Stadt Neu Isenburg

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120. Todestag von Recha Pappenheim

Als Bertha Pappenheim am 27. Februar 1859 in Wien geboren wurde, war ihre Mutter Recha 28 Jahre alt. Als Tochter von Jettchen und Mayer Benedict wurde sie am 21. Juni 1830 in Frankfurt geboren und Teil der Frankfurter Bankiersfamilie Goldschmidt.

Durch die Eheschließung mit Sigmund Pappenheim (10. Juli 1824 - 05. April 1881) verlagerte sich der Lebensmittelpunkt der jungen Frau von Frankfurt nach Wien, wo sie Mutter von vier Kindern wurde. Von Henriette, Flora, Bertha und Wilhelm. Ihre erste Tochter Henrietta kam 1849 zur Welt und verstarb 1867. Die zweite Tochter Flora, die am 24. Oktober 1853 geboren wurde, starb bereits vor ihrem zweiten Geburtstag 1855. Als dritte Tochter und einzige, die die Volljährigkeit erreichte, wurde 1859 Bertha Pappenheim geboren. Im darauffolgenden Jahr wurde der Sohn Wilhelm geboren.

Als der Ehemann Sigmund schwer erkrankte, übernahmen sie und Bertha die Pflege. Nachdem dieser 1881 verstarb, war die Familie nicht mehr an Wien gebunden. Die beiden Frauen zogen 1888 gemeinsam nach Frankfurt, der Heimatstadt von Recha. Bertha Pappenheim lebte für 40 Jahre dort, bis sie 1928 nach Neu-Isenburg zog, wo unter ihrer Leitung 1907 das Heim des Jüdischen Frauenbundes eröffnete.

Zwei Jahre vor der Eröffnung war Recha Pappenheim bereits verstorben. Am 31. Mai 1905 starb sie in ihrer Geburtsstadt Frankfurt. In der Todesanzeige steht: „Unsere innigstgeliebte Mutter, beziehungsw. Schwiegermutter, Frau Recha Pappenheim geb. Goldschmidt ist heute nach langem Leiden im beinahe vollendeten 75. Jahr verschieden.“ Darunter die Namen Bertha Pappenheim, Dr. Wilhelm Pappenheim, Ida Pappenheim geb. Stern.“

Heute findet sich das Grab von Recha Pappenheim neben dem ihrer Tochter Bertha auf dem Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße Frankfurt.

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