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Konsistorienbuch

Das Transkript des „Livre du Consistoire“

Das erste Konsistorienbuch der französischen reformierten Kirche Neu-Isenburg, einer hugenottischen Neugründung von 1699, ist eine der herausragenden Quellen des deutschen Refuge. Auf 243 erhaltenen Seiten, aufgezeichnet vor allem von dem dritten Gemeindepfarrer Abraham de Champ Renaud (Neu-Isenburg 1715 bis 1743), präsentiert sich das kollektive Leben einer calvinistischen Gemeinde, eingebettet in die deutsch-reformierte Landesherrschaft Ysenburg-Büdingen-Offenbach. Finanzverwaltung, rituelle Praxis und soziale Disziplinierung in der Kirchenzucht sind ebenso Themen wie das schwierige Zusammenleben unterschiedlicher Bekenntnisse bereits in der Gründergeneration. Hugenottenforscher und Historiker, aber auch Juristen, Romanisten und Modernisierungsforscher finden auch ausführliche und detaillierte Dokumentationen zur komplizierten Rechtswirklichkeit im frühen 18. Jahrhundert und über den Beitrag der handwerklich und gewerblich orientierten Hugenotten und Waldenser zur Durchsetzung einer modernen bürgerlichen Wirtschaftsmentalität und Gewerbepraxis in Hessen.

Dem Originaldokument, im Besitz der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Am Marktplatz Neu-Isenburg, fehlen bereits zahlreiche Seiten; viele andere sind durch Papierausriss, Tintenfraß etc. stark zerstört; die verbliebenen Seiten wurden erst im 20. Jahrhundert konserviert. Dieser Zustand des kostbaren Unikats ist nur einer von vielen guten Gründen, die seinen Zugang für eine breite Öffentlichkeit nicht geboten erscheinen lassen. Zwar existiert eine Mikroverfilmung im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Darmstadt, jedoch ist auch eine solche Nutzung in der Praxis äußerst schwierig