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Von Reichtum und Raub, Verdrängung und Neuanfang, Privatisierung und neuem Luxus

Vortrag über die Villa Kennedy am 20. März

Die Villa Beit von Speyer im Jahre 1901. (aus: Moderne Neubauten, 1902)

Die Geschichte der Frankfurter Villa Kennedy als Beispiel für die „Arisierung“ von Immobilien in Frankfurt steht im Mittelpunkt des Vortrages von Diester Wesp am Dienstag, 20. März,  um19:30 Uhr, in der Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus, Zeppelinstraße 10, in Neu-Isenburg. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Den historischen Kern des Gebäudeensembles des heutigen Luxushotels „Villa Kennedy“ bildet das 1900 erbaute prachtvolle Wohnhaus des Ehepaares Eduard und Lucie Beit von Speyer.

Im Zuge der nationalsozialistischen „Arisierung“ mussten die Erben der jüdischen Bankiersfamilie, die bereits 1933 in die Schweiz emigriert waren, die Immobilie für 137 000 Reichsmark weit unter Wert an die Stadt Frankfurt verkaufen. Sie wurden 1949 mit 150 000 Mark dafür entschädigt.

Im Jahr 2000 verkaufte die Stadt Frankfurt das Anwesen für 18 Millionen Mark an einen Investor. Für die Stadt Frankfurt ein äußerst lukratives Geschäft, das nur durch die sieben Jahrzehnte zuvor erfolgte „Arisierung“ möglich wurde.

In Folge wurde das Innere des Gebäudes zu einem Luxushotel umgebaut und durch Erweiterungsbauten im alten Stil stark erweitert.

Der Frankfurter Stadthistoriker Dieter Wesp hat umfangreich zur Geschichte der Villa geforscht. Anhand zahlreicher bislang unbekannter Abbildungen und Dokumente stellt er seine Ergebnisse vor und skizziert, wie die Stadt Frankfurt während der NS-Zeit in den Besitz von 170 „arisierten“ Immobilien und Grundstücken gelangte – ein bisher kaum untersuchter Teil der Frankfurter Zeitgeschichte.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadtarchiv Neu-Isenburg, der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main, der Evan-gelisch-Reformierten Gemeinde am Marktplatz Neu-Isenburg sowie der Bertha-Pappenheim-Initiative statt.