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Jubiläen in Neu-Isenburg 2018

2018 werden zahlreiche Jubiläen gefeiert, über die im Einzelnen auch noch ausführlich berichtet werden soll. Als kleiner Vorgeschmack, der keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sind hier die runden Jubiläen genannt.

2018 erinnert die Stadt anlässlich des 300. Todestages an ihren Stadtgründer Graf Johann Philipp zu Ysenburg und Büdingen. Der Kreis Offenbach, die Sparkasse Langen Seligenstadt sowie die Stadt Neu-Isenburg haben in diesem Zusammenhang den Entwurf und die Ausführung eines Kunstwerks für den Vorplatz der Hugenottenhalle beziehungsweise der Stadtbibliothek ausgeschrieben. Wer sich noch beteiligen will findet die Ausschreibungsanforderungen auf der Seite des Kreis Offenbach unter https://www.kreis-offenbach.de/index.phtml?object=tx,1856.1.1&ModID=7&FID=1856.9179.
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Die Wettbewerbsunterlagen sind bis zum 28. Februar 2018 einzureichen.

Wer hätte gedacht, dass die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, die Neu-Isenburg mit Strom, Erdgas und Trinkwasser versorgt, den Stadtbus, die Versorgungsnetze und das Waldschwimmbad in Neu-Isenburg betreibt in diesem Jahr 120jähriges Bestehen feiern wird. Schon 1898 erhielt Neu-Isenburg ein eigenes Elektrizitäts- und Wasserwerk, das als Regiebetrieb der Stadt verwaltet wurde und im alten Stadthaus an der Frankfurter Straße untergebracht war. Der erste Werksdirektor war Clemens Irmschler (1898 bis 1932). In der am 23. Februar 1899 abgehaltenen Gemeinderatssitzung wurde die Wahl einer Deputation zur Verwaltung des Licht- und Wasserwerkes beschlossen. Dies war die Geburtsstunde des Aufsichtsratsorgans der Stadtwerke, der damaligen Betriebskommission und des heutigen Aufsichtsrates. Als 1938 das Eigenbetriebsgesetz in Kraft trat, das für gemeindliche Versorgungsbetriebe eine vom Vermögen der Stadt getrennte Verwaltung vorsah, zogen die Stadtwerke in die frühere Gaststätte "Westendhalle", in der Bahnhofstraße 3, um. Nach einigen Zwischenstationen im Rathaus und in der Friedrichstraße wurde 1976 das Gebäude in der Schleussnerstraße errichtet, das auch noch heute der Sitz der Stadtwerke ist. 1993 wurde der Eigenbetrieb zur Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH umgewandelt.

Anders als in vielen Städten verlief die Einführung der Stromversorgung in Neu-Isenburg ohne große Richtungskämpfe, ob denn nun Gas oder Strom die zukunftsweisende Energieform sein. In Neu-Isenburg setzte man auf Elektrizität. Mit der Planung des Elektrizitätswerkes wurde Prof. Dr. Erasmus Kittler von der Technischen Hochschule in Darmstadt, der den ersten Lehrstuhl für Elektrotechnik in Deutschland innehatte, beauftragt. Kittler überzeugte die Neu-Isenburger Verantwortlichen, dass der Bau ein "Rentierliches Objekt" wäre. Als anerkannte Kapazität wurde er zum ausführenden Projektleiter für das Energiewerk ernannt. Durch das frühe Vorhandensein der Wasserversorgung und von Elektrizität, kam es zu Industrieansiedlungen und städtischem Aufschwung.

Aus Dankbarkeit verlieh der Gemeinderat Prof. Dr. Erasmus Kittler am 22. Juli 1898 die Ehrenbürgerschaft und benannte eine Straße nach ihm, die aber im Dritten Reich umbenannt wurde und heute als Beethovenstraße bekannt ist.

Wie das Firmenjubiläum der Stadtwerke gefeiert wird und das große Jahresgewinnspiel funktioniert, wird Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, in einer der nächsten Magistratspressekonferenzen vorstellen.

100 Jahre Frauenwahlrecht

1918 wurde das Frauenwahlrecht durchgesetzt - und nur ein Jahr später wurde die Isenburger Politikerin Franziska Schorch, erste Gemeinderätin Deutschlands. Bereits am 12. November 1918 wurde sie in den lokalen Arbeiter- und Soldatenrat gewählt, als einzige Frau. Bei der ersten Gemeinderatswahl in der Weimarer Republik am 17. Juni 1919, zog Franziska Schorch in den Neu-Isenburger Gemeinderat ein. Sie war Abgeordnete der SPD, die bei der Wahl 11 von 21 Sitzen errang. Die Mutter von zwei Söhnen beteiligte sich gleich in vier Gremien an der Herkulesaufgabe, Neu-Isenburg aus der Not der Nachkriegszeit herauszuführen. Sie wurde Mitglied in den Kommissionen für soziale Fürsorge, für Einkommensteuer, für die Volksküche und für Gesundheit. Außerdem leistete sie praktische Sozialarbeit. So leitete sie die Neu-Isenburger Volksküche und betreute Kindergruppen bei Erholungs- und Freizeitaufenthalten im Odenwald.

Vor 70 Jahren

Zum 70. Mal wird in ganz Deutschland am 20. und 21.6. an die Währungsreform 1948 und an die Verfassungsfeier erinnert. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 1948 wurde am 30. Juni 1948 Adolf Bauer (SPD) durch die Stadtverordnetenversammlung wiedergewählt. Er war seit 1945 hauptamtlicher Erster Stadtrat während Ulrich Boelsen und Hans Hayn als Bürgermeister von der US-Militärregierung eingesetzt waren. Bauer folgte auf Bürgermeister Wilhelm Arnoul, der aufgrund seiner Wahl als Landrat vorzeitig aus seinem Amt ausschied und so wurde Adolf Bauer am 8. Mai 1947 von der Stadtverordnetenversammlung vorzeitig als Bürgermeister gewählt. Seine Amtszeit endete am 30. Juni 1954. Die Stadt Neu-Isenburg hat eine Straße nach ihm benannt.

1948 wurde in Neu-Isenburg in viele Einrichtungen investiert, die noch heute eine große Bedeutung haben. So wurde am 14. August 1948 der Sportplatz Buchenbusch eröffnet und am 10. November die Stadtbücherei wieder in Betrieb genommen.

Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU wurde gegründet - seit dem 16. Dezember 1948 ist die Stadt daran beteiligt und konnte schon früh die Weichen für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Neu-Isenburg stellen.

Seit Dezember 1948 unterhält die Stadt Neu-Isenburg mit Alexandria (Minnesota) in den USA freundschaftliche Beziehungen. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges schickten die Menschen Care-Pakete aus den USA nach Neu-Isenburg. Eine Idee, die in den 1980er und 1990er Jahren von den Neu-Isenburgern aufgegriffen wurden - und Hilfspakete nach Rumänien sendeten, um die Not der Menschen dort zu lindern.

Dazu schrieb Dr. Bettina Stuckard, Fachbereichsleitung Kultur:

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hungern die Menschen in Neu-Isenburg - wie überall in Deutschland. Eine besondere Weihnachtsfreude wird den Neu-Isenburgern 1948 gewährt: in einer "Sonderzuteilung anlässlich des Weihnachtsfestes" werden 125 g Backwaren und 400 g Trockenfrüchte ausgegeben. Kleine Kinder werden von der amerikanischen Militärregierung zur Weihnachtsbescherung eingeladen: Es gibt Milchsuppe und ein kleines Geschenk. Mit solchen Aktionen gewinnt die Militärregierung die Neu-Isenburger für sich; aus Besatzern werden Helfer in der Not. Weihnachten 1948 steht ganz im Zeichen von Amerika, denn auch die Hilfslieferung aus Alexandria kann am 21.12.1948 an die Bevölkerung verteilt werden.

Alexandria und der Worthington-Plan

Der Neu-Isenburger Bürgermeister Adolf Bauer wendet sich aufgrund der Not in seiner Stadt 1947 an die CRALOG (Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany). Dieser Dachverband der größten Wohlfahrtsverbände koordiniert die Verschickung von "Liebesgaben" - Kleidungsstücke, Medikamente, Lebensmittel.

Das amerikanische Worthington will darüber hinaus einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und eine Patenschaft für eine deutsche Stadt übernehmen. Zwar wird Neu-Isenburg nicht von Worthington ausgewählt, aber das Projekt findet Nachahmer und so wird Alexandria Patenstadt für Neu-Isenburg.

In Alexandria, einer kleinen Stadt mit 7.000 Einwohnern und damit nur halb so groß wie Neu-Isenburg werden innerhalb kürzester Zeit 2,5 Tonnen gut erhaltene Kleidung gesammelt. Zollbestimmungen verzögern die Weiterleitung der Lieferung. In Neu-Isenburg bildet sich ein Komitee, das die Verteilung der Kleidung durchführen soll. Um ungeduldigem Warten, aber auch, um Plünderungen vorzubeugen, wird die Öffentlichkeit nicht über die zu erwartende Hilfe informiert. Am 21.12.1948 wird das Eintreffen der Hilfslieferung aus Alexandria im frisch eingeweihten Saal der Turnhalle gefeiert, wo die Spenden verteilt werden.

40 Jahre Verschwisterung mit Bad Vöslau

Die Verschwisterung mit der Kur- und Weinstadt Bad Vöslau in Österreich wurde am 15. April 1978 besiegelt. Somit wird in diesem Jahr zum 40. Mal die Rückverschwisterung gefeiert.

Für Kinder, Senioren und Vereine wurde gebaut

In den wilden 68ern wurde in Neu-Isenburg bereits in die Förderung der Kinder investiert. 1968, vor 50 Jahren, wurde der Kindergarten Schillerstraße errichtet und ein neuer Westtrakt in der Brüder-Grimm-Schule gebaut.

Vor 45 Jahren, 1973, wurde die Seniorenwohnanlage in der Freiherr-vom-Stein-Straße 16, eingeweiht. Eine weitere Neu-Isenburger Einrichtung, die Wohnanlage Quartier IV, wurde 1993 von der Wüstenrot-Stiftung prämiert, weil sich hier "Selbstständigkeit durch Betreutes Wohnen" gut verwirklichen lässt. Auf dem ehemaligen Gelände der "Frankfurter Würstchen" Fabrik Wirth, entstanden 30 Familien-Wohnungen und 40 altengerechte Wohnungen, in drei zwei- bis dreistöckigen Gebäuden, mit einer Tiefgarage, Nutzgärten, Grünfläche mit Freisitz, Kinderspielplatz sowie dem Treff, als städtischem Begegnungs- und Kommunikationszentrum. Das Quartier IV liegt in zentraler Lage mit guter Anbindung an die Stadt und Einkaufsmöglichkeiten. Auch 25 Jahre nach dem Entstehen ist das Konzept so aktuell wie nie.

Die Sporthalle Buchenbusch wurde vor 40 Jahren (1978) eingeweiht, vor 30 Jahren die Sporthalle An den Grundwiesen (1983).

30 Jahre Zeppelinmuseum

Ein Aushängeschild für moderne Museen entstand vor 30 Jahren in Zeppelinheim. Bereits 1988 wurde das Zeppelinmuseum eingeweiht. Es vermittelt die Faszination "Zeppelin" die bis zum heutigen Tag viele Menschen in ihren Bann zieht. Die Ausstellung des Zeppelin-Museums lässt die versunkene Luftfahrt-Ära neu erstehen. In den 1920er und 1930er Jahren reiste die elegante Gesellschaft mit dem Zeppelin nach Nord- und Südamerika. Ambiente und Service der Luxusklasse mit feinem Porzellan, Tafelsilber, Speisen und Getränken à la carte wurden geboten. Neben der komfortablen Bordausstattung ist auch ein nachgebildeter Ausschnitt des Passagierdecks der "Hindenburg" mit Blick auf Rio de Janeiro im Museum zu sehen.

25 Jahre VHS

Auch die VHS feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Sie wurde am 13.1.1993 gegründet, vor 25 Jahren.

Besonders freut Bürgermeister Herbert Hunkel, dass ein Weltunternehmen am Standort Neu-Isenburg seit 25 Jahren den Firmensitz hat: Seit 1993 ist die PepsiCo Deutschland in Neu-Isenburg ansässig. Ein kleiner Beweis für den Erfolg der Wirtschaftsförderung und die Verbundenheit der ansässigen Unternehmen mit der Stadt Neu-Isenburg. In einer Presseerklärung teilte PepsiCo Deutschland im vergangenen Jahr mit, dass sie sich am Standort Neu-Isenburg wohl fühlen. Dies hat das Unternehmen bereits in 2014 gezeigt, als es seine neue Deutschlandzentrale in der Hugenottenallee bezog und damit dem Heimatstandort seit 1993 treu geblieben ist. Von rund 550 Mitarbeitern in Deutschland arbeiten aktuell 220 in Neu-Isenburg.