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Neu-Isenburg und seine Stadtteile

Schon bald nach Ende des Zweiten Weltkriegs stand Neu-Isenburg am Beginn einer neuen Blütezeit, die 1959 mit dem Baubeginn für die Wohnstadt Gravenbruch einen ersten Höhepunkt fand. Für beinahe 7.000 Menschen wurde dort auf einer grünen Wiese östlich zwischen der Kernstadt und Heusenstamm, eine neue Heimat gebaut.

Mit der im Jahr 1977 folgenden Eingliederung der bis dahin selbstständigen Gemeinde Zeppelinheim im Zuge der Gebietsreform dehnte sich Neu-Isenburg auch nach Westen hin aus. Zeppelinheim ist eine ehemalige Luftschiffer-Siedlung. Das Zeppelinmuseum ist – neben dem in Friedrichshafen – das einzige seiner Art in Deutschland. Der 1988 eröffnete Neubau ist wegen seiner Architektur preisgekrönt – das Gebäude hat die Form eines stilisierten Zeppelinsegmentes.

Gravenbruch

Neu-Isenburgs Wohnstadt mit Flair

Die Geschichte Gravenbruchs reicht bis in das Ende des 16. Jahrhunderts zurück: 1586 legte Junker Sebastian von Heusenstamm, der spätere Erzbischof von Mainz, mitten im Bruch (mittelhochdeutsch: bruoch = Moor, Sumpf) einen befestigten Hof an. Dieser wurde im 18. Jahrhundert umgebaut, 1908 durch einen Anbau erweitert.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg erhaltenen Teile wurden in einen umfangreichen Hotelbau einbezogen. Die bis dahin selbstständige Gemarkung „Grafenbruch“ wurde am 13. März 1957 aufgelöst und in die angrenzenden Gemeinden Neu-Isenburg, Heusenstamm und Sprendlingen eingemeindet.

Mit dem Bau der heutigen „Wohnstadt Gravenbruch“ konnte am 5. Dezember 1960 begonnen werden, nachdem die Stadt Neu-Isenburg zugestimmt – ihre Bedingung war, dass ihr durch diese Wohnstadt keine zusätzlichen Kosten entstehen – und der Regierungspräsident in Darmstadt das Projekt genehmigt hatte.

Den Bedenken wegen einer Verringerung der Waldfläche im Rhein-Main-Gebiet wurde entgegengehalten, dass es sich um einen durch 14 Luftangriffe zerbombten Wald handelt, der wirtschaftlich gar keine und als Erholungsgebiet nur noch ganz geringe Bedeutung habe.

Gravenbruch hat einige Besonderheiten aufzuweisen: Der Ort lehnt sich nicht an den Kern eines unmittelbar anschließenden Ortsteils an. Es handelt sich bei Gravenbruch um ein reines Wohngebiet. Daher wurde schon in der Grundkonzeption festgelegt, den Durchgangsverkehr fernzuhalten. Somit führt eine leicht geschwungene Hauptstraße durch das gesamte Wohngebiet und kehrt am Ostende in einer großen Schleife zu sich selbst zurück. Die meisten Nebenstraßen sind Stichstraßen, enden in einem Wendekreis und dienen nur dem Anliegerverkehr.

Infrastruktur: Die meisten Bedürfnisse der Bewohner sollen im Wohnviertel befriedigt werden können. Daher wurde schon im ersten Bauabschnitt ein Einkaufszentrum errichtet, später kam ein zweites Ladenzentrum hinzu. Gravenbruch hat eine evangelische und eine katholische Kirche. Neben der seelsorgerischen Betreuung liefern beide Kirchen durch ihre Jugend- und Erwachsenen-Arbeit sowie durch ihre öffentlichen Büchereien und Veranstaltungen einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben in diesem Stadtteil.

Für die Kinderbetreuung stehen gleich mehrere Kindergärten, ein Kinderzentrum sowie die Ludwig-Uhland-Grundschule bereit. Ein von den Bürgerinnen und Bürgern gewählter Ortsbeirat kümmert sich um die kommunalpolitischen Belange des Stadtteils.

In Gravenbruch gibt es:

  • eine Zweigstelle des Neu-Isenburger Bürgeramtes
  • eine großzügige Tennishalle des Vereins „Foresta e.V. Gravenbruch“
  • eine Ballsportanlage
  • ein Jugendzentrum
  • viele öffentliche Spielplätze

Zeppelinheim

Neu-Isenburgs Stadtteil mit Luftschiff-Tradition

Die Entstehung dieser einst selbstständigen Gemeinde hängt eng mit dem Frankfurter Flughafen zusammen: 1909 war in Frankfurt am Main die erste Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) veranstaltet worden. An die Stelle eines ersten Flugplatzes auf dem Rebstockgelände im Westen der Stadt Frankfurt trat seit 1936 der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main in einem Waldgebiet südwestlich der Mainmetropole, der zunächst für die langstreckentauglichen Luftschiffe geplant war.

1934 begannen dort Waldrodungen, bei denen arbeitslose Neu-Isenburger Bürger für 2,50 Mark täglich eingesetzt waren. 1936 wurde für 14,4 Millionen Mark eine Luftschiffhalle errichtet. Für Crew-Angehörige und Mitarbeiter der Deutschen Zeppelin-Reederei mussten deshalb Wohnungen geschaffen werden. So wurden 1936 die ersten Häuser in einem Waldgebiet östlich des Flughafens gebaut – Zeppelinheim war entstanden.

Das ursprüngliche Aussehen der Siedlung ist in etwa noch heute abzulesen am Dr.-Eckener-Platz, in der Kapitän-Flemming- und der Kapitän-Strasser-Straße, Namen berühmter Luftschiffer. 1937 wurde Zeppelinheim durch Erlass des Innenministeriums der Rang einer selbständigen Gemeinde zugesprochen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dienten die Häuser der Siedlung rund zehn Jahre den Amerikanern als Unterkunft, bis für sie ein eigenes Wohnviertel in unmittelbarer Nähe des Flughafens im Südteil fertig gestellt war (die so genannte Airbase, heute zum großen Teil Cargo City).

Seit der Gebietsreform vom 1. Januar 1977 gehört Zeppelinheim zur Stadt Neu-Isenburg. Das Zeppelin-Museum, im 1964/1965 erbauten Bürgerhaus untergebracht, gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Luftschifffahrt.

Die Nähe zum Flughafen, dem die Siedlung ihr Entstehen verdankt, wird auch heute noch dadurch deutlich, dass der Stadtteil Zeppelinheim zum Zollgrenzbezirk gehört. Die Rechte der Zollbeamten erstrecken sich damit auch auf die Straßen in Zeppelinheim.

Reisende, die glauben, an Zollkontrollen mit eventuellem Schmuggelgut entkommen zu sein, können noch im Zeppelinheimer Bereich noch gestoppt werden, auch wenn sie ihre Koffer längst aus dem Flughafen-Areal herausgeschafft haben.

Für den Stadtteil Zeppelinheim wurde – wie auch für Gravenbruch – ein Ortsbeirat gebildet, dessen Mitglieder auf die Dauer von fünf Jahren von den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils gewählt werden.