Die Stadt Neu-Isenburg erhält aus dem Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung (vormals „Stadtumbau in Hessen“) für das Jahr 2025 Fördergelder in Höhe von 120.000 Euro (brutto), um Maßnahmen im Projektgebiet „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“ umzusetzen. Insgesamt wurden Maßnahmen und Projekte für 181.000 Euro beantragt. Die Fördersumme entspricht einem Fördersatz von 66,67 Prozent. Alle von der Stadt Neu-Isenburg beantragten Maßnahmen wurden als förderfähig eingestuft.
Gefördert werden beispielsweise:
Innenstadt-Anreizprogramm (20.000 Euro): Bereits in der Vergangenheit wurden Anträge zum Fassadenanreizprogramm und zum Anreizprogramm Grün für Privat gestellt. Es werden private Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Gestaltung der prägenden Fassaden i.S. des Gestaltungsleitbildes gefördert. Weiterhin ist die Begrünung und Entsiegelungen privater Flächen oder Fassaden förderfähig. Die Richtlinie zum Innenstadt-Anreizprogramm kann im Internet (Öffnet in einem neuen Tab) abgerufen werden.
City Management (25.000 Euro – Folgeantrag): Dies ist ein Folgeantrag für das erstmals Ende 2024 bewilligte City Management. Seit Mitte des Jahres 2024 wurde die CIMA Beratung + Management GmbH mit dieser Aufgabe betraut. Die City-Managerin, Inge Lang, konzentriert sich auf die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt, pflegt und erweitert bestehende Netzwerke und unterstützt aktiv beim Management von Leerständen. Zudem ist sie in laufende sowie zukünftige Umbau- und Umgestaltungsprozesse der Innenstadt eingebunden.
Rosenauplatz (40.000 Euro): Der Rosenplatz ist stark versiegelt, es mangelt an Grünflächen und Schatten. Dies macht den Platz im Sommer durch Aufheizung zu einem Ort an dem der Aufenthalt unangenehm ist. Hier soll Abhilfe geschaffen werden, allerdings ist eine direkte Entsiegelung nicht möglich, denn der Platz liegt direkt über einer Tiefgarage. Deshalb sollen die breit ausladenden Kleinbäume in vier großen Pflanzgefäßen mit Wasserreservoir aufgestellt werden.
Mit dem Förderantrag 2026 können zum zehnten und letzten Mal Fördergelder beantragt werden. Die Fördermittel werden in Jahrestranchen zugeteilt und entsprechend können die Projektlaufzeiten bis zum Ende des Jahres 2033 andauern. Mit einer Bewilligung des Fördermittelantrages ist frühestens zum Ende des Jahres 2026 zu rechnen.
Für das Jahr 2026 werden zum einen Fördermittel für laufend wiederkehrende und Projektmittel für neu anstehende Projekte in Höhe von 6.997.00 Euro letztmalig beantragt.
Folgeanträge werden für das Innenstadt-Anreizprogramm (20.000 Euro) und dasCity-Management (75.000 Euro) gestellt.
Neu hinzukommen folgende Projekte:
Hugenottenhalle: 6.000.000 Euro
Bislang wurden lediglich Planungs- und Projektierungskosten, sowie der Wettbewerb durch das Programm gefördert. Diese Planungs- und Projektierungskosten stehen unter dem Vorbehalt einer Rückforderung von Fördermitteln, wenn keine Bauphase folgt. Im ISEK wurden – neben den bereits beantragten und bewilligten Planungskosten, eine Summe von 5.300.000 Euro für Baumaßnahmen in die Maßnahmenliste aufgenommen. Auch zum Zeitpunkt der Erstellung des ISEK war bereits klar, dass diese Summe nicht für die Baumaßnahme ausreicht, so dass es sich hier nur um eine Teilfinanzierung handeln kann. Das Programm sieht zudem vor, dass, soweit möglich, auf weitere Förderprogramme oder Finanzierungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden soll. Die Fördergegenstände müssen dann im Falle ergänzender Förderprogramme nach deren Maßgabe genau gegeneinander abgegrenzt werden. Im vorliegenden Fall wird daher nur eine Teilsumme beantragt. Dabei ist bis zur Antragstellung (Ende Februar) zu konkretisieren für welche Bauphasen (z.B. Grundstücksvorbereitung für die Baumaßnahme, Zwischenunterbringung etc.) diese Summe beantragt wird.
Neugestaltung MEWA Areal als Klimamaßnahme (zwischen Frankfurter Straße und Richard-Wagner-Straße): 300.000 Euro
Das Mewa Areal (zwischen Frankfurter Straße und Richard-Wagner-Straße) bildet ein wichtiges grünes Element und stellt eine Verbindung in ost-westlicher Richtung mit der Innenstand her. Bereits im Förderantrag 2023 wurden Fördermittel zu Kosten von 100.000 Euro für die Durchführung einer Klimamaßnahme genehmigt. Das Projekt kam wegen vorrangiger anderer Maßnahmen nicht zur Umsetzung. Der Grünzug grenzt direkt an die Frankfurter Straße. Eine Aufwertung ist im Hinblick auf Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit ein wichtiger Teil der Gestaltung der Innenstadt und des zentralen Versorgungsbereichs. Daher soll das Projekt mit einer, der Bedeutung entsprechenden höheren Summe, erneut und erweitert als Klimamaßnahme beantragt werden.
Im Jahr 2022 wurden für die Neugestaltung der Freifläche im Quartier 2, dem Gebiet zwischen der Lessingstraße, der Waldstraße, der Bahnhofstraße und der Ludwigstraße, rund um den Spielplatz Wichernweg, Fördermittel zu Kosten von 150.000 Euro bewilligt. Auf dieser Basis wurde ein Planungsbüro mit der Erarbeitung eines Entwurfes für die Neugestaltung beauftragt. Der Entwurf wurde sowohl vom Magistrat der Stadt gebilligt, als auch in einer Bürgerinformationsveranstaltung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartier 2 und der angrenzenden Senioreneinrichtung An den Platanen am 4. September 2025 erörtert und begrüßt. Im Rahmen der Entwurfsbearbeitung wurde allerdings festgestellt, dass eine klimagerechte und barrierefreie Umgestaltung der Anlage einen höheren Mittelbedarf auslöst als die bisher bewilligten Kosten von 150.000 Euro. Die Kostenschätzung des Planungsbüros KUBUS geht nun von rund 390.000 Euro incl. der Planungskosten aus.
Die Ausgabensteigerung soll nun über den Jahresantrag 2026 angemeldet werden. Die Kosten für das öffentliche WC, das im Zuge der Baumaßnahme im Quartier 2 geplant ist, wurden bereits bewilligt.




