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Stadt Neu-Isenburg fördert die Attraktivität des Bedarfs der Tagespflege

Konzepte liegen der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vor

Die Tagespflege ist ein wichtiger Baustein der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen. Viele Eltern schätzen diese individuelle, familiäre und flexible Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder. Die Nachfrage ist groß und übersteigt das Angebot, das seit Jahren in Neu-Isenburg bei rund 64 Plätzen liegt. Um den Beruf der Tagespflege attraktiver zu gestalten, hat die Stadt Neu-Isenburg einiges vor. In enger Abstimmung mit der Tagesmütterzentrale sollen neue Wege gegangen werden. Die Konzepte liegen den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vor.

Was tun wenn die Tagesmutter oder der Tagesvater krank werden? Vertretungskonzept Tagespflege

Für berufstätige Eltern der Ernstfall: Die Tagespflegeperson wird krank. Aber auch für die Tagespflegeperson bedeutet die eigene Krankheit nicht nur Lohnausfall, sondern in der Regel auch großen Stress, weil sie unmittelbar um die Not der Eltern am besten Bescheid weiß. Kleine Kinder können nicht einfach durch fremde Personen in fremden Räumlichkeiten betreut werden. Um sowohl den Eltern ein verlässliches Betreuungskonzept für ihre unter Dreijährigen Kinder anbieten zu können als auch die Tagespflegepersonen zu entlasten, hat die Stadt Neu-Isenburg nun in Zusammenarbeit mit der Tagesmütterzentrale ein Vertretungskonzept erarbeitet. Für diese Fälle soll künftig eine Erzieherin mit eigenen Räumlichkeiten bereit stehen, die bei der Tagesmütterzentrale in Vollzeit angestellt wird. Die Stadt würde einen Zuschuss in Höhe der anfallenden Personalkosten von ca. 55.100 EUR zur Verfügung stellen. Die Kosten dafür sind im Nachtragshaushalt 2018/2019 bereitgestellt.

Ergänzt werden könnte dieses Konzept durch die Bildung von Tagespflege-Tandems, bei der sich zwei bis drei Tagespflegestellen in räumlicher Nähe zusammenschließen. Dabei wird bei jeder Tagespflegestelle ein Platz freigehalten. Das würde sich bei Tagespflegestellen anbieten, die regulär weniger als fünf Kinder betreuen möchten, aber im Vertretungsfall auch ein weiteres Kind für einen begrenzten Zeitraum betreuen würden. Dieser freigehaltene Platz würde mit zwei Stunden/Woche durchgehend vergütet werden und bei Inanspruchnahme zusätzlich voll vergütet. Die durchgehende Vergütung wäre der Ausgleich für die Bereitschaft, einen Platz freizuhalten und sich regelmäßig (mind. alle zwei Wochen) im Tandem mit den Kindern zu treffen, um die erforderliche Beziehung zu den Kindern aufbauen zu können. Die Kosten werden auf ca. 9.200 Euro pro Jahr (bei fünf Kindertagespflegepersonen und 10 tatsächlichen Vertretungen) geschätzt.

Mehr Geld für Tagespflegepersonen

Um den Beruf der Kindertagespflegeperson attraktiver zu gestalten ist es wichtig, dass eine Kindertagespflegeperson eine Vergütung in einem attraktiven finanziellen Rahmen erhält. Die Stadt Neu-Isenburg hat dazu bereits Beschlüsse gefasst, die den durch den Kreis bereitgestellten Betreuungsstundensatz für Neu-Isenburger Kindertagespflege-personen freiwillig um 2 EUR pro Kind und Betreuungsstunde erhöht.

Kindertagespflege in anderen Räumlichkeiten

Oft ist es aber trotzdem für die Kindertagespflegepersonen schwierig, genügend eigene Raumkapazitäten zur Verfügung zu haben, um weitere Kinder aufzunehmen und somit die Platzkapazität so zu erweitern, dass eine entsprechend rentable Vergütungshöhe erreicht werden kann. Dieser Umstand ist sicher einmal der entsprechenden Miethöhe im Rhein-Main-Gebiet geschuldet, aber auch des insgesamt knappen Angebots an großen Wohnungen, wie auch der möglichen Toleranz des Vermieters oder der anderen Mieter gegenüber einer Kindertagespflegestelle, die bis zu fünf andere Kinder in der Wohnung betreuen möchte. So ist es vielen Kindertagespflegestellen nur möglich 2 bis 3 Kinder, statt der Höchstzahl von 5 Kindern zu betreuen.

Eine Möglichkeit der Abhilfe besteht in der sogenannten „Kindertagespflege in anderen Räumlichkeiten“, bei der die Tagespflege nicht wie üblich in den eigenen privaten Wohnungen durchgeführt wird, sondern in eigens dafür angemieteten Räumlichkeiten. Bundesweit wird diese Form der Kindertagespflege bereits in jeder 4. Kindertagespflegestelle durchgeführt. In den Ballungsgebieten ist die Häufigkeit in der Regel höher als in den ländlichen Gebieten. Auch in Neu-Isenburg soll nun eine geeignete Räumlichkeit in der Ludwigstraße dafür eingerichtet werden. Der Betrieb wird voraussichtlich im Februar durch 2 qualifizierte Kindertagespflegepersonen aufgenommen werden können.

Gesicherte Kinderbetreuung, Qualifizierungskurs in Blockform und Vergütung der Ausbildung

Für viele Interessenten ist die lange Ausbildungsdauer von über neun Monaten ein Hindernis, da ein kurzfristiger Einstieg in die aktive Betreuungszeit als Kindertagespflegestelle nicht möglich ist. Gerade berufstätige Frauen, die sich momentan in Elternzeit befinden und vor der Überlegung stehen, ob dieser Beruf eine Alternative sein könnte, wären an einem zeitnahen Abschluss der Ausbildung interessiert. Ein weiterer Faktor, der Interessierte abschreckt, ist, dass die Qualifizierungszeit in der Freizeit geleistet werden muss und kein Arbeitsentgelt erwirtschaftet werden kann. Eine gesicherte Kinderbetreuung, der Qualifizierungskurs in Blockform und eine Vergütung der Ausbildung, würden sowohl den Verdienstausfall kompensieren, als auch die Dauer der Ausbildung attraktiver gestalten. Mit folgenden Maßnahmen sollen die Ausbildungszahlen im Bereich der Kindertagespflege gesteigert werden:

Kompaktkurs Qualifizierung

Vom 1. April bis zum 1. Juli 2019 soll ein Qualifizierungskurs des Kreises Offenbach in Neu-Isenburg als Blockkurs angeboten werden. Der Vorteil: Der Kurs findet in Wohnortnähe statt, die Kinder könnten in städtischen Räumlichkeiten betreut werden und der Kurs kann innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen werden - statt in neun bis 12 Monaten.

Im Nachtragshaushalt 2019 stehen die Kosten für die Kinderbetreuung (bei geschätzten 160 Stunden Qualifizierung) von rund 4.800 Euro bereit sowie noch einmal rund 26.760 Euro (10 Personen) als Prämie für die bestandene Prüfung und Aufnahme einer Tätigkeit als Kindertagespflegestelle in Neu-Isenburg.

Die Erstattung ist mit der Verpflichtung verbunden, als Tagespflegeperson in Neu-Isenburg tätig zu werden.

Interessierte können sich für nähere Informationen an die Tagesmütterzentrale wenden. Eine Anmeldung zur Teilnahme an dem Kompaktkurs erfolgt direkt bei der VHS, die den Kurs veranstalten wird.