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"Iseborjer Kinno" - Vor 10 Jahren lief der erste Film

"Auf der Leinwand machen sich Tausende Bewohner der Antarktis in ihren typischen schwarzen Fräcken auf den langen Weg durch die gnadenlose Eiswüste zu ihren angestammten Brutplätzen."… So kündigte das Team vom "Iseborjer Kinno" seinen ersten Film an, der vor genau zehn Jahren, am 9. November 2008, im städtischen Cineplace gezeigt wurde und auf Anhieb 26 Erwachsene und zwei Kinder ins Kino lockte.

Nach einer zweimonatigen Vorbereitungsphase und einem Erzählcafé im Oktober 2008 gab es zunächst monatlich ein sonntägliches Kinocafé, bis dann ab Januar 2009 einmal pro Woche der schwarze Samtvorhang aufging - und das bis heute.

Nicht immer waren anfangs die Vorstellungen so gut besucht wie bei diesem ersten Film. Aber auch eine Durststrecke mit gelegentlich einstelligen Besucherzahlen nahm dem Gründungsteam nicht den Mut weiterzumachen. Mittlerweile umfasst der Kinoverteiler 520 Mailadressen, durch den Kinointeressierte über das Programm informiert werden. Wegen des inzwischen  großen Interesses werden seit 2017 die Filme jeden Dienstag als Doppelveranstaltung, d.h. nachmittags  und abends, angeboten. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, Kooperationen und andere Formate wie die lange Filmnacht, die Sonntagsmatinee und weiterhin das Kinocafé. Jährlich werden etwa 45 Filme ausgesucht mit dem Recht der nichtgewerblich-öffentlichen Vorführung. Trotz einer dreimonatigen Sommerpause werden es im Jahr 2018 mehr als 2000 Besucherinnen und Besucher sein, die das cineastische Angebot des "Iseborjer Kinno" wahrgenommen haben.

Kino, das ist nach wie vor für viele Menschen ein ganz besonderer Ort; das gemeinsame Film-Erlebnis ist nicht nur Anregung oder Unterhaltung, sondern meist auch ein gedanklicher Anstoß und eine Auseinandersetzung mit den Themen der Zeit.

Fünf Menschen jenseits der 60 gestalten ehrenamtlich die Kinoevents und das Programm für ein Publikum, das auch eher den sogenannten "Best Agern" zugerechnet werden kann. Die Kulturinitiative "Iseborjer Kinno" wird gemanagt von Marion Altenburg-van Dieken, Theo van Dieken, Gisela Mauer, Christel Neumann und Günter Rothenberg; unterstützt werden sie von den Honorarkräften Sven Arning und Holger Derigs, die für Bestuhlung und Technik zuständig sind. Zentral gelegen und von verschiedenen Einrichtungen der Stadt, wie z.B. das Jugendcafé und Jugendbüro sowie die Brüder-Grimm-Schule umgeben, ist das Cineplace ein idealer Standort für eine lokale Filmarbeit.

Daran ist im Laufe der Jahre auch das Interesse anderer Gruppen gewachsen, die das städtische Cineplace für ihre Arbeit nutzen. Und so stellt sich für die Kulturinitiative "Iseborjer Kinno" nach zehn Jahren erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit die Frage, welchen Platz und welches Gewicht das Medium Film zukünftig in der Neu-Isenburger Sozial-, Kultur- und Bildungsarbeit einnehmen wird. Welchen Weg will und kann Neu-Isenburg einschlagen? Und kann dieser ausschließlich ehrenamtlich beschritten werden? Diese offene Diskussion möchte das "Kinno-Team" anstoßen und führen, denn:

Zentrale Themen wie Digitalisierung und Klimawandel, Europa, die älter werdende Gesellschaft, der Umgang mit Krankheit und Demenz, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit - mit all diesen und weiteren Fragen setzen sich Regisseure und Filmemacher in Dokumentar- und Spielfilmen auseinander und eröffnen damit die Chance für einen konstruktiven gesellschaftlichen Diskurs.

Am 9. November 2018 steht deshalb auch nicht wie vor zehn Jahren ein unterhaltsamer Tierfilm auf dem Programm. Unter der Überschrift "Blüh´ im Glanze" lädt das "Iseborjer Kinno" zu einem Abend des Nachdenkens über Herausforderungen der Gegenwart wie Abbau von Vorurteilen, Zivilcourage und gewaltfreier Widerstand ein.

Beginn der Veranstaltung mit Kurzfilmen, einem Wortbeitrag und Musik ist um 19:30 Uhr.