Leben
Kultur & Freizeit
Wirtschaft
Bürgerservice
Navigation
Leben und Wohnen
Online Anmeldeverfahren Kinderbetreuung Kinder & Jugend Schulen Senioren Integration Gesundheit Kirchen und Religionsgemeinschaften Klima und Energie Umwelt und Natur Stadt und Geschichte Planen und Bauen Verschenkbörse Ehrenamt
Navigation
Kultur und Freizeit
Kultur Veranstaltungskalender Hugenottenhalle Bürgerhaus Zeppelinheim Museen Kunst Stadtbibliothek Sehenswürdigkeiten Sport Vereine Gastronomie Hotels Shopping
Navigation
Bürgerservice
Adressen von A-Z Dienstleistungen von A-Z Verwaltung im Rathaus Karriere und Ausbildung Online-Service Bürgeramt Wahlen
Navigation
Bürgerservice
Nächste Wahltermine Wahllokale WEB-APP Wahlen Ehrenamt in einem Wahlvorstand Wahlergebnisse aus Neu-Isenburg
Navigation
Bürgerservice
Wahlergebnisse Europawahlen Wahlergebnisse Bundestagswahlen Wahlergebnisse Landtagswahlen Wahlergebnisse Kommunalwahlen Wahlergebnisse Bürgermeister/in Wahlergebnisse Ausländerbeirat
Kontakt
Standesamt Rathauspresse Kommunalpolitik Haushalt Stadtwerke DLB GeWoBau Abfallkalender Postfinder Feuerwehr Flüchtlingshilfe Intranet Anmeldung

Naturschutzgebiet Gehspitzweiher - Neue Informationstafeln klären Besucher über Besonderheiten des Gebiets auf

Zwei ansprechend gestaltete Informationstafeln zum Naturschutzgebiet Gehspitzweiher werden Besucher des Gehspitzweihers künftig anschaulich über die Bedeutung des Schutzgebiets aufklären und dazu beispielhaft Pflanzen und Tiere sowie typische Lebensräume vorstellen. Eine der Tafeln wird am Mittwoch, den 17. Januar, um 13.00 Uhr am weiter südlich gelegenen Beobachtungspunkt auf der Westseite des Weihers im Rahmen eines offiziellen Einweihungsaktes aufgestellt. Dabei werden auch Vertreter des Forstamtes Langen, des Stadtforstes Frankfurt und des Regierungspräsidium Darmstadt, das die Tafeln anfertigen ließ, vertreten sein. Die zweite Tafel wird an der Ostseite installiert werden.

Ein Mann darf dabei nicht fehlen: der bekannte Neu-Isenburger Naturschützer Ernst Böhm, der im Dezember 2017 seinen 85. Geburtstag feiern konnte. Auf seine Initiative gehen auch die neuen Informationstafeln zurück. Ohne ihn gäbe es manch ein Naturschutzgebiet im Kreisgebiet nicht. Sein Fachwissen, seine gute Vernetzung und nicht zuletzt seine Beharrlichkeit, wenn es um die Belange des Naturschutzes ging, haben einen unschätzbaren Beitrag zur Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten im Kreisgebiet geleistet.

Besonders dem Gehspitzweiher ist er seit Jahrzehnten eng verbunden. Bereits 1972 nahm der Arbeitskreis „Rodgau-Dreieich“ der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), deren Vorsitzender Ernst Böhm viele Jahre war, erste Untersuchungen im Gebiet auf. Unter seiner Federführung wurde im Jahr 1977 die Unterschutzstellung des Gebiets beantragt. Schließlich wurde der Gehspitzweiher im Jahr 1981 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

In all den Jahren konnten Spaziergänger Ernst Böhm fast täglich am Gehspitzweiher antreffen. Als Gebietsbetreuer machte er dort viele interessante Beobachtungen, wobei seine Liebe der Ornithologie also der Vogelkunde galt. Für das mit der Pflege des Schutzgebiets zuständige Forstamt Langen ist er wichtiger Ansprechpartner, um die notwendigen Maßnahmen abzustimmen. Aber er hat auch selbst bei zahlreichen Arbeitseinsätzen ganz praktisch Hand angelegt – sei es bei der Herrichtung einer Steilwand für den Eisvogel oder der Schaffung von Kiesinseln für den Flussregenpfeifer. Seit einigen Jahren leitet er auch den Einsatz von Herrn Zapp an. Dessen überwiegend von der Stadt Neu-Isenburg finanzierte Stelle erlaubt es, viele Pflegearbeiten in wichtigen Biotopen der  Gemarkung durchzuführen, die sonst nicht möglich wären.

Auch als offizieller Landschaftsüberwacher ist Ernst Böhm seit Jahrzehnten am Gehspitzweiher tätig. Diese Tätigkeit ist allerdings immer wieder mit unschönen Vorfällen und Auseinandersetzungen verbunden. Manch einer will eben nicht verstehen, dass das Betreten von Naturschutzgebieten außerhalb von offiziellen Wegen, grundsätzlich verboten ist. Die Verstöße reichen von nicht angeleinten Hunden, die im Gebiet herumlaufen über Angeln bis hin zum Lagerfeuer. Dabei sollte es doch selbstverständlich sein, dass man den im Ballungsraum immer knapper werdenden Lebensraum von wild lebenden Tieren und Pflanzen, der immer mehr zum „Überlebensraum“ wird, respektiert.

Im Sommer 2016 trafen sich daher auf Anregung von Ernst Böhm Vertreter der lokalen Naturschutzverbände, des Forstamtes Langen und des Stadtforstes Frankfurt sowie Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt zu einem Ortstermin am Gehspitzweiher. Anlass waren die zunehmenden Störungen im Gebiet. Gemeinsam überlegte man Maßnahmen zur Besucherlenkung. Unter anderem wurde damals beschlossen, eine bessere Einfriedung zur optischen Abgrenzung des Gebiets zu bauen, was vom Forst auch zügig umgesetzt wurde. Auch das Aufstellen der beiden Informationstafeln an ausgewählten Standorten wurde bereits damals beschlossen.

Die Stadt Neu-Isenburg freut sich sehr, dass die Maßnahme jetzt realisiert wird und hofft, dass die Bevölkerung dadurch noch mehr Verständnis dafür entwickelt, dass am Gehspitzweiher die Natur Vorrang genießt.