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Hans-Joachim „Jockel“ Leber gestorben

Hans-Joachim Leber, Kriminalhauptkommissar a.D., ist am Sonntag, 4. November, im Alter von 86 Jahren verstorben. Von 1954 bis zu seiner Pensionierung am 31. Oktober 1992 war er mit Leib und Seele Polizist, viele Jahre davon auch in Neu-Isenburg.  

Seine Arbeit war seine Berufung. Er ermittelte in vielen Morden, die in die Schlagzeilen kamen. Er war für seine Kollegialität und sein Augenmaß bekannt. Er war menschlich und wurde wegen seiner sozialen Kompetenz geschätzt. Seit den 90er Jahren engagierte er sich im Präventionsrat der Stadt Neu-Isenburg.

„Es gibt Menschen, die Sicherheit vermitteln. Bei aller Aufregung,  Ruhe bewahren. Wie ein Fels in der Brandung. So ein Mensch war Jockel Leber. Wir haben seinen Rat und seinen Sachverstand sehr geschätzt. Er war interessiert und konnte schlagfertig sein. Mit großer Sachkunde setzte er sich im Präventionsrat der Stadt Neu-Isenburg dafür ein, die Einwohnerinnen und Einwohner vor Kriminalität und Gefährdungen auf allen Ebenen zu schützen und Strategien für ein besseres Zusammenleben zu entwickeln. Sein Tod macht uns traurig. Wir werden ihn sehr vermissen und ihm ein ehrendendes Andenken bewahren“, so Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

In Neu-Isenburg kannten ihn alle als „Jockel“. Er wurde am 28. Oktober 1932 in Kassel in eine Polizeifamilie hineingeboren. Der Vater - ebenfalls Kriminalbeamter - wurde aus dienstlichen Gründen 1934 von Kassel nach Frankfurt strafversetzt, weil er als Mitglied der SPD nicht der NSDAP beitreten wollte. 1938, da war Hans-Joachim sechs Jahre alt, starb sein Vater an TBC in Heidelberg. Die Mutter zog zurück ins Elternhaus nach Niederzeuzheim/Hadamar und die harten Kriegsjahre begannen.

Bevor Hans-Joachim seinen Traumberuf Polizist verwirklichen konnte, absolvierte er von 1947 bis 1950 eine Schreinerlehre in Hadamar und schloss diese mit der Gesellenprüfung ab. Das Gesellenstück steht seit Jahren liebevoll behütet bei seiner Tochter Anne.

Sylvester 1950 lernte er seine große Liebe „Ulla“ Ursula Leber kennen. Sieben Jahre später, am 31. Mai 1957, wird geheiratet. Die beiden führen eine liebevolle und harmonische Ehe, drei Kinder werden geboren. Erst der Tod von Ursula Leber am 30. März 2017 trennte die beiden.

Nach seiner Lehrzeit arbeitete Hans-Joachim zunächst auf Baustellen in Frankfurt und Köln, um beim Wiederaufbau der zerbombten Städte zu helfen. 1953 kann er sich schließlich bei der Polizei bewerben und tritt am 1. April 1954 seine Ausbildung bei der Hessischen Polizeischule in Wiesbaden an. Im Anschluss folgt eine weitere Ausbildung bei der Hessischen Bereitschaftspolizei in Mühlheim. Als Vermerk steht schon damals im Zeugnis: „Lebhaft, schlagfertig, vielseitig interessiert“. Am 1. November 1958 wird Jockel zur kommunalen Polizei nach Neu-Isenburg unter Bürgermeister Ludwig Arnoul versetzt. 1962 wechselt er von der Schutzpolizei zur Kriminalpolizei und am 1. Januar 1974 zum K11 nach Offenbach - dem Kommissariat für Kapitalverbrechen. Er arbeitete an Mordfällen mit, die Schlagzeilen machten, wie zum Beispiel der Autokino-Mord in Gravenbruch (1962) oder die Ergreifung des Serienmörders Wolpert. Sehr häufig wurde er zum Schutz von Personen abkommandiert, die im öffentlichen Leben standen und massiv bedroht wurden.

Hans-Joachim Leber war ein leidenschaftlicher Klavier- und Orgelspieler. Während seiner Lehrzeit besuchte er drei Jahre eine staatlich geprüfte Musikschule in Limburg und erlernte dort das Klavier- und Orgelspielen. Sein Herz schlug für den Fußball. Nach seiner aktiven Zeit als Fußballer stieg er bei der Agentur „Wenho“ ein und betätigte sich über drei Jahrzehnte als Sportfotograf – insbesondere bei den Offenbacher Kickers, Eintracht Frankfurt und regional in Neu-Isenburg und Nachbarschaftsvereinen. Seit 1971 war er Mitglied beim OFC und stand bis zuletzt mit den Spielern beider Vereine OFC und Eintracht in Kontakt.  

In Neu-Isenburg konnte man ihn regelmäßig bei den Heimspielen der 1. Mannschaft der Spielvereinigung 03 antreffen.

Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: „Jockel Leber war ein stets fröhlicher, aufgeschlossener und positiver Mensch mit einem sehr wachen Geist und einem klaren Blick für das Wesentliche – auch als bekannter Sportfotograf. Er hinterlässt eine Lücke in unserer Stadtgesellschaft.“