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Ernst Böhm im Alter von 85 Jahren verstorben

Stadt trauert um engagierten Umwelt- und Naturschützer

Die Stadt trauert um den engagierten Umwelt- und Naturschützer Ernst Böhm, der am vergangenen Montag kurz vor seinem 86. Geburtstag gestorben ist. „Über 50 Jahre hat sich Ernst Böhm in Neu-Isenburg und der gesamten Region ehrenamtlich für den Umwelt- und Naturschutz engagiert. Er kannte die hiesige Flora und Fauna wie kein anderer. Als Funktionsträger und Mitglied vieler Verbände und Arbeitsgruppen war er bekannt für seine Kompetenz und seinen großen Sachverstand. Seiner Initiative, seiner Unterstützung und auch seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass zahlreiche Projekte umgesetzt werden konnten. Dazu zählt die Ausweisung von Naturschutz- und anderen Schutzgebieten ebenso wie der besondere Schutz von Vögeln und Amphibien. Von seiner Arbeit zeugen auch Publikationen mit denen er die Tier- und Pflanzenwelt der Region dokumentiert hat“, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel, der jahrzehntelang mit Ernst Böhm sehr konstruktiv und freundschaftlich zusammengearbeitet hat.

Als bestes Beispiel gilt das Naturschutzgebiet Gehspitzweiher. Der Wachsamkeit und dem Engagement von Ernst Böhm ist zu verdanken, dass dieses Gebiet unter Schutz gestellt wurde und in seiner Schönheit erhalten geblieben ist. Ursprünglich sollte nach alten Plänen der Gehspitzweiher als Reifendeponie ausgewiesen werden. Heute sind der Forst und die Stadt Frankfurt genauso wie die Neu-Isenburger stolz auf dieses Naturschutzgebiet, das inzwischen seltenen und auf der Roten Liste stehenden Vogelarten als Brutstätte dient. Federführend war Ernst Böhm auch bei der Etablierung des zweiten Neu-Isenburger Naturschutzgebietes „Bruch von Gravenbruch“ und bei der Ausweisung der Erlenbachaue als FFH-Gebiet. Über Jahrzehnte hat er die Überwachung am Gehspitzweiher übernommen, viele Pflegemaßnahmen selbst mit durchgeführt und Zivildienstleistende sowie andere Hilfskräfte für Naturschutzarbeiten in Stadt und Kreis betreut.

Mit der Gründung der Ortsgruppe Zeppelinheim des Deutschen Bundes für Vogelschutz im Jahr 1965 und der Übernahme des Vorsitzes dieser Vereinigung hatte Ernst Böhm die erste offizielle Funktion im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Es folgten Ämter als Vorsitzender des Arbeitskreises Rodgau Dreieich der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), als Vorstandsmitglied im Landesverband der HGON, als Ortsbeauftragter für den amtlichen Vogelschutz der Staatlichen Vogelschutzwarte Frankfurt für den Bereich Zeppelinheim und später auch für den Kreis Offenbach sowie als stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender des Naturschutzbeirates im Kreis Offenbach. In der Arbeitsgruppe Umweltschutz der Stadt Neu-Isenburg war Ernst Böhm 1982 Gründungsmitglied und gehörte diesem Gremium als engagierter Mitstreiter über Jahrzehnte an.

Ernst Böhm legte bei vielen Projekten direkt vor Ort Hand an. Gleichzeitig übernahm er Antragstellungen, wurde persönlich bei Behörden vorstellig und erarbeitete die Stellungnahmen der sogenannten 29er Verbände zu Bebauungs- oder Flächennutzungsplänen. Ein guter Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Naturschutzverbände bis hin zur themenbezogenen Teilnahme an städtischen Pressekonferenzen war ebenfalls fest in seiner Hand.

Auch in der AG Flughafen brachte Ernst Böhm seinen umfassenden Sachverstand ein. Hier widmete er sich insbesondere den Maßnahmen, die für Zeppelinheim wichtig sind, wie zum Beispiel die Reduzierung des Bodenlärms.

„Mit großem Respekt blicken wir auf das großartige Lebenswerk von Herrn Böhm. Mit vorbildlichem Mut, hervorragendem Engagement und außergewöhnlichem Einsatz hat er zahlreiche Projekte umgesetzt, Missstände aufgezeigt und sich dafür stark gemacht, diese zu beheben. Wir sind ihm sehr dankbar und werden seinen guten Rat ebenso vermissen, wie seine beeindruckende Persönlichkeit“, sagen Bürgermeister und Erster Stadtrat.

Für sein Engagement hat Ernst Böhm viele Auszeichnungen erhalten. Dazu gehören unter anderen die Ehrenplakette des Landes Hessen in Silber und Gold, der Bundesverdienstorden, der Ehrenbrief des Landes Hessen, die Große Ehrenplakette der Stadt Neu-Isenburg sowie zahlreiche Umweltpreise und Auszeichnungen der einzelnen Verbände.

Das Bild entstand 2012 anlässlich des Empfangs zum 80sten Geburtstag von Ernst Böhm. Als Geschenk wurde der Ernst-Böhm-Weg in der Erlenbachaue ausgewiesen, mit Bezug auf sein früheres Engagement für dieses Gebiet und den Erhalt der wertvollen Auenlandschaft. Zudem befindet sich dort die schon vor Jahren gepflanzte Ernst-Böhm-Eiche, die dort einen guten Standort hat und prächtig herangewachsen ist.