gerne in geeigneten Hohlräumen. Hier muss also besondere Sorgfalt walten und im Zweifelsfall die Untere Naturschutzbehörde hinzugezogen werden.

Letztlich sollte es selbstverständlich sein, Eingriffe in vorhandenen Gehölzbestand mit Augenmaß durchzuführen und so weit wie möglich zu minimieren. Denn Bäume, Hecken und flächige Gehölze sind wichtig zur Gliederung der Landschaft und zur Belebung des Ortsbildes. Sie verbessern das Kleinklima in der Stadt und sind nicht zuletzt wichtiger Lebensraum unserer heimischen Tierwelt.

Wer unsicher ist, ob seine Bäume und Gehölzbestände per Satzung geschützt sind, sollte sich vorher bei der Stadt informieren.