Ein hessenweiter Warntag findet am Donnerstag, 12. März statt. An diesem Aktionstag werden in allen hessischen Kommunen zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr die Sirenen getestet. Wie das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz mitteilt, sollen die Bürgerinnen und Bürger für die verschiedenen Warnmittel und Alarmsignale sensibilisiert werden und die technische Warninfrastruktur getestet werden.
Neben Sirenen werden auch alle weiteren Warnmöglichkeiten, wie die Warn-App hessenWARN und das vom Bund eingeführte „Cell-Broadcast“ zum Einsatz kommen. Sowohl das Sirenensignal für den Probealarm ab 10:00 Uhr als auch für die Entwarnung um 10:30 Uhr dauern dann jeweils für eine Minute an.
Geplant ist die zentrale Auslösung der an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angebundenen Warnmittel (HessenWARN, NINA, Werbetafeln, Rundfunk etc.) einschließlich Cell-Broadcast. Damit erhalten alle eingeschalteten Mobiltelefone eine Warnung als Kurznachricht gesendet, ohne dass dafür eine App geladen werden muss. So erhalten innerhalb kürzester Zeit viele Menschen eine Warnung, ohne dass das Netz überlastet wird.
Bei diesem Probealarm wird – erstmals bei Probealarmen – auch eine Entwarnung über Cell-Broadcast erfolgen – was das Cell-Broadcast-Protokoll eigentlich nicht vorsieht, aber von vielen Nutzern vermisst wurde. Um hierbei eine erneute, nicht unterdrückbare akustische Warnung zu vermeiden, ist die Entwarnung hier als Gefahreninformation (niedrigste Warnstufe) implementiert. Dies kann zur Folge haben, dass – je nach persönlicher Einstellung des Smartphones – die Entwarnung aber nur mit einem Systemton oder auch überhaupt nicht erfolgt. Zur Vermeidung von Letzterem wird empfohlen, Cell-Broadcast am jeweiligen Smartphone auch für die Warnstufe 3 zuzulassen.
In Neu-Isenburg werden die 13 vorhandenen Sirenenanlagen mit dem Warnton „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst. Es handelt sich dabei um einen einminütigen Heulton, der auf- und abschwellend ist. Zusätzlich erfolgt eine Warnung über die App HessenWARN.
Aktuell sind im Stadtgebiet Neu-Isenburg an neun Standorten Sirenenanlagen für die Warnung der Bevölkerung installiert. In den Stadtteilen Gravenbruch und Zeppelinheim sind es jeweils zwei Standorte. Während die Feuerwehrangehörigen in der Regel über eine „stille“ Alarmierung per Funkalarmempfänger gerufen werden, können im Stadtteil Zeppelinheim die Feuerwehrleute auch über Sirenen gerufen werden, da hier die Funkversorgung im Digitalfunk nicht ausreichend ist. Auch der Werbeturm vor der Hugenottenhalle, Frankfurter Straße 152, sendet Nachrichten.
Die Entwarnung erfolgt über einen einminütigen Dauerton.
Neben dem landesweiten Warntag am 12. März, der künftig an jedem zweiten Donnerstag im März stattfinden soll, gibt es zusätzlich den bundesweiten Warntag im Herbst (11. September).
Für den Notfall hat die Stadt Neu-Isenburg auf der Internetseite einen Handzettel veröffentlicht mit wichtigen Informationen bei Gefahr in Neu-Isenburg: Wichtige Informationen bei Gefahr in Neu-Isenburg (Öffnet in einem neuen Tab) . Er sollte möglichst in ausgedruckter Form in jedem Haushalt vorliegen, da man insbesondere bei einem Stromausfall nicht mehr an die Informationen im Internet kommt. Gedruckte Exemplare des Handzettels liegen auch im Rathaus und im Bürgeramt bereit.

