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Veranstaltungskalender

20.03.2018, 19:30 Uhr

Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus, Zeppelinstraße 10, 63263 Neu-Isenburg

Von Reichtum und Raub, Verdrängung und Neuanfang, Privatisierung und neuem Luxus

Die Geschichte der Frankfurter Villa Kennedy als Beispiel für die „Arisierung“ von Immobilien in Frankfurt

Den historischen Kern des Gebäudeensembles des heutigen Luxushotels „Villa Kennedy“ bildet das 1900 erbaute prachtvolle Wohnhaus des Ehepaares Eduard und Lucie Beit von Speyer. Im Zuge der nationalsozialistischen „Arisierung“ mussten die Erben der jüdischen Bankiersfamilie, die bereits 1933 in die Schweiz emigriert waren, die Immobilie weit unter Wert an die Stadt Frankfurt verkaufen.

Dieter Wesp hat umfangreich zur Geschichte der Villa geforscht. Anhand zahlreicher bislang unbekannter Abbildungen und Dokumente stellt er seine Ergebnisse vor und skizziert, wie die Stadt Frankfurt während der NS-Zeit in den Besitz von 170 „arisierten“ Immobilien und Grundstücken gelangte – ein bisher kaum untersuchter Teil der Frankfurter Zeitgeschichte.

Der Vortrag findet als Kooperationsveranstaltung mit der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main statt