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Stolpersteine gegen das Vergessen

Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus

In über 60 deutschen Städten hat der Kölner Künstler Gunter Demnig Steine vor den Häusern verlegt, in denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten vertrieben, verschleppt oder ermordet wurden. „Auf dem Stolperstein bekommt das Opfer seinen Namen wieder seine Identität und sein Schicksal sind, soweit bekannt, ablesbar. Durch den Gedenkstein wird die Erinnerung an diesen Menschen in unseren Alltag geholt" (Gunter Demnig).

Auch in Neu-Isenburg wurden Steine gesetzt. Das Projekt wurde von der Bertha Pappenheim Initiative vorbereitet und von der Initiative der Kirchengemeinden und der Vereine GHK (Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur) und FFK (Forum zur Förderung von Kunst und Kultur) unterstützt. „Insbesondere ist diese Aktion ein großer Verdienst von Christa Ziller, die die Stolperstein-Verlegung initiiert und mit großem Engagement organisiert hat sowie von Frau Dr. Heidi Fogel, die das Projekt wissenschaftlich begleitet hat“, bedankt sich Bürgermeister Herbert Hunkel.

In Neu-Isenburg wurden erstmals 2009 die "Stolpersteine gegen das Vergessen" für

- Isaak Cahn, Gitella Cahn, Lion Schott, Selma Schott, Charlotte Schott in der Frankfurter Straße 32,

- Hedwig Jacobi in der Friedensallee 78

- Willy Schlamm, Else Schlamm, Herta Metzger (geb. Schlamm), Regine Schlamm (geb. Kahn) in der
  Taunusstraße 32verlegt.

Bei den Steinen handelt es sich um Pflastersteine mit einer Messingplatte, auf die Name, Geburtsdatum und Zielort der Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger eingraviert sind. Sie wurden vor die Häuser gesetzt, in denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verschleppt oder ermordet wurden. Ziel dieses Projektes ist es, diese Menschen aus dem Vergessen zu holen und ihnen wieder einen Platz in ihrem alten Wohnort zu geben.

Von 16 jüdischen Menschen, die in der Stadt Neu-Isenburg gewohnt haben, ist bekannt, dass sie Opfer des NS-Terrors geworden sind. Dies gilt auch für die meisten Bewohnerinnen des Heims von Bertha Pappenheim. Seit dem Jahr 2010 erinnert eine Stolperschwelle vor dem ehemaligen Heim des Jüdischen Frauenbundes in der Zeppelinstraße an über 150 Frauen und Kinder, die dort lebten, deportiert und ermordet wurden.

In einer weiteren Aktion am 24. Oktober 2011 ließ die Bertha-Pappenheim-Initiative ein weiteres Mal 12 Stolpersteine zum Gedenken an ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Neu-Isenburgs setzen. Bei der Vorbereitung und Gestaltung der öffentlichen Verlegung wurden Schülerinnen und Schüler der Neu-Isenburger Schulen einbezogen.

Es wurde an die Menschen erinnert, die sich rechtzeitig durch Flucht ins Ausland vor Diskriminierung, Verhaftung und Deportation in Sicherheit bringen konnten. Nicht allen, die gezwungenermaßen Neu-Isenburg verlassen mussten, können Steine gesetzt werden. Viele Schicksale ließen sich nicht aufklären, und so hat sich die Stolperstein-Initiative für die entschieden, von denen sie Näheres in Erfahrung bringen konnte. Hierzu zählen insbesondere auch diejenigen, die nach 1945 Neu-Isenburg besucht haben, z.T. auf Einladung der Stadt anlässlich des Erscheinens der Dokumentation  „Neu-Isenburg zwischen Anpassung und Widerstand“ (1978).

Es wurden Steine verlegt für

  • das Ehepaar Josef und Adelheid Drehlich in der Frankfurter Str. 46,

  • die Familie Goldmann, Max und Rosa und ihre beiden Kinder Willi und Johanna, in der Frankfurter Str. 19,

  • Familie Weiß aus der Schillerstr. 18, das Ehepaar René und Helene mit seinen Kindern Eva und Richard.

  • Salomon Luks in der Hirtengasse 18

  • Max Pscherowski in der Frankfurter Str. 61.

Für jeden einzelnen Stein – so sieht es das Projekt des Künstlers Gunter Demnig vor – wurde von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern eine Patenschaft übernommen.