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Isenburger Delegation zu Besuch Schäßburg

Anlässlich des Balletfestivals in Schäßburg (Sighisoara) am 29. Juni besuchte eine Isenburger Delegation die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt, mit der Neu-Isenburg seit 1974 ein Kulturabkommen hat.

Miruna Costa, Neu-Isenburger Kindertheater Miruly und der Neu-Isenburger Stadtrat Mrinal Kant Chabba, machten sich auf den Weg - und kamen begeistert zurück. Sie waren überwältigt von der mittelalterlichen Stadt, der Gastfreundschaft und dem hochkarätig besetzten Ballettfestival. Leider musste Bürgermeister Herbert Hunkel aus terminlichen Gründen die Fahrt absagen, ließ aber die herzlichsten Grüße an den Bürgermeister von Sighi?oara. Ioan Dorin D?ne?an überbringen. Dies konnte die gebürtige Rumänin und Isenburgerin Miruna Costa sogar in seiner Muttersprache vermitteln.

Zunächst standen für die Isenburger ausgiebige Stadtführungen auf dem Programm. Mit Daniel, dem Stadttrommler in mittelalterlicher Tracht, ging es durch die Zitadelle, besichtigt wurden die teilweise noch erhaltenen Stadttürme, die von den 14 Handwerkszünften unterhalten und verteidigt wurden. Außerdem wurden die Klosterkirche und die Bergkapelle besichtigt. Weiter ging es mit dem Museumsdirektor durch das Stadtmuseum im "Stundturm", dem Wahrzeichen der Stadt. Der "Stundturm" beherbergt die Geschichte der Stadt von römischen Funden, über Handwerkszeug der Zünfte, mittelalterlichen chirurgischen Instrumenten, Apotheker Inventar bis hin zu den Exponaten der Neuzeit inklusive der Ortsschilder der sechs Partnerstädte, darunter auch "Neu-Isenburg 1240 Km." Sehenswert sind die Raketen- und Weltraum-Zeichnungen von Dr. Hermann Oberth, dem Lehrer des berühmten Werner von Braun.

Um das Josef-Haltrich-Lyzeum zu besuchen mussten über hundert Stufen bezwungen werden. Aber der herzliche Empfang durch die Schulleiterin Lieselotte Baier, Tochter des verstorbenen Hermann Andreas Baier, wirkte erfrischend und wog die "Strapazen" wieder auf, so Miruna Costa und Mrinal Kant Chabba. Sie besuchten die berühmte "Bergschule", die Grundschule und das Internat. Die Räumlichkeiten des Internats und der Schulen sind durch die Unterstützung der Hermann- Niermann-Stiftung komplett renoviert worden. Die Schule hat ca. 800 Schüler und 60 Internatsplätze. Bürgermeister Herbert Hunkel freut sich, dass der Kontakt zur Familie Baier bestehen bleibt. Hermann Andreas Baier (geboren 7. Mai 1930 in Dunesdorf bei Schäßburg, gestorben am 16. April 2013) hat als Leiter des Schäßburger Kammerchores gemeinsam mit dem Neu-Isenburger Gesangverein "Sängergruß Kümmelquartett" die Grundlage für die Freundschaft zwischen der rumänischen Stadt und Neu-Isenburg gelegt. Diese Verbindung hat er über Jahrzehnte gepflegt und begleitet. Für die Stadt Neu-Isenburg und ihre Vereine war Hermann Baier in allen Bereichen der kompetente und zuverlässige Ansprechpartner, gleich ob es um kulturelle Projekte oder Hilfsaktionen ging. Jetzt ist seine Tochter in seine Fußstapfen getreten.

Ein Höhepunkt für die Isenburger war der Ballett-Gala-Abend mit Preisverleihung. Im Anschluss wurde gemeinsam mit der Jury, den Balletfestival Teilnehmern sowie Adrian Popa, dem Präsidenten von "ProCultura" und dem Organisatoren des Balletfestivals in der Villa Franka gefeiert, einem auf dem Hügel thronendem Restaurant mit einem herrlichen Blick auf die Stadt.

In den Arbeitsgesprächen wurde gemeinsam mit dem Bürgermeister Ioan Dorin D?ne?an Ansätze diskutiert, wie der Austausch zwischen den Städten intensiviert werden kann. Vorgeschlagen wurden Schülerpraktika für deutschsprachige Schülerinnen und Schüler in den zahlreichen Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen der Stadt Neu-Isenburg. Auch über eine "digitale" Vernetzung der Jugendlichen über das Infocafe wurde nachgedacht. Die Schulleiterin des Joseph Halterich Lyzeum, Lieselotte Baier, bot an, das im Gegenzug Isenburger Schüler in Schäßburg Praktika absolvieren könnten. Auch besteht die Möglichkeit, die ersten sechs Wochen eines Schuljahres am JHL zu verbringen. Die Schule nimmt am Unesco Stipendium Programm teil. Abiturienten können für einen Zeitraum an der Schule Praktika absolvieren und zum Beispiel beim Deutschunterricht helfen oder in der Bibliothek. Untergebracht werden die Jugendlichen in dem dortigen Internat.

Der Termin für ein nächstes Treffen steht schon fest: Zum Europafest, vom 29. Mai bis 31. Mai 2015 in Neu-Isenburg, wird eine Delegation aus Schäßburg erwartet.

Über Sighisoara;
Sighi?oara im Kreis Mure? in Rumänien wurde von deutschen Handwerkern und Händlern gegründet, die auch als Sachsen von Transsilvanien bekannt wurden. Hoch über den Ufern der Tarnave liegt diese Stadt mit der einzigen noch bewohnten größeren Burganlage Europas. In seltener Geschlossenheit treffen in der Kulturstadt Gotik, Renaissance, Barock und Historismus aufeinander und prägen das Stadtbild. Ihr einzigartiges historisches Zentrum wurde 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. 2012 erhielt Schäßburg als erste rumänische Stadt den Europapreis von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) verliehen, für die Bemühungen zur Beförderung der europäischen Verständigung. Sighi?oara hat internationale Kontakte entwickelt, insbesondere durch umfangreiche, jährlich stattfindende Kulturveranstaltungen wie Festivals zur Kunst des Mittelalters oder akademischer Musik und das interkulturelle Festival "ProEtnica". Dieser multikulturelle und multiethnische Charakter Sighi?oaras findet sich auch in den vielen Jugendaustauschprogrammen mit seinen Städten wieder.