Stadt Neu Isenburg

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Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt" im Rathaus Neu-Isenburg

Das für den 13. Mai angekündigte Zeitzeuginnengespräch mit Edith Erbrich in der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim entfällt. Die Veranstaltung muss aus Krankheitsgründen abgesagt werden. Das Zeitzeuginnengespräch sollte begleitend zur Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt. Zeichnungen, Gedichte, Texte." angeboten werden.

Die Ausstellung findet wie angekündigt statt und ist vom 8. Mai bis zum 17. Mai im Rathausfoyer der Stadt Neu-Isenburg zu sehen und anschließend, vom 21. Mai bis zum 23. Mai, in der Hugenottenhalle.

Die Ausstellung wird offiziell von Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein am Mittwoch, 8. Mai, um 17:30 Uhr, eröffnet. Anschließend folgt ein kurzer Vortrag von Gudrun Schmidt vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945 e.V. zum Inhalt und Hintergrund der Ausstellung.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die in Theresienstadt angefertigten Kinderzeichnungen, Gedichte und Aussagen von Kindern über ihr Leben im KZ. Gezeigt werden originalgetreue Reproduktionen von Zeichnungen, Gedichten und Texten von Überlebenden. Gleichzeitig beschäftigen sich die Tafeln mit den Orten Theresienstadt und Auschwitz sowie dem Gedenken an alle Kinder, die Theresienstadt erleiden mussten.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Das Datum markiert außerdem den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers  Theresienstadt. Die Ausstellung „Kinder im KZ Theresienstadt“ des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1945 e.V. erinnert an das Schicksal der dorthin deportierten Menschen.

Die 2001 neugestaltete Ausstellung bildet auf 15 Tafeln das Schicksal der etwa 11.000 nach Theresienstadt deportierten Kinder ab. Sie kamen aus den jüdischen Gemeinden in Böhmen und Mähren, aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Polen und Dänemark. Die meisten wurden in Auschwitz ermordet.

Zumindest die aus Deutschland deportierten und ermordeten Kinder werden hier mit ihren Namen, Lebensdaten und den Orten, aus denen sie abtransportiert wurden, genannt. Die Ausstellung sowie weitere in diesem Zeitraum geplante Veranstaltungen sollen einen Beitrag zur lebendigen Erinnerung an die Shoa und die NS-Gräueltaten leisten. Denn: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ Primo Levi (1919-1987)

KonzertLesung „In Auschwitz gab es keine Vögel“

Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung findet die Konzertlesung „In Auschwitz gab es keine Vögel“ mit Monika Held (Autorin) und Gregor Praml (Kontrabass) am Dienstag, 21. Mai, um 19:30 Uhr, im Foyer der Hugenottenhalle statt. Der Eintritt ist frei. Zur besseren Planung der KonzertLesung wird um eine Anmeldung via laura.nowozamskystadt-neu-isenburgde oder telefonisch unter 06102-747411 gebeten.

In der KonzertLesung wird der Roman von Monika Held „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ mit der Live-Musik des Kontrabassisten Gregor Praml und Auszügen aus einem Original-Interview mit dem Auschwitzüberlebenden Hermann Reineck zu einer Einheit verbunden. Die Originalschilderungen verdeutlichen, wie sehr die Erlebnisse weiterwirken. Die Journalistin Monika Held hat einen Roman geschrieben, fußend auf den Interviews über die Erlebnisse von Hermann Reineck und seinen „Kameraden“ in Auschwitz, sowie den Dokumenten der Auschwitzprozesse in Frankfurt (1963-1965). Die Musik von Gregor Praml dazu entsteht mit Kontrabass, Effekten und einer Loopstation, die dem Musiker die Möglichkeit geben, sich auf der Bühne live aufzunehmen und das gerade gespielte direkt wiederzugeben und weitere Klänge dazu zu spielen. Sie unterstreicht die Stimmungen der Erzählung und gibt den Zuhörern den nötigen Raum das Gelesene/Gehörte zu verarbeiten.

Die Veranstaltungsreihe erfolgt in Kooperation mit der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim und dem Fachbereich Kultur der Stadt. Die Ausstellung wird gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" und das Landesprogramm "Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus".

Kinderzeichnungen im KZ Theresienstadt
Margit Koretzová, geboren am 8. April 1933 in Pilsen, traf am 17. Januar 1942 in Theresienstadt ein. © Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1945 e.V.
Live-Musik des Kontrabassisten Gregor Pram
Konzertlesung mit Live-Musik des Kontrabassisten Gregor Praml

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