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21.02. - 05.03.2020

Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Kwadaso/Ghana

Ausstellung über das Projekt ab 21. Februar im Rathaus

Seit Mai 2019 baut die Stadt Neu-Isenburg eine Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Kwadaso/Ghana auf. Mit einer Ausstellung soll vom Freitag, 21. Februar bis zum Donnerstag, 5. März, im Rathaus Neu-Isenburg über das Projekt informiert werden.  

Offiziell eröffnet Bürgermeister Herbert Hunkel die Ausstellung am Donnerstag, 27. Februar, um 9 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses, in Anwesenheit der Delegation aus Ghana. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. 

Über das Projekt Klimapartnerschaft

Die ungleichzeitige Entwicklung des Globalen Südens und des Globalen Nordens ist eine fundamentale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Entwicklungshilfe hat in der Vergangenheit viele Ansätze verfolgt. Eine große Zahl dieser Ansätze war – gerade in Afrika – nicht sehr nachhaltig erfolgreich. Isolierte Transfers von Geld und/oder Technik in grundsätzlich andere gesellschaftliche Strukturen beherbergten eine hohe Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Nachhaltige Verbesserungen der Lebensverhältnisse müssen die Strukturen der Gesellschaften, also die Art des Wirtschaftens und die unterschiedlichen Kulturen in beiden Teilen des Globus berücksichtigen. Das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Kulturen ist deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklungshilfe und eine geeignete Form, der ungleichzeitigen Entwicklung von Globalem Süden und Norden entgegenzuwirken. Das Entwicklungsministerium hat schon vor einigen Jahren aus dieser Tatsache die Schlussfolgerung gezogen, dass Entwicklungsarbeit von dem gegenseitigen Verständnis der Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Hälften des Globus begleitet werden muss. In der Folge hat das Ministerium Programme zur Entwicklung von kommunalen Partnerschaften entwickelt. Eines dieser Programme ist die Entwicklung von „Klimapartnerschaften“. Im Rahmen von kommunalen Partnerschaften sollen gemeinsame Projekte zum Thema Klimaschutz in beiden Gemeinden durchgeführt werden. Die Projekte werden weitgehend vom Entwicklungsministerium finanziert. Der Deutsche Städtetag unterstützt das Programm aktiv.

Die Entwicklung des Handlungskonzeptes dauert zwei Jahre und wird durch die Einrichtungen des Entwicklungsministeriums „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ sowie „Engagement Global“ finanziell und mit Wissen und Erfahrung unterstützt. In den zwei Jahren werden Begegnungen der Partnergemeinden und gemeinsame Treffen der Kommunen im Globalen Süden und Globalen Norden sowie internationale Treffen durchgeführt. Ziel dieser Treffen ist die Erarbeitung von gemeinsamen Klimaprojekten in beiden Partnerkommunen. Im Rahmen der gemeinsamen Durchführung von Klimaschutzprojekten soll das gegenseitige Verständnis aufgebaut werden. Am Ende des Jahres werden Anträge zur Finanzierung von konkreten Klimaprojekten gestellt.